Konstantin Wecker und „Wissenschaft & Frieden“ erhielten Göttinger Friedenspreis 2018

Pressemitteiling Der Göttinger Friedenspreis 2018 geht zu gleichen Teilen an den Liedermacher Konstantin Wecker aus München und an die Redaktion der Zeitschrift Wissenschaft & Frieden (W&F) in Bonn. Der mit jeweils 2.500 Euro dotierte Preis wird in diesem Jahr zum 20. Mal verliehen.

Konstantin Wecker hat sich während seiner künstlerischen Karriere immer auch politisch engagiert und sich in vielen Liedern mit dem politischen Tagesgeschehen auseinandergesetzt. Er gibt Konzerte gegen rechte Gewalt, empört sich über Politiker wie Donald Trump, Recep Tayyip Erdoğan und Marine Le Pen und ist in der Flüchtlingshilfe aktiv. Darüber hinaus ist er Ehrenvorsitzender der Göttinger Menschenrechtsorganisation „Initiative für eine humane Welt e.V.“, die einen Beitrag zur Entwicklung einer ökologischen, sozialen, demokratischen und friedensfähigen Gesellschaft leisten will. Wissenschaft & Frieden ist eine interdisziplinäre Wissenschaftszeitschrift für Friedensforschung, Friedenspolitik und die Friedensbewegung. Sie erscheint seit 1983 und berichtet zu friedenspolitischen, militär-strategischen und rüstungstechnischen Fragen aus naturwissenschaftlicher, politikwissenschaftlicher, sozialwissenschaftlicher, psychologischer und ethischer Sicht. Ihre Autorinnen und Autoren untersuchen Gewaltursachen und -verhältnisse, beziehen Position zur Verantwortung der Wissenschaft und thematisieren Wege und Möglichkeiten zur zivilen Konfliktlösung, zur Wahrung der Menschenrechte und zur Zukunftssicherung.

Stifter des Göttinger Friedenspreises ist der 1997 verstorbene Göttinger Wissenschaftsjournalist Dr. Roland Röhl. Röhl hatte sich als Journalist vor allem mit Fragen der Sicherheitspolitik sowie der Konflikt- und Friedensforschung beschäftigt und in seinem Testament verfügt, dass sein Nachlass zur Bildung eines Stiftungs-vermögens verwendet wird. Weitere Informationen sind unter http://www.goettinger-friedenspreis.de/ zu finden.  

„Ist Braunschweig schon fahrradfreundlich – oder geht noch mehr?"

Dieses Fahrrad ist für den modernen Radverkehr nicht mehr zu gebrauchen. Foto Uwe Meier

Informations- u. Diskussionsveranstaltung am 22. März im „Haus der Kulturen“

Heinrich Strößenreuther aus Berlin als Referent des Abends

Die Stadt Braunschweig ist seit einigen Jahren Mitglied in der „Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen/Bremen e.V.“. Politik und Wirtschaft werden zudem nicht müde zu betonen, in der Region sei – wie nirgendwo sonst - die Mobilitätsforschung zuhause. Aber: Wie fahrradfreundlich ist Braunschweig wirklich ? Und vor allem: Geht vielleicht noch mehr?

Dieser spannenden Frage geht eine Informations- und Diskussionsveranstaltung nach, die am 22. März um 19 Uhr im „Haus der Kulturen“ (Nordbahnhof) stattfindet. Gemeinsame Veranstalter sind der ADFC Braunschweig, der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und das braunschweiger forum e.V.

Als Referent konnte Heinrich Strößenreuther aus Berlin gewonnen werden, Initiator des „Volksentscheids Fahrrad“ und Wegbereiter für das erste Mobilitätsgesetz in einem Bundesland. Er wird nicht nur über die Geschichte und Erfahrungen dieses Entscheids berichten, sondern auch darstellen, wie die Radverkehrsförderung in Braunschweig politisch ein größeres Gewicht bekommen kann.

