Internationalität Braunschweigs?

Leserbrief an die BZ, verstümmelt abgedruckt.

Mir macht vor allem die mangelnde "europäische Relevanz" und fehlende Internationalität dieser Stadt Sorge. Die moderne Welt entwickelt sich immer mehr auf internationale Kultur hin. Das bedeutet aber, dass man seine eigenen Hausaufgaben am Ort gemacht haben muss.

Daher frage ich die Stadtoberen:

- Was ist in unserer Stadt aus der Agenda 21 geworden?
- Was wird aus dem Braunschweiger Gedenkstättenkonzept zum II. Weltkrieg?
- Wieso wurde von der Stadt die bereits geplante Wehrmachtsausstellung nach ihrer Neufassung nicht weiter verfolgt?
- Welche Aufgaben hat die Stadt aus ihrer Mitgliedschaft im Hiroshima-Städtebund realisiert?
- Fährt Herr OB Hoffmann nach New York mit den vielen anderen "Bürgermeistern für den Frieden", um Druck auf die Überprüfungskonferenz zur Nichtverbreitung von Atomwaffen auszuüben? Mehrere 100 deutsche Gemeinden haben hierzu Beschlüsse gefasst.
- Welche kulturellen Veranstaltungen plant die Stadt zur 60-jährigen Wiederkehr der Auslöschung Hiroshimas und Nagasakis?
- Was tut die Stadt dieses Jahr für ihre Partnerstädte?
- Wann gibt es mal einen internationalen politischen Kongress in dieser Stadt?

Fragen über Fragen zu unserer Internationalität! Oder bleiben wir Provinz?

Mit freundlicher Empfehlung
Frieder Schöbel

Die Fragen, die sich mit den Pflichten des OB befassen, wurden von der BZ herausgenommen.


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