Radikalenerlass - ein unrühmliches Kapitel in der Geschichte Niedersachsens

 

Radikalenerlass - ein unrühmliches Kapitel in der Geschichte Niedersachsens - endlich Kommission zur Aufarbeitung der Schicksale der von Berufsverboten betroffenen Personen einrichten

 Antrag der Fraktion der SPD und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen -Drs. 17/1491

 Der Ausschuss für Inneres und Sport empfiehlt dem Landtag, den Antrag in folgender Fassung anzunehmen:

 Entschließung

Der Landtag wolle beschließen:

Am 28. Januar 1972 beschloss die Ministerpräsidentenkonferenz unter dem Vorsitz des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt den sogenannten Radikalenerlass. Zur Abwehr angeblicher Verfassungs feinde sollten „Personen, die nicht die Gewähr bieten, jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung einzutreten“ aus dem öffentlichen Dienst ferngehalten bzw. entlassen werden. Vollständige Entschließung

Literatur mit Musik: Genießen für den guten Zweck

Am 4. Mai, um 19 Uhr, liest die Braunschweiger Freizeitliteratin Annie Sonnenberg aus ihrem FanFiction-Kriminalroman "Caine und die Priesterin". Der Abend wird abgerundet durch Gitarrenmusik von Christa van Maaren und Anja Wiegard.

Zum Buch: Chinatown, um die Jahrtausendwende. Drei katholische Priester wurden ermordet. Können der buddhistische Apotheker und sein Sohn zwischen Schuld und Unschuld unterscheiden?

Der Roman lädt den Leser ein, die Ermittlungen der Polizei zu begleiten und dabei in die Erfahrungs- und Gedankenwelten zweier Kulturen einzutauchen. Vor allem aber zeichnet das Buch eines aus: Melodiöse Sprachführung für Liebhaber gehobener Unterhaltung.

Die Veranstaltung findet im Gemeindezentrum St. Johannes Baptista (Im Winkel 4, 38110 Braunschweig-Wenden) statt. Für kleine Erfrischungen wird gesorgt.

Der Eintritt ist frei. Spenden für den Rechtshilfefonds Strahlenschutz e.V. werden erbeten.

 

Wenn die Untoten reden, werden wir auf dem Friedhof die Wahrheit ausgraben. Teil 7

Die Jubelhymnen nach 10 Jahren Schlossarkaden sind gesungen. Natürlich ist unter dem Strich alles gut. Bedauerlich, dass die historisch gewachsene Innenstadt unter den Schlossarkaden leidet. Aber so genau will man es nicht wissen. Vielleicht hat ja ECe als Geschäftsführer der Passagen einen gewissen Einfluss gehabt auf die nunmehr marode Situation, um das ECE-Center ("Schloss") zu bevorteilen?

Der Braunschweig-Spiegel entschloss sich, die Kitiker zu Wort kommen zu lassen, denn Vieles darf nicht unwidersprochen bleiben. Um der Legendenbildung im Streit um den Schlosspark und dem Bau der riesigen Kaufhalle  etwas entgegen zu setzen, gräbt der Braunschweig-Spiegel in seinen Dokumenten, um die Wahrheit auszugraben und lässt widerständige Bürgerinnen und Bürger zu Wort kommen.

Ein Märchen wird wahr - Anregungen und Bedenken zur Weihefeier des Schlosses

Wenn die Untoten reden, werden wir auf dem Friedhof die Wahrheit ausgraben. Teil 6

Es ist der Aufbau der Schlossfassade und das ist dann das Schloss

Zur Einweihung der Schlossarkaden sagte Ex- OB Dr. Hoffmann folgendes und ruderte zurück: „Es ist natürlich nicht das alte Schloss. Das weiß doch jeder. Weder ist es komplett aufgebaut noch wohnt der Herzog drin. Es ist der Aufbau der Schlossfassade und das ist dann das Schloss. Und das andere ist die Schloss-Arkade.“ Quelle: Das Shopping-Schloss“ im NDR am 1.April 2007. Welche Verachtung der BürgerInnenschwingt in diesem Satz mit.