Nach dem Vortrag soll intensiv diskutiert werden, welche Ideen und Elemente sich auf Braunschweig übertragen lassen und welche Prioritäten die Stadt zusammen mit allen Akteuren in den nächsten Jahren setzen sollte.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

 HINWEIS

Braunschweigs fahrradfreundliche Seiten:

- ein umfangreiches Netz von straßenbegleitenden und Radwegen in d. Grünanlagen

- Ausbau des Ringgleis-Weges auf jetzt 11 Kilometer Länge

- Zulassung von Radgegenverkehr in zahlreichen Einbahnstraßen

- Ausweisung zahlreicher Fahrradstraßen rund um die Innenstadt

- eine stadtweite Radwegweisung auch über attraktive Nebenstraßen

- neue Signalgeber für den Radverkehr an zahlreichen Ampeln

- eine vielgenutzte Radstation am Hauptbahnhof

- das neue Serviceangebot „Heinrich, der Lastenlöwe“

- hohe Teilnehmerzahlen beim „Stadtradeln“ und bei „Critical Mass“

 

 Braunschweig - fahrradfreundlich ?

von Hans-W. Fechtel / AG Radverkehr des braunschweiger forum

Seit 1½ Jahren ist die Stadt Braunschweig nun Mitglied in der „Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- freundlicher Kommunen Niedersachsen/Bremen e.V.“ (AGFK). Dieses – mittlerweile ca. 40 Kommunen umfassende und von den Landesregierungen finanziell unterstützte - Netzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, die Radverkehrsförderung in Niedersachsen und Bremen nachhaltig voranzubringen und die Kommunen dabei personell, finanziell und materiell zu unter-stützen. Die AGFK macht eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit, organisiert Fortbildungs-veranstaltungen und bietet den Kommunen Beratung und Hilfestellung rund um alle Themen des Radverkehrs an.

Viel ist von diesen vielfältigen Angeboten in Braunschweig aber noch nicht angekommen. In der 40-seitigen Broschüre „Fahrradland Niedersachsen 2016“ vom November 2016 ist Braunschweig lediglich mit einem halbseitigen Artikel zum Ringgleis (!) erwähnt. Und zu einer Zertifizierung als „fahrradfreundliche Kommune“ hat es bisher auch nicht gelangt.

Wie bereits in unserem „Memorandum Fahrradfreundliche(re)s Braunschweig“ vom Dezember 2015 dargelegt, trügt wieder einmal der schöne Schein. Denn weder mit ihrem fortschreibungsbedürftigen Radverkehrskonzept von 1994 (!) noch mit ihren aktuellen Bauleistungen zum Radverkehr ist die Stadt vorne dabei. Im Gegenteil: seit 2-3 Jahren tritt man – den Alltagsradverkehr betreffend – weitgehend auf der Stelle. Vom Schwung der Jahre zw. 2005 und 2010 (mit der Realisierung der stadtweiten Radverkehrswegweisung, der Aus-schilderung zahlreicher Fahrradstraßen und der Imagekampagne „Kopf an- Motor aus !“) ist man weit entfernt ! Stattdessen endlose Diskussionen um die neuen Fahrradampeln und die Sinnhaftigkeit von Schutzstreifen auf Hauptverkehrsstraßen!

Das nachlassende Engagement der Stadt bei der Radverkehrsförderung schlägt sich auch in den Ergebnissen des „Fahrradklima-Tests 2016“ nieder. Die 1.064 Befragungsteilnehmer-Innen (fast 250 weniger als im Jahr 2014 !) beurteilten die Fahrradfreundlichkeit der Stadt mit der Gesamtnote 3,67 (2014: 3,76). Im Gegensatz zu anderen AGFK-Mitgliedsstädten wie Göttingen (Gesamtnote: 3,32), Oldenburg oder Wolfenbüttel (Gesamtnote jeweils: 3,50) ist in BS aber keine Aufbruchstimmung mehr erkennbar, sondern allenfalls ein „Weiter so !“. Daran ändern auch die lobenswerten Ausbauplanungen für den Ringgleis-Weg nichts.

Deutlich wurde dies auch an den „braunschweiger fahrradtagen“, die in diesem Jahr faktisch nur noch an einem Tag (nämlich am 13. Mai) stattfanden. Ein Fahrradrennen rund um das Rathaus fanden die BesucherInnen ebenso wenig wie die ausgeschilderte RadTOUR des ADFC. Stattdessen radelte man am 14. Mai zum Museumsfest nach Salzgitter-Salder! Das ist zwar lobenswert (wie auch die Ausschilderung des Städtepartnerschafts-Radweges BS-Magdeburg), bringt uns vor-Ort aber nicht wirklich voran !

Um nicht missverstanden zu werden: Ich sage nicht, dass Braunschweig fahrradunfreundlich wäre. Aber gemessen an den eigenen Ansprüchen, dürften es schon etwas mehr städtische Aktivitäten sein ! Wenn sich die städtische Radverkehrskommission aber gerade noch einmal jährlich trifft, sagt das eigentlich alles! Warum nutzt man nicht stärker den Sachverstand der örtlichen Akteure (ADFC, AG Radverkehr des bs-forum, Planungsbüros)?

Ein neuer Aufbruch und ein stärkeres Engagement für den Radverkehr müssen her ! Packen Sie und wir es an !

Slow Food Veranstaltung bei "Heimatrausch" in der Schlosspassage

Der Braunschweiger Schokoladenlöwe und seine Friedensmission in Kolumbien

Slow Food Braunschweiger Land lädt zu einer Entdeckungsreise ein am Donnerstag, 22. März, 18 Uhr bei "Heimatrausch" in der Schlosspassage Braunschweig: Es gibt sie noch, die Manufakturen, die auf schonende und traditionelle Herstellungsverfahren Wert legen und ganz besondere Produkte in kleinen Serien entstehen lassen. Brigitte Quast trägt sie aus ganz Deutschland zusammen und bietet sie in ihrem Geschäft "Heimatrausch" an. So gehört auch der Schokoladenlöwe von Fair-in Braunschweig unbedingt dazu, der seit 2016 in Braunschweiger Geschäften angeboten wird. Sein Geburtshelfer, der Biologe und Umweltaktivist Dr. Uwe Meier erzählt an diesem Abend die spannende Geschichte, wie der "Kakao des Friedens und der Hoffnung" aus den Urwaldgärten Kolumbiens für den Schokoladenlöwen nach Braunschweig kommt und wie sich die Friedensmission mit dem Urwaldkakao der Kleinbauern weiter entwickelt. Anmeldung bitte bis 18.März per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Telefon:0531-1233790.

Slow Food Braunschweiger Land, Astrid Oberthür, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Telefon 0531-896220

Sigmar Gabriel, der sensible Machtmensch hat verloren

Na und, macht doch nichts. Das macht ihn eher sympatischer als zuvor im Rattenrennen der Politik

Sigmar Gabriel ist ein Mann aus unserer Region. Viele kennen ihn aus unterschiedlichen Bezügen. Auch noch aus Zeiten, in denen er nicht prominent war. Gerhard Schöder hat ihn geschätzt, weil Gabriel ein herausragender Rhetoriker war und ist. Es wird kolportiert, dass Schröder nur wegen Gabriels Reden in die Landtagssitzung ging, wenn er an den Sitzungen mal nicht teilnehmen konnte. Es war halt ein Genuss ihm zuzuhören.

Gabriel hat nie eine Wahl gewonnen - außer die SPD internen natürlich. Trotz Parteivorsitz trat er zu zwei Bundestagswahlen nicht mal an. Er ließ Steinbrück und Schulz den Vortritt. Das ist bei diesem hochsensiblen Machtmenschen schon bemerkenswert.

Sigmar Gabriel kann sicher vieles. Er war Ministerpräsident von Niedersachsen, Umweltminister, Wirtschaftsminister, Außenminister, Vizekanzler, SPD-Vorsitzender. Das alles war er mal. Was Gabriel aber sicher nicht war und kann, ist Team. Darüber und über vieles mehr schreibt Bernd Ulrich in ZEIT online.

Gründungsaufruf: Zeit für Gerechtigkeit

Als Linker kann man in diesen Zeiten leicht verzweifeln. Die Rechten werden in Europa stärker, eine rot-rot-grüne Mehrheit im Bund ist in weiter Ferne und die SPD schleppt sich in eine Große Koalition. Eine Politik der Gerechtigkeit für Mensch und Natur, also auch der Generationengerechtigkeit, ist von ihr kaum zu erwarten.

Linke Politiker und Aktivistinnen um den SPD-Bundestagsabgeordneten Marco Bülow geben darauf nun eine eigene Antwort: Sie gründen die „Progressive Soziale Plattform“, um Menschen zu vernetzen, die eine soziale, progressive Politik wollen. „Wir haben die Hoffnung, einiges bewegen zu können, gerade in der Zeit, wo viele enttäuscht sind“, sagte Bülow am Mittwoch. Das Ziel ist zunächst 5000 UnterstützerInnen zu finden. Hier können sie unterschreiben: https://www.plattform.pro/

 

Zum Weltfrauentag: Paritätischer kritisiert mangelnden Schutz vor Gewalt und vielfältige Benachteiligung von Frauen

Frauen und Mädchen sind nach wie vor in vielen Bereichen der Gesellschaft strukturellen Benachteiligungen ausgesetzt. Insbesondere im Bereich des Schutzes vor Gewalt gebe es nach wie vor Schutzlücken, kritisiert der Paritätische Wohlfahrtsverband anlässlich des Weltfrauentags und fordert die Bundesregierung auf, endlich Zugang zu Zuflucht und Hilfe für alle von Gewalt betroffenen Frauen und ihre Kinder in Deutschland zu garantieren.

