Wiederaufnahme für eine Generation: Schräge Hymne auf David Bowie

 

„...and the stars look very different today“: Die Textzeile aus Bowie's „Space Oddity“ überschreibt den Abend im Aquarium des kleinen Hauses. Foto: Staatstheater Braunschweig / Marco Kany

Eine tote Legende, die 40 Jahre die Rock- und Popgeschichte der westlichen Hemisphäre beeinfusst hat, lässt sich nur schwer zum Leben erwecken. Jeder Versuch endet tendenziell tödlich. Zu Vieles muss ausgelassen, verkürzt, ignoriert, unerklärt oder in seinen Facetten übersehen bleiben. Bowie post mortem auf der Bühne darstellen? Dafür bedarf es eigentlich mindestens weiterer 40 Jahre, und das Nonstop. Und dazu nochmal 80 Jahre wegen der vielen Anmerkungen von Kritikern, Besserwissern, Zeitzeugen, Fans und tatsächlich nahestehenden Mitschaffenden. Eine intellektuelle Singularität wie Elvis Presley lässt sich mit einem flotten Medley in 90 Minuten brav abarbeiten. Für einen sich täglich neu erschaffenden Egomanen mit musikalischen, literarischen und darstellerischen Ansprüchen genügen 90 Minuten kaum, um den inneren Zwiespalt vor dem Ändern der Haarfarbe zu erklären.

Burgplatz Open Air: Mit “Carmen” back to the roots

Begleitet von GMD Srba Dinic am Flügel sang Carolin Löffler die berühmter Arie „Habanera“ für die Gäste der Veranstaltung. Foto: Marcus von Bucholz

Nach „West Side Story“ (2014), „Hair“ (2016) und „Hairspray“ (2017) kehrt das Staatstheater in diesem Jahr beim Burgplatz Open Air zu seinen Wurzeln zurück. Bizet’s unwiderstehliche Sehnsuchtsoper „Carmen“ (vor 15 Jahren zur Eröffnung der Reihe gegeben) soll in einer wohl eher werktreuen Inszenierung unter Regie des Österreichers Philipp M. Krenn „den Weg zu unserem eigentlichen Kerngeschäft“ zurückführen – so Intendantin Dagmar Schlingmann. Als „Garant für ein Galaformat“ stehe dabei Generalmusikdirektor Srba Dinic Pate. Der bezeichnet die ‚Carmen’ als eine seiner Lieblingsopern; findet sie „selbst nach sechs oder sieben Inszenierungen noch lebendig und frisch.“

FAULHEIT

Projekt Zeitlos, Zoe Pilgrim

Fr., 16. bis Sa., 17. Februar, 12 - 17 Uhr
Eröffnung: Do., 15. Februar, 18 Uhr 
kostenlos, keine Anmeldung erforderlich

 

Wir laden Sie herzlich zum Besuch der Schülerausstellung "Faulheit" in den Kunstverein Braunschweig, Lessingplatz 12 ein.

Anstrengungsvermeider, Herumtreiber, faule Socken oder Müßiggänger als kreative Köpfe?

Lavendel in concert

16. Februar, 20 Uhr im Roten Saal im Schloss, Schlossstraße 1, 38100 Braunschweig

NICOLE JOHÄNNTGEN saxophon

ZABELLA EFFENBERG vibraphon/array mbira

JÖRGEN WELANDER tuba

Biographien

«Lavendel» traumwandelt zwischen Modern Jazz, Filmmusik und Swing. Nicole Johänntgen musiziert seit zwei Jahren mit ihrer polnischen Freundin Izabella Effenberg, die sie beim Frauenförderprojekt SOFIA kennengelernt hat.

Die Kompositionen wechseln sich ab zwischen zarten märchenhaften Melodien und wilden Improvisationen. Das Bass-Fundament legt der schwedische Tubist Jörgen Welander.

Bei «Lavendel» begegnen sich Saxophon, Vibraphon und Tuba, dazu gesellt sich die Array Mbira, ein selten gehörtes Instrument mit schwingenden Lamellen.