Die Schlossfassade, Motive und Kosten
Bekanntlich gibt es oft bei Entscheidungen die edlen und die wahren Motive.

Das edle Motiv: Braunschweig sollte mit dem Schloss ein Stück Identität wiedergegeben werden. Die Bürger sollten ihr Schloss wiederhaben, das sie angeblich so sehr herbeisehnten.

Das wahre Motiv: Es sollte ein neues Kaufhaus in die Stadt und damit ein Großinvestor. Den Bürgern konnte ein Kaufhaus anstatt des Schlossparks nur nahe gebracht werden, wenn sie dafür ein Schloss bekommen, was sie dann ja nicht bekamen.

Natürlich durfte die Schlossfassade der Stadt nichts kosten. Aber ECE wollte die 13,5 Mio. teure Fassade auch nicht bezahlen. Und so zahlte die Stadt doch! Entgegen den Verlautbarungen aus der Verwaltung, erhielt die Stadt die Schlossfassade nicht zum Null-Tarif, sondern finanzierte sie aus den Einnahmen aus dem Schlossparkverkauf. Die Fassade ist dabei nicht etwa Eigentum der Stadt, sondern Eigentum von DEKA, der Eignerin der ‚Schloss-Arkaden’. Der Stadt, also dem Bürger gehört gar nichts, nicht mal die Fassade und schon gar nicht die Brunonia.

Fazit: CDU, FDP und OB Hoffmann haben der Bevölkerung Braunschweigs nicht die Wahrheit gesagt! Das Schloss ist eine unvollständige Fassade mit angemieteten Funktionsräumen. Die Stadt Braunschweig hat die bezahlt und Eigentümerin ist die DEKA. Dem Bürger wurde nichts zurückgegeben, der Schlosspark wurde vielmehr verkauft. Dem Bürger der Stadt gehört nichts, auch nicht die Brunonia, die ja angeblich den Braunschweigern von der Borek-Stiftung zurückgegeben werden sollte. Die Borek-Stiftung bekommt die Eintrittsgelder für die Besichtigung  der Brunonia und wir Bürger tragen vertragsgemäß die Kosten.

 

Wer hat die Schlossfassade bezahlt?

Wer kann diesem Mann noch trauen? (Erste Betrachtung) von Andreas Matthies

Wenn die Untoten reden, werden wir auf dem Friedhof die Wahrheit ausgraben. Teil 5

Das "Schlossmuseum", das sich natürlich im "Schloss" befindet, ist der Anziehungspunkt schlechthin, um die herzogliche Pracht in einem 1:1rekonstruierten wirklichen Schloss in Braunschweig deutlich werden zu lassen. Natürlich sind die Räumlichkeiten 1:1 rekonstruiert. Oder vielleicht doch nicht? BürgerInnen der Stadt betrachten diese Behauptung etwas genauer:

Feiern wie die Welfen? - ach egal! von M. Witte (Achtung Realsatire)

‚Ist das Parkett neu, oder haben die es nur abgeschliffen?’ (Achtung! Keine Satire)

Braunschweig jetzt mit Schlossmuseum von K. Schmieding

Schluss mit dem Schlossmuseum - eine ungeordnete Polemik von Lord Schadt

Bleibt den Braunschweigern nichts erspart? von Gisela Meier-Drawe und Sigrid Probst

Was sagt uns das neue Schloss-Museum? von Gisela Hartwig

Gedenkorte zur NS-Geschichte

Anlässlich des Jahrestages zur Befreiung Braunschweigs am 12. April 1945, organisiert das Friedenszentrum Braunschweig e.V. in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Andere Geschichte wie in den letzten Jahren wieder einen Rundgang zu Gedenkpunkten zur NS-Geschichte in unserer Stadt.

