„Hairspray“ auf dem Burgplatz: Ein Glanzpunkt und kein Funkeln

Deborah Woodson überzeugt als „Motormouth Maybelle“ in einer ansonsten faden Inszenierung auf dem Burgplatz. Foto: www.staatstheater-braunschweig.de/presse

Rassismus und Ausgrenzung als Thema eines heiteren Musicals – das kann gut gehen, aber auch hart ins Auge. Letzteren bedauerlichen Fall beweist die diesjährige Open-Air-Inszenierung „Hairspray“ auf dem Burgplatz.

Wo einst der „Freischütz“ oder die „Tosca“ Tausende Braunschweiger begeisterten, soll nun offenbar eine angestaubte Broadway-Produktion die konsumfreudige 17/47-er RTL-PLUS-Zielgruppe zur Kultur locken. Das geht gründlich daneben, weil die dargebotene, prüde US-amerikanische Mittelklassenthematik so gar nicht in unser europäisches Weltbild des Jahres 2017 passt, und die banale Story einfach nur eine Plotte ist.

Debatte um den "Garten der Erinnerung"

"Pressemitteilung"

Derzeit wird die Debatte um den Standort des „Gartens der Erinnerung“ leidenschaftlich geführt. Die BIBS-Fraktion nimmt dies zum Anlass, einige Dinge in Erinnerung zu rufen.
Am 13.09.2016 wurde die Einrichtung dieses Erinnerungsgartens einstimmig im Rat der Stadt beschlossen (16-02426). Dass es so weit kommen konnte, ist wesentlich auf das Engagement von BürgerInnen und der BIBS-Fraktion zurückzu-führen. Die BIBS-Fraktion steht auch weiterhin vollumfänglich hinter der Entscheidung, an die Gräueltaten in Roselies (Belgien) im Ersten Weltkrieg, an denen auch Braunschweiger Truppen aktiv beteiligt waren*, mit einem Gedenkort zu erinnern. Die derzeit geführte Debatte über den Standort des Gartens ändert daran nichts.
Der im letzten Jahr gefasste Grundsatzbeschluss geht auf den Antrag der BIBS-Fraktion Ds. 15-00061 zurück, der am 29.09.2015 einstimmig im Verwaltungs-ausschuss der Stadt angenommen wurde. Der Grundsatzbeschluss beinhaltete von Anfang an keine klare Festlegung auf einen Standort. Die BIBS-Fraktion beantragte in der vorberatenden Sitzung des Kulturausschusses vom 02.09.2017, dass die BürgerInnen zur Lage des Gartens durch die Verwaltung befragt werden.

Balkonkästen im Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Braunschweig

Fröhliche Preisjury beim Balkonkastenwettbewerb 2016: "... denn sie wissen nicht was sie tun."

Da sitzen etwa 30 erwachsene Personen im Planungs- und Umweltausschuss im großen Sitzungssaal, einschließlich weniger Besucher und Herr Ingo Schramm, der Bundestagskandidat der FDP, und Herr Stachura von der BZ. Und dann dieses Blümchenthema! Muss das auch noch sein? Um manch einen Mundwinkel spielte ein Lächeln. Das Thema kommt anscheinend gleich nach dem Gartenzwergwettbewerb, so es diesen denn gäbe. Hat man im Rat nichts Besseres zu tun?

Das Unverständnis schien allgemein groß zu sein, denn das Thema laut TO: Balkonwettbewerb nach ökologischen Gesichtspunkten bewertenstand an. Natürlich, vom schmerzfreien Herrn Dr. Büchs von der BIBS beantragt. Von wem denn sonst?

So schlicht und kleinkariert wie das Thema daherkommt, ist es aber nicht. Das kann es nur für etwas schlichte, ökologisch und fachlich Ungebildete oder IgnorantInnen sein.

Türme, Mauern, Häuser und Buden – Braunschweig zur Reformationszeit

 "Pressemitteilung"

Der Vortrag bietet anhand historischer Ansichten und Fotografien einen virtuellen Rundgang durch das Braunschweig der Reformationszeit. Eine Vielzahl von Bilddokumenten ermöglicht es, die Gestalt der damaligen Hansestadt zu erleben.
Am Anfang stehen Gesamtansichten der Stadt und die Betrachtung ihrer Befestigungsanlagen. Es folgt ein Rundgang durch die heutige Innenstadt. Er startet am Burgplatz, dem geografischen und ideellen Mittelpunkt Braunschweigs, und führt dann über Kohlmarkt und Altstadtmarkt über St. Petri und Brüdernkloster in die Neustadt. Von St. Andreas mit den eindrucksvollen Stadtbildern um den Wollmarkt geht es auf den Hagenmarkt. Schließlich werden das heutige Magniviertel und das ehemalige Aegidienkloster erkundet.
Referent: Dipl.-Ing. Elmar Arnhold, Arbeitsgemeinschaft gebautes Erbe.
Aktuelle Informationen auch auf www.abt-jerusalem-akademie.de

AKADEMIE IM KLOSTERFORUM Mi 23.08.2017, 19.00 Uhr.

Theologisches Zentrum, Alter Zeughof 2/3, 38100 Braunschweig

Ohne Anmeldung, Eintritt frei

 

 

Hiroshima Gedenkfeier am Hiroshima Ufer in würdevoller Atmosphäre

 

Wie in jedem Jahr treffen wir uns hier am Hiroshima Ufer der Oker.

Der Bezirksrat Innenstadt hat vor einigen Jahren von Ihnen aus dem Friedenszentrum das Anliegen aufgegriffen, hier an dieser Stelle zur Erinnerung des ersten Atombombenabwurf dieses Ufer „Hiroshima Ufer“ zu benennen.

Die Bezirksbürgermeisterin Innenstadt Frau Zander

 

Am 7.Juli dieses Jahres wurde vor dem Rathaus die grün-weiße Flagge der „Mayors for Peace“ gehisst. Damit setzt auch unser Oberbürgermeister ein Zeichen. Gemeinsam mit 7.000 Kolleginnen und Kollegen weltweit und dabei 460 Kollegen in Deutschland unterstützt unsere Stadt die Kampagne - „Atomwaffenfrei bis 2020“. Unsere Stadt Braunschweig ist seit 31 Jahren Mitglied in diesem Zusammenschluss. Der Einfluss dieser Städte ist leider gering, aber es wird daran erinnert, ja ermahnt und das ist wichtig! Im Altstadtrathaus in der Dornse fand außerdem an diesem Tag eine sehr bewegende Feier mit anschießender Diskussion statt. Es zeigte sehr deutlich; Sie sind nicht allein mit Ihrer Idee.

"Täter Helfer Trittbrettfahrer". Ein Buchbeitrag von Helmut Kramer über Willi Geiger

Helmut Kramer hier mit Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne) Foto: U. Meier

In die Buchreihe "Täter Helfer Trittbrettