7 + 1 Fragen an: Volker Wendt

1. Wer bist Du? Beschreib Dich in einem Satz!

Ich bin Volker Wendt und schreibe Gedichte, Geschichten und Lieder (für meine Band Paradogs).


2. Warum lohnt es sich, eine Lesung von Dir zu besuchen?

Es lohnt sich zumindest für jene, die meine Gedichte mögen. Beispiel:

Die einundsechzigste Sekunde

wurde aus der Uhr verbannt.

Doch keine Narbe, keine Wunde

blieb zurück, als sie verschwand.

Lebt seitdem nun im Exil,

tauchte unter als Gefühl,

als Moment, spontan und schön,

wenn man meint, die Zeit bleibt stehn.


Seit ein paar Jahren schreibe ich aber auch Prosatexte, habe einen Roman veröffentlicht und im letzten Jahr ein Buch mit „Märchenreichlichen Geschichten“.

Oft trete ich auch gemeinsam mit Musikern auf, beispielsweise mit Gudrun Peter oder Volker Itze von unserer Band Paradogs, deren Musik (Harfe!) wunderbar zu meinen Gedichten passt. Oder auch mit Alex Dorenberg, den ich für einen der besten Musiker aus unserer Region halte (wer ihn nicht kennt, sollte das unbedingt ändern: www.dorenberg.de).


3. Welches ist Dein Lieblingsbuch von Dir und warum?

Mein Lieblingsbuch ist natürlich immer das jeweils aktuellste. Und das ist im Moment das oben erwähnte Märchenbuch. Allerdings ist es eher für Erwachsene geschrieben, die sich immer schon gefragt haben, was eigentlich hinter den Grimmschen Märchen steckt. So erfährt man z. B., dass es in Berlin-Tempelhof einen Teich gibt, der einst der Brunnen aus dem Märchen von Frau Holle gewesen sein soll (kein Witz!), und ich präsentiere ein verschollenes Märchen der Brüder Grimm, auf dessen Manuskript ich bei meiner Recherche zufällig gestoßen bin.

Die Hauptgeschichte ist aber das „Mathe-Märchen“, das bereits als szenische Lesung in ein paar Städten aufgeführt wurde – hier gehen die Protagonisten der Frage nach, woran die Asymptote eigentlich gestorben ist; also eine Mischung aus Krimi-Groteske, Fantasy, Liebesgeschichte, mathemagischer Formelsammlung und Reisebericht aus dem Land der Zahlen („Nummerland“).

Mein persönlicher „Bestseller“ ist allerdings der „Würfelzuckermond“, ein Gedichtband, den ich vor fünf Jahren veröffentlicht hatte. Ende 2013 soll es einen Nachfolger mit neuen Gedichten geben – ich bin gerade wieder fleißig am Schreiben!


4. Was war Dein spannendstes Literaturerlebnis?

Jede Lesung ist für mich immer mit viel Spannung und Adrenalin verbunden. Eine interessante Erfahrung war für mich der Auftritt beim Poetry Slam in Braunschweig vor ein paar Jahren — vor so vielen Leuten, es waren wohl über 200, hatte ich schon etwas weiche Knie. Ich schreibe eigentlich keine typischen Slam-Texte, mein Beitrag polarisierte denn auch das Publikum: Von manchen Tischen gab es Höchstwertungen, von anderen gab es gar keine Punkte und ich landete irgendwo im Mittelfeld. Dafür habe ich mich gefreut, kurz danach zweimal den Poetry Slam in Salzgitter zu gewinnen.


5. Wo findet man Dich im Internet?

Hier: www.wendtselbstverlag.de


6. Welche Unterstützung wünschst Du Dir von der Stadt Braunschweig?

Ich finde, die Stadt Braunschweig – das Kulturinstitut und das Raabe-Haus – unterstützen die hiesige Autorenszene eigentlich ziemlich gut. Ich hoffe, dass das so bleibt.

7. Welche Botschaft hast Du mit Deiner Literatur?

Ich möchte meinen Lesern eine interessante Unterhaltung bieten, möchte zeigen, dass Gedichte keinesfalls staubtrocken sein müssen und dass Märchen nicht nur etwas für Kinder sind.


+1: Wo bekommt man die Wendtschen Bücher und Paradogs-CDs?

Das Autohaus Bottke in Helmstedt, die Buchhandlungen in Wolfenbüttel (und im Magniviertel, BS) haben Bücher von mir vorrätig, ansonsten sind sie bestellbar – wie auch die CDs – über meine Homepage! Natürlich kann man sie auch bei Lesungen bzw. Konzerten erwerben.





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