Kriegshetze in BILD

In der heutigen „Bild“ wird in unglaublicher Weise wieder Kriegshetze betrieben. Und das geht so: „Bild“ zeigt ein neunjähriges Kind, das durch Bomben ermordet wurde. Darunter steht: „Hala war neun Jahre alt, als sie ermordet wurde. Verschüttet nach einem Luftangriff am Samstag. Getötet von Assads und Putins Bomben. Eines von 500.000 Opfern, die im Syrien-Krieg ihr Leben verloren. Ein Krieg, bei dem die Welt seit sieben Jahren wegschaut.“ http://www.nachdenkseiten.de/?p=42772#more-42772

"Festival der Demokratie": Die Ausschreitungen rund um den Hamburger G20-Gipfel

Screenshot aus dem Trailer "Festival der Demokratie"

"Wenn man nicht hingegangen wäre, wäre das eine Bankrotterklärung gewesen" Gespräch mit den Filmemachern Lars Kollros und Alexandra Zaitseva

Der Journalist Lars Kollros und die Künstlerin Alexandra Zaitseva legen mit Festival der Demokratie einen Film vor, der die Ausschreitungen rund um den Hamburger G20 Gipfel im Jahr 2017 in teils dramatischen Aufnahmen bebildert und die juristischen und politischen Folgen mittels Interviews aufarbeitet. Interview und Trailer: Telepolis

Film: Furusato - Wunde Heimat

Am 11. März 2011, 25 Jahre nach der Explosion von Tschernobyl, beginnt im japanischen AKW Fukushima Daiichi ein weiterer Super-GAU. Die Atomkatastrophe dauert bis heute an, mit gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen von immensem Ausmaß. Mit dieser Filmvorführung möchten wir, die Organisatoren von „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ und die „regionale Energie- und KlimaschutzAgentur e.V.“, an diese Katastrophe erinnern.

Das regionale Frauennetzwerk „Frau und Beruf“ lädt zur Frauenkonferenz 2018 ein

Ankommen und weiterkommen: Das regionale Frauennetzwerk „Frau und Beruf“ lädt zur Frauenkonferenz 2018 ein

Braunschweig, 5. März 2018. Die Arbeitslosigkeit bei zugewanderten Frauen ist in Niedersachsen drei Mal so hoch wie bei deutschen Frauen. Fehlende Sprachkenntnisse und nicht anerkannte Berufsabschlüsse erschweren Frauen aus dem Ausland vor allem mit familiären Pflichten den Einstieg ins Arbeitsleben.  Vor diesem Hintergrund findet am Mittwoch, 14. März 2018 im Kulturpunkt West in Braunschweig die 4. Regionale Frauenkonferenz statt. Frauen unterschiedlicher Herkunft berichten dort über ihren eigenen beruflichen Werdegang. Sie teilen an Infoständen und in Gesprächsrunden ihre Erfahrungen zum Wiedereinstieg ins Berufsleben, zur Anerkennung von Leistungsnachweisen, zur generellen Integration in ihre neue Heimat und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Veranstalter sind die regionalen Koordinierungsstellen und Jobcenter, der DGB Region SüdOstNiedersachen, die Stadt Braunschweig, die Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar sowie die Allianz für die Region GmbH. Anmeldungen sind noch möglich bis 9. März 2018 per E-Mail oder telefonisch an Katrin Rudolph von der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar (E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Telefon 0531/2071880).

Von 10 bis 13 Uhr lädt das regionale Frauennetzwerk „Frau und Beruf“  Frauen zum Netzwerken und Erfahrungsaustausch ein. Auf das Grußwort von Dr. Carola Reimann, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, folgt eine moderierte Gesprächsrunde zum Thema „Mein Weg“. Anschließend können die Teilnehmerinnen miteinander ins Gespräch kommen, sich informieren und beraten lassen sowie Kontakte knüpfen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fragen, wie ein Wiedereinstieg nach der Elternzeit gelingt, wie ausländische Schul- und Berufsabschlüsse anerkannt werden, welche Rolle Sprache und Sprachförderung bei der Integration spielt, welche interkulturellen Kompetenzen gefragt sind und wie man ohne Abitur studieren kann. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

 

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