Nachtgespräche im Braunschweiger Dom

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie vor zwei Jahren soll der Dom in der Nacht der Kirchen am 23. September Ort des Austauschs und Gesprächs sein. Gemeinsam mit der Diakonie Braunschweiger Land laden wir ein, nicht übereinander, sondern miteinander in den Nacht/t/Gesprächen zu reden. Im Anhang finden Sie unsere Gäste aus den Bereichen von Politik und Wirtschaft, von Ehrenamtlichen Helfer/innen und Menschen, die hier ihren Neuanfang gestalten wollen. Im verwandelten Dom werden Tische zu Gesprächen bei Essen und Trinken einladen.

Herzlichen Dank und viele Grüße, Katja Witte-Knoblauch

Veranstaltungen im Cafe Kreuzgang

Altes Fenster des Kreuzgangs zum Innenhof Foto: U.Meier

 

Lassen Sie sich im Ambiente des Café Kreuzgang an der Brüdernkirche verwöhnen:

 

Freitag, 22.09.2017, 19.00 Uhr

Musikalische Lesung "In jenem Garten, wo ich früher war..."

Lesung: Sabine Dreßler

mit musikalischer Gestaltung von Jürgen Osterloh (Bass) und Wolfram Bäse-Jöbges (Percussion)

 

Donnerstag, 28.09.2017, 19.00 Uhr

Klassik im Kreuzgang:
„30 Minuten Bach aus dem Wohltemperierten Klavier“ der Braunschweiger Nachwuchspianistin Tsuzumi Namikawa

Freitag, 06.10.2017, 19.00 Uhr

Musik im Kreuzgang von Klassik bis Jazz. Es spielen Kinder und Jugendliche von Kinder-Klassik e.V.

 

Freitag, 13.10.2017, 19.00 Uhr

Saxofonklänge mit Reinhard Schiel

 

 

Eintritt: 7 Euro, (ermäßigt 4 Euro)

 

Eingang Schützenstraße 22, Einlass ab 18.30 Uhr

 

Wir freuen uns auf Sie und verbleiben

 

Teuflische Damen, entblösste Herren. Shaw’s „Heartbreak House“ im Staatstheater

Als böse Seele des zivilisatorischen Abgesangs führt Guinness (Saskia Taeger, rechts) die Zuschauer durch ein anspruchsvolles Salonspiel voller Tiefgang. Foto: Birgit Hupfeld

Wenn man den Theatergänger nach dem Besuch der „zornigen Komödie“ fragt: „Mal ehrlich. Worum geht es eigentlich in Shaw’s Haus der gebrochenen Herzen?“, bekommt man vermutlich ein verlegenes Stammeln zu hören. Und schaut in ein unglaublich glückliches Gesicht, dessen Mundwinkel ein Lächeln umspielt. Continuity im Storytelling? Fehlanzeige. Roter Faden? Gibt’s nicht. Klare politische Botschaft? Nebulös. Durchgehender Konflikt? Nicht erkennbar. Tabellentauglicher Spiel-Endstand? 1:1:1:....

Umso bemerkenswerter, dass die neue Generalintendantin Dagmar Schlingmann sich das selten gespielte, sperrige und fast hundert Jahre alte Werk des irischen Dramatikers George Bernhard Shaw aussuchte, um ihren Einstand als Regisseurin am Braunschweiger Haus zu geben. Und daraus einen Theaterabend macht, der zu Recht mit über zehnminütigem Beifall belohnt wird.

Braunschweiger Filmfestival gibt Wettbewerbsfilme bekannt

Die Kandidaten für den Publikumswettbewerb des 31. Internationalen Filmfestival Braunschweig (17.-22. Oktober 2017) stehen fest. Zehn Produktionen aus zehn Ländern gehen ins Rennen um den mit 10.000 Euro dotierten Preis „Der Heinrich“ für europäische Debüt- und Zweitfilme, darunter acht Deutschland-Premieren.

„Es hat sich erfreulicherweise ergeben, dass wir fünf Filme von Regisseurinnen und fünf Regisseuren nominieren, ohne dass wir eine Quote im Augen hatten“, so Festivaldirektor Michael P. Aust. „Offensichtlich ist die filmische Gleichberechtigung bei der Regie in anderen Ländern weiter als in Deutschland“.

Das Preisgeld von 10.000 Euro geht je zur Hälfte an den Regisseur und den deutschen Verleih. Den Preis stiftet der Festival-Hauptsponsor Volkswagen Financial Services. Der Gewinnerfilm wird auf der Preisverleihung am Samstag, 21. Oktober im Braunschweiger Staatstheater bekannt gegeben.