 

Kunstverein Braunschweig: Programm

Georgia Sagri, Dynamis, 2017, Installationsansicht Kunstverein Braunschweig, 2017, Foto: Stathis Mamalakis, Courtesy die Künstlerin

  

PROGRAMM in der Woche vom 29. Januar bis 4. Februar

GEORGIA SAGRI GEORGIA SAGRI
Villa Salve Hospes

K.R.M. MOONEY Carrier
Remise

JAHRESGABEN 2017/18
Villa Salve Hospes

 

FÜHRUNGEN

 

Öffentliche Führung mit den Kuratorinnen

Do., 1. Februar, 18 Uhr

kostenlos, zzgl. Eintritt, keine Voranmeldung erforderlich

 

Öffentliche Themenführung: Gedanken, Strukturen, Material

So., 4. Februar, 15 Uhr

kostenlos, zzgl. Eintritt, keine Voranmeldung erforderlich

 

 

KINDERPROGRAMM 

 

Nachts im Kunstverein

Sa., 3. bis Sonntag, 4. Februar, 18-11 Uhr

Workshop und Übernachtung im Kunstverein für Kinder von 6 bis 12 Jahren

Kosten: 20 € pro Person, Anmeldung bis Dienstag, 30. Januar

 

Zu Gast im Kunstverein: Was geschieht nach Einbruch der Dunkelheit hinter den Türen der Villa Salve Hospes? Wie verändern sich die ausgestellten Kunstwerke, wenn das Sonnenlicht langsam weicht? Die Ergebnisse unserer Entdeckungsreise werden am nächsten Morgen Eltern und Freunden in einer kleinen Ausstellung präsentiert. Bitte mitbringen: Taschenlampe, Schlafsack, Isomatte, Schlafsachen. Für Verpflegung ist gesorgt!

Neue „halle267“: Die Marktmacht der Selbstentblössung

„Kiss Me“ von Hanna Nitsch. Plastik im Format 6 x 3 x 5 cm in Fimoplast auf Plexischeibe.  Foto:  Marcus von Bucholz    

                                                                                

Was für ein großer Wurf, diese Künstlerin zur Neueröffnung des Hauses gefunden zu haben.

 Die Künstlerin Hanna Nitsch vor ihrem Bild „Großer Wurf#1 / Selbstbildnis mit Stoffhund“. Zitat der Künstlerin: „Danach hatte ich mich mit Beuys versöhnt.“   Foto:  Marcus von Bucholz   

Eigentlich hätte eine so gute Künstlerin keiner Dezernentinnen und Professoren bedurft, die eine Laudatio auf sie halten. Die Ausstellung von Hanna Nitsch „Grosser Wurf 1“ in der neuen „halle267 - städtische galerie braunschweig“ spricht an, ist publikumskompatibel, aufmerksamkeitsheischend. Vom rotlippigen Plastikmund im Format 6 x 5 Zentimeter bis zum Selbstentblössungsposter als ikonosierter Beuys-Kritik in 4,0 x 2,8 Meter listet die Preisträgerin zahlreicher Awards, Stipendiatin namhafter Stiftungen und Arbeiterin in öffentlichen Sammlungen 2 Din-A-Seiten (19 Objekte) gefällig-verstörender Werke auf. Kinder, die sich in der Umarmung nahezu erwürgen (Tusche und Grafikstift auf Papier), ein Lehmann auf einer Spiegelscheibe, steif aufgerichtet wie die Dance-Pole einer Stripperin. Die Bilder, Plastiken, Fotos, Installationen und Videos des arrivierten Talents Hanna Nitsch, die nach Philosophie- und Germanistikstudium weitere acht Jahre an der HBK Braunschweig für die Kunst verbrachte, versprechen schon jetzt Rendite. Dass Nitsch weiß, wie der Markt funktioniert, beweist ihre Werk-Stück-Liste: Selbst das handelsübliche Kamerakabel aus dem Elektromarkt, mit dem sie ihre Selbstportraits erschuf, wird akribisch dokumentiert unter „Ohne Titel – Fernauslösekabel schwarz, Maße variabel, 2018“. Man darf Wetten abschliessen, wann der Preis dieses Objektes die 10.000-Euro-Marke kratzt. Für eine kaputte Gitarre, auf der Jimi Hendrix mal rumgeklampft hat, zahlt man schliesslich auch eine ordentliche Million.

