Bückeberg: Grünes Licht für NS-Dokumentationsstätte

Konflikt siehe

Der Weg für ein Dokumentationszentrum über die NS-Vergangenheit des Bückebergs bei Hameln ist frei. Das hat der Kreistag des Landkreises Hameln-Pyrmont am Dienstagabend entschieden. SPD, Grüne, FDP, Unabhängige und Linke stimmten für die Einrichtung, die Vertreter von CDU und AfD votierten gegen das geplante Konzept. Auch einige Anwohner wandten sich gegen das Projekt. Die Kritiker argumentieren unter anderem mit möglichen Folgekosten für den Landkreis. Die Debatte dauerte etwa drei Stunden. Landrat Tjark Bartels (SPD) sagte, es sei höchste Zeit, vor allem der jungen Generation zu zeigen, wie die Verführungsmechanismen der Nazis funktioniert hätten.

Nach dem Kreistagsbeschluss gibt es zwar grundsätzlich grünes Licht für das Dokumentationszentrum. Zunächst aber sollen nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen noch weitere Bürgerforen folgen. Dazu soll der Bund als zusätzlicher Geldgeber für das Projekt gewonnen werden. Der Hügel war eine der zentralen Propagandastätten der Nationalsozialisten: Zwischen 1933 und 1937 veranstaltete die NSDAP auf dem von Albert Speer gestalteten Gelände mehrere sogenannte Reichserntedankfeste - die größten Massenveranstaltungen neben den "Reichsparteitagen" in Nürnberg. 

 

„Das ist eine Reaktion auf das Versagen der traditionellen Medien“

Der Journalismus „sägt an dem Ast, auf dem er sitzt.“ Diese Auffassung vertritt Michael Meyen im Interview mit den NachDenkSeiten. Meyen, der an der Ludwig-Maximilians-Universität in München unterrichtet, kritisiert eine Entwicklung im Journalismus, die dazu führt, dass oftmals so genannte Qualitätsmedien, wie etwa die Tagesschau, nicht mehr von der Bild-Zeitung zu unterscheiden seien.
Ein Interview von Marcus Klöckner. Lesen Sie das Interview auf "nachdenkseiten.de.

10. März – Flagge zeigen für Tibet

altAuch in diesem Jahr ruft die Tibet Initiative Deutschland e.V. dazu auf, am 10. März für Tibet Flagge zu zeigen. In Tibet selbst ist es nicht nur verboten die Flagge in der Öffentlichkeit zu zeigen, schon der Besitz der Flagge ist unter der Chinesischen Besatzung strafbar.

Am 10. März erinnern sich die Tibeter an den 10. März 1959 als sich etwa 300.000 Tibeter an der Residenz des 14. Dalai Lama versammelten, um ihn vor drohender Ermordung oder Verschleppung durch die chinesichen Besatzer zu schützen. Aus deren Mitte kam es zu Protesten gegen die chinesischen Besater, die von der chinesichen "Volksbefreiungsarme" brutal niedergeschlagen wurden. Ca. 86.000 Tibeter starben. Der 14. Dalai Lama Tendzin Gyatsho muss seither im Exil leben.

"Ich führte ein gutes Leben": Zum Tod von Rose-Marie Ausmeier

Frau Rose-Marie Ausmeier, hier im fröhlichen Gespräch mit dem früheren Oberbürgermeister Werner Steffens, bei der Ausstellungseröffnung über Fritz Bauer und den Remer-Pozess. Foto: Uwe Meier

Henning Noske schrieb am 23.06.2009 in der Braunschweiger Zeitung "Fritz Bauer, der die Nazi-Verbrecher anklagte, war unser Freund." Dieses sagte ihm Frau Ausmeier, die er damals besuchte und mit ihr ein Gespräch führte.

Diese Zeilen in der Braunschweiger Zeitung waren der Beginn einer intensiven Auseinandersetzung mit Fritz Bauer, und diese Auseinandersetzung begann mit Frau Ausmeier, einer Sozialdemokratin wie sie im Buche steht. Der Braunschweig-Spiegel fuhr 2011 zu ihr nach Hause, um mit dieser Zeitzeugin zu sprechen, also mit einer Frau, die engste Beziehungen zu Fritz Bauer hatte. Sie öffnete damals ihre Schatztruhe und berichtete. Der B-S hat das dokumentiert in insgesamt zwölf Folgen über Fritz Bauer; er begann mit Rose-Marie Ausmeier, mit wem sonst?: "Fritz Bauer - ein Gespräch mit Rose-Marie Ausmeier. Folge 1

Ich hatte damals und bei gelegentlichen Treffen immer wieder das Gefühl, dass ich einer "großen Frau" gegenübersass. Sie war lebensklug ohne Aufdringlichkeit, sie war der Jugend zugewandt und politisch hoch informiert und sie war trotz körperlicher Behinderung fröhlich. "Ich führte ein gutes Leben, es war voll, und ich bereue nichts", so Frau Ausmeier vor fünf Jahren in einem Gespräch. Frau Ausmeier ist nun tot, ich bin dankbar sie kennengelernt zu haben.

75. Jahrestag der Deportation Braunschweiger Sinti

 Braunschweig. In diesem Jahr jährt sich die Deportation Braunschweiger Sinti am 3. März 1943 zum 75. Mal. Aus diesem Anlass findet unter Beisein von Oberbürgermeister Ulrich Markurth und der Bürgermeister am Samstag, 3. März, 11 Uhr, am Sinti-Denkmal im Rathaus, die jährliche Stille Kranzniederlegung statt. Nach der Kranzniederlegung erfolgt anlässlich des 75. Jahrestages ein Gedenken mit Wortbeiträgen und Musik, das am Sinti-Mahnmal von Mitgliedern der Gemeinde der Braunschweiger Sinti organisiert wird.

Anschließend wird ab ca. 12.10 Uhr am Sandanger in Veltenhof eine Gedenktafel zur Erinnerung an das sich ehedem dort befindliche Sinti-Lager enthüllt. Mit der Anbringung einer weiteren Texttafel zur Erinnerung an die Deportation Braunschweiger Sinti am 3. März 1943, an der Tafelwand der Gedenkstätte Schillstraße um ca. 13.10 Uhr wird die diesjährige Veranstaltung abgeschlossen.

AfD nicht im Stiftungsrat der Gedenkstätten

Foto: Marlis Zoschke

Wie mit der AfD umgehen? In Niedersachsen waren sich die etablierten Parteien einig. Die fünf Sitze im Stiftungsrat der niedersächsischen Gedenkstätten waren einer zuviel, denn die AfD wollte man nicht im Stiftungsrat haben, zumal diese Partei sich für eine Gedenkkultur der Relativierung und Ignoranz engagiert. Nun wurde auf Anraten des neuen Kultusministers, Grant Hendrik Tonne, der mögliche Verwerfungen im Stiftungsrat vorbeugen wollte, das Stiftungsgesetz geändert. Der Stiftungsleiter, Jens-Christian Wagner, begrüßte dieses vorgehen. (siehe "Fraktionen schließen AfD aus")

Diesem Vorgehen widersprach in einem Beitrag des Braunschweig-Spiegel Dr. Helmut Kramer aus Wolfenbüttel. Er plädierte für eine demokratische Vorgehensweise und einer offensiven politischen Auseinandersetzung mit der AfD.

„Kostenloser Nahverkehr“ auf die Füße stellen. FUSS e.V. begrüßt jede Anstrengung der Bundesregierung

Pressemitteilung

FUSS e.V. begrüßt jede Anstrengung der Bundesregierung, Lebensqualität und Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen. Die Ergebnisse internationaler Projekte zum kostenfreien Nahverkehr zeigen jedoch u.a., dass vor allem Menschen in Bus und Bahn steigen, die zuvor zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs waren. Diese zusätzlichen Fahrgäste würden zwar Busse und Bahnen mehr als auslasten, brächten jedoch keine Senkung der Luftschadstoffbelastung.

Hier möchte FUSS e.V. ansetzen. Jeder Einzelne fällt seine individuellen Mobilitätsentscheidungen vor dem Hintergrund einer Vielzahl von Faktoren. Wir prognostizieren einen weiterhin bedeutenden Anteil des Fußverkehrs wenn:

  • die Gehwege intakt sind,
  • kein illegales Parken auf Gehwegen geduldet wird,
  • Zufußgehende bei Interaktionen mit anderen Verkehrsteilnehmer/innen nicht bedroht oder gefährdet werden und
  • nicht zu Letzt auch an Bänke und Bäume entlang der Wegeachsen gedacht wird.

Wer viele alltägliche Wege zu Fuß zurücklegen kann, stärkt Gesundheit und Wohlbefinden, ist „unter Leuten“ und gewinnt individuelle Zeit – diese weiteren positiven Aspekte des Zufußgehens sollten stärker kommuniziert werden. Sylke Petry, im Vorstand von FUSS e.V.: „Stimmen die infrastrukturellen, verkehrsorganisatorischen und informellen Randbedingungen, werden sich Viele dafür entscheiden, Wege zu Fuß zu genießen.“ Schließlich zeigen Untersuchungen und Modellprojekt: Wer aus dem Auto in der Stadt aussteigt und ein anderes Verkehrsmittel wählt, der nutzt in über der Hälfte der Fälle die eigenen Füße.

Wenn Sie außerhalb unserer Geschäftszeiten mehr über unsere verkehrspolitischen Forderungen, Ziele und Positionen erfahren möchten, dann finden Sie hier Lösungen zu 50 Problemen des Fußverkehrs.



Vor 75 Jahren: Die Deportation der Braunschweiger Sinti

Am 3. März 1943 wurde der Lagerplatz der Sinti in Veltenhof von Gestapo, Kriminal- und Schutzpolizei geräumt. Mehrere hundert Bewohner mussten ihre Wohnwagen zurücklassen und durften nur wenig Gepäck mitnehmen. Sie wurden zum Braunschweiger Ostbahnhof gefahren und dort in einen Zug verladen, der in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau fuhr. Nur wenige der Braunschweiger Sinti haben die Deportation vor 75 Jahren überlebt.

Der Arbeitskreis Andere Geschichte bietet am Vortag des Gedenktages, am Freitag, den 2.3.2018, um 14.00 Uhr eine Rundfahrt zur Information über die Verfolgung der Sinti in Braunschweig an. Aufgesucht werden unter anderem die Erinnerungsstätte für die verfolgten und ermordeten Sinti im Braunschweiger Rathaus und das Gelände des früheren Sammellagers in Veltenhof.  An der Durchführung der Fahrt unter Leitung von Martina Staats ist die Gedenkstätte Friedenskapelle, der Heimatpfleger des Stadtbezirks Rühme-Veltenhof und das Projekt „Auf Spurensuche“ der Nibelungen-Realschule beteiligt.

Die Rundfahrt startet um 14.00 Uhr an der Gedenkstätte KZ-Außenlager Schillstraße. Die Teilnahme ist unentgeltlich. Wir bitten um Anmeldung unter 0531 / 2702565.

 

Gedenkstätte KZ-Außenlager

Branschweig Schillstraße

Schillstraße 25

38102 Braunschweig

Tel. 0531 / 2702565

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www.schillstrasse.de

 

 

 

 

 

 

 

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