Die etwa zweistündige Führung beginnt am ehemaligen „Judenhaus“ Ferdinandstraße 9. Entlang des Kalenwalls und vorbei an der Synagoge in der Steinstraße führt der Rundgang über den Kohlmarkt in die Innenstadt zum Dom und erinnert an zahlreichen Orten an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Die Führung ist kostenlos

Treffpunkt: Ferdinandstraße 9, Sonntag 9.4.2017, 15.00 Uhr

Führung: Silke Böhme

 

Wenn die Untoten reden, werden wir auf dem Friedhof die Wahrheit ausgraben. Teil 3

Die Schloss-Allianz "1:1 original"

Dazu ein Leserbrief der "Schloss-Allianz": "Das meistbesuchte Schloss der Welt"

Eigentlich hatte der Braunschweig-Spiegel nicht vor das Thema "Schloss" und Schlossparkvernichtung zu thematisieren. Doch die Veranstaltung in der IHK am vergangenen Montag mit den Befürwortern der Schlossarkaden bei einer Gegnerschaft (Herr Wrensch von Graff) und die endlosen Beiträge des Ex-OB mit seinen peinlichen Rechthabereien und die einwöchige Berichterstattung der BZ zu dem Thema, veranlasst den B-S, das Thema Kaufschloss wieder auszugraben, um Legendenbildungen vorzubeugen. Ein endloses Archiv steht zur Verfügung, von denen nur Ausschnitte hervorgeholt werden. In den Genuss neuer aufklärender Beiträge wird die geneigte Leserschaft jedoch auch kommen.

Gentechnikexperimente im Kinderzimmer

Es ist kinderleicht. Ist es aber auch unproblematisch? Oder soll das Kinderzimmer die Ängste vor der Gentechnik abbauen: das wäre ein genialer Marketingtrick, um die kritische Stimmung in Gesellschaften zu verändern. Jedenfalls kann man nun gentechnische Experimente im Kinderzimmer durchführen mit einfachen Experimentierbaukästen. Der Markt, der ja angeblich alles regeln kann, schreckt vor nichts zurück. Zum Glück ist das in Deutschland verboten.

Lesen sie hier: "Gentechnik mit Biologiebaukästen: Einfach, aber möglicherweise strafbar"

"Warnhinweis: Krankheitserreger im Gentechnik-Biologiebaukasten des Herstellers „The ODIN“ nachgewiesen"

 

Wolf Biermann im Staatstheater: Einblicke in die „Wartehalle zur Weltrevolution“

Laut, polternd, sarkastisch und meinungsstark: Wolf Biermann präsentierte sich im Staatstheater in Bestform. Foto: Marcus von Bucholz

Nun ist er 80 Jahre alt, und noch immer kein bisschen leise. Aggressiv und schnodderig wie eh und je, in grauer Hose und schwarzer Lederjacke dahingefläzt auf einem braunen Sessel, stellte Sänger, Dichter, Liedermacher, Protestikone Wolf Biermann Sonntagabend im vollbesetzten Großen Haus seine Autobiographie vor: „Warte nicht auf bessre Zeiten!“ der Titel, der programmatisch über sein unangepasstes Sein passt.

Moderiert von Andreas Öhler (Redakteur Christ + Welt in der ZEIT) und stellenweise vorgetragen von Regisseur Manuel Soubeyrand (ein unehelicher Ziehsohn Biermanns aus dessen Verbindung mit Brigitte Soubeyran) erklärt, deutet, präzisiert Wolf Biermann Details aus seinem Leben, die sich wie ein Puzzle zum Gesamtbild des politischen Lebens in beiden Deutschlands zusammenfügen. Wenn er wütet, streitet, aber auch ironisch kommentiert, hängen die Zuhörer – vom greisen Alt-68er mit silbernem Haarkranz bis zur 20-jährigen Studentin – gebannt an seinen Lippen. Andreas Öhler warnt bereits zu Beginn des Abends: „Das ist gar keine Autobiographie, sondern ein Jahrhundertroman, aus dem man 3 Bände hätte machen können.“

Gemeinsam mit Ziehsohn Manuel Soubeyrand (rechts) stellte Wolf Biermann seine leidenschaftlich geschriebene Autobiographie im Staatstheater vor. Foto: Marcus von Bucholz