Die neue Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel

Das neue Gedenkstättengebäude in der JVA Wolfenbüttel. Gut erkennbar ist das große Fenster aus der Perspektive des Innenhofes. Rechts die Gefängniskirche. Foto: Winkelmüller

Deutschland und Niedersachsen sind 78 Jahre nach Kriegsende bereit, der Gedenkstätte in Wolfenbüttel einen Neubau zu geben. Das Gebäude, für das der Grundstein gelegt wurde, ist vom Architekturbüro Winkelmüller geplant worden. Es wird 4,1 Mio Euro kosten. Mit entsprechender Ausstattung etwa 5 Mio.

Die drei Orte der Gedenkstätte liegen voneinander entfernt. Teilweise im Gefängniskomplex und zukünftig auch teilweise außerhalb - jedenfalls von außen jederzeit begehbar. Das ist neu, denn bisher mussten sich Besucher 14 Tage vor dem Besuchstemin anmelden, denn die Gedenkstätte befand sich im Sicherheitsbereich.

Blick von Innen durch das Fenster der Gedenkstätte auf das Hinrichtungsgebäude. Foto: Winkelmüller

Damit die Besucher des neuen Baus zukünftig einen Gesamteindruck von der Gedenkstätte bekommen können, hat der Architekt eine großes Fenster in Richtung Hinrichtungsstätte, die auch zur Gedenkstätte gehört, vorgesehen. Damit die Besucher nicht in die Privatsphäre der Häftlinge eindringen, kann das Fenster geschlossen werden, wenn sich Häftlinge im Hof aufhalten. Eine multimediale Wand zeigt dann das Verborgene.

Wie Kinder Luther deuten

Schüler im HAUM: Rund 270 Kinder eroberten den Musentempel. Museumsleiter Prof. Dr. Luckhardt freute sich über eine verdoppelte Besucherfrequenz seit der Neueröffnung. Foto: Klaus Knodt

Je oller, so doller – diese Weisheit hat sich offenbar auch ins Niedersächsische Kultusministerium verbreitet. Ganz zufällig vor Bundes- und Landtagswahl beschert Kultusministern Frauke Heiligenstadt (SPD) dem Herzog Anton Ulrich-Museum daher einen Moment ihrer Anwesenheit, um eine Schüleraussstellung zum Thema „Luther“ zu eröffnen.

Nacht der Kirchen

Flyer

10 Innenstadtkirchen öffnen ihre Türen zur 2. Ökumenischen Nacht der Kirchen in Braunschweig. „Neu anfangen“ ist das diesjährige Motto. Neuanfänge kennen und brauchen alle Menschen, ob sie sie mit oder ohne Gott suchen und finden.

Wir möchten noch darauf hinweisen, dass 

die Kirche St. Ulrici-Brüdern und das Café Kreuzgang auch geöffnet sind!!

In der Zeit von 19.30 bis 23.00 Uhr haben Sie die Möglichkeit, bei freiem Eintritt, die Ausstellung in der Brüdernkirche zu besuchen und/oder sich im Café Kreuzgang verwöhnen zu lassen.

Kostenlose Kurzführungen durch die Ausstellung mit Frau Gabriele Canstein werden um 20.00 Uhr / 21.00 Uhr / 22.00 Uhr angeboten.

Reformation in Deutschland

Ausführliche Informationen

Atelierbesuch - Esra Oezen zu Gast im Antoniensaal von Schloss Wolfsburg

Foto und copyright: Esra Oezen

Esra Oezen

Wann? 13/09/2017um 19 Uhr

Wo? Antoniensaal von Schloss Wolfsburg, Schlossstr. 8, 38448 Wolfsburg

An Orten der Stille den Klängen nachspüren

Die Wiener Künstlerin Ulla Rauter installierte auf dem Friedrich Wilhelm-Platz einen „Stillekompass“. Er zeigt inmitten des Lärms in Echtzeit an, wo es in Braunschweig gerade am Leisesten ist.

Foto: Klaus Knodt

Sie gelten als Plätze der ewigen Ruhe. Doch Braunschweigs Friedhöfe führen ein klangliches Eigenleben: Da schallt Kinderlachen vom nahen Schulhof herüber. Gedämpft durch uralte Bäume, dringt der Motorenlärm eines Baggers und das monotone „Toc-toc-toc“ des Rüttlers zu den Gräbern. Und immer, wenn die Ampeln an der Hauptstraße auf Grün Springen, brandet das Grundrauschen einer anlaufenden Motorenmasse heran.

Und dann herrscht plötzlich sekundenlange Ruhe. Die alltägliche Zivilisations-Kakophonie stoppt abrupt und öffnet Freiräume für die meist überhörten Geräusche der Natur in der Stadt: Windrascheln, das Aufprallen eines Tannenzapfens auf dem Boden, Kleintiere im Herbstlaub - bis für Sekunden auch diese leise Symphonie der Natur verstummt. Die Stille über den Gräbern darf sich beklemmend zu unendlicher Spannung steigern.