Winterkunstzeit am Wochenende

Winterkunstzeit als PDF

http://www.braunschweig.de/kultur/veranstaltungen/blickpunkte/bsm_artikel/winterkunstzeit.html

Am 27. und 28. Januar wird die Innenstadt zur Bühne für die regionale Kunst- und Kulturszene, wenn rund 30 Künstlerinnen und Künstler Besucherinnen und Besucher einladen, Kultur zu erleben, Kunst zu entdecken und selbst kreativ zu werden.

Die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig ist schon jetzt in die Burgpassage in der Innenstadt eingezogen und richtet zwei offene Werkstätten ein. Während das Braunschweiger Fab-Lab mit Experimenten mit neuen Design- und Fabrikationsmethoden erst am Wochenende Besucherinnen und Besucher zum Mitmachen einlädt, ist das Transformationslabor schon jetzt geöffnet.

Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH/Peter Sierigk

Masterstudiengang „Transformation Design“. Die Studierenden rücken Design als Gestaltung der Gesellschaft nach menschlichen, sozialen und kulturellen Bedürfnissen in den Fokus und suchen in der offenen Werkstatt den Austausch mit den Braunschweigerinnen und Braunschweigern. Dafür laden sie Groß und Klein ein, an Workshops zu unterschiedlichen Themen wie Konsum, Klima, Möbel und Mode teilzunehmen, bei Lesungen zu Braunschweiger Zukünften mögliche Szenarien für die Löwenstadt zu entdecken oder sich in der Ausstellung CUT – Catalogue of Unnecessary Things unterhaltsam dem Thema Konsum zu nähern.

K.r.m. Mooney im Braunschweiger Kunstverein

K.r.m. Mooney, Second Affordance I, 2017, Installationsansicht Kunstverein Braunschweig, 2017, Courtesy K.r.m. Mooney, Foto: Stefan Stark

Ausstellung vom 2. Dezember bis 11. Februar

K.r.m. Mooney gibt von sich nicht viel preis. Nicht mal das Geschlecht will sie bekannt geben. Damit ist schon alles gesagt.

K.r.m. Mooney verfolgt eine ausgeprägte Form der Abstraktion; Minimalismus in reinster Form. K.r.m. Mooney konzentriert sich auf die Wechselwirkungen von Objekten, Körpern und Raum und dabei beobachtbare und nicht wahrnehmbare Eigenschaften organischer Materialien. Sie verarbeitet typischerweise Metalle und Pflanzen und industrielle Medien wie Stahlseile und -drähte. Der Hintergrund der Künstlerin gibt Aufschluss über die strukturellen Fähigkeiten und Potenziale dieser Materialien sowie über die Auswirkungen von Zeit, Temperatur und Nachbarschaft. Wir BraunschweigerInnen und unsere Gäste in der Stadt sollten sich vorurteilsfrei auf die Künstlerin einlassen. Es ist erfrischend, dass wir ihre Installationen in unseren Mauern zeigen dürfen.

"Die Präsentation im Kunstverein Braunschweig ist die erste institutionelle Einzelpräsentation von K.r.m. Mooney in Europa." (Kunstverein)

Lesen sie dazu auch "Ohne direkten Zugang" von Bettina Maria Brosowski

Band Bluespower wieder in der Brunsviga

Einladung zum kommenden Samstag mit der Band "Bluespower" zur Homerun-Party in der Brunsviga, Beginn: 20.30 Uhr.

Der Gaststar hat es faustdick hinter den Ohren, denn er wurde sieben Jahre hintereinander zum besten Bluesgitarristen Englands gewählt und war Bandleader in der Band von Ike Turner. BB King, Otis Rush, T-Bone Walker zählten zu seinen Einflüssen, die er auf der Bühne lebt. Die Rede ist von Otis Grand. Bluespower präsentiert am 27.1.2018 mit Otis Grand wieder einen Hochkaräter der internationalen Bluesszene. Knisternde Spannung und ein hochexplosives Gemisch Rhythm´n´Blues wird garantiert. Wie in den letzten Jahren ist auch wieder Geza Gal mit von der Party, um mit einem Bläsersatz für weiteren Schub zu sorgen.

Der nächste Termin:

6. Feb. , 19.30 Uhr : Heimspiel in der Linde in Wenden, Hauptstraße 11, mit dabei: Helge Preuß, Fritz Köster und erstmals Tony Pop, der bringt ein Instrument mit, das hatten wir bei des Sessions noch nie.

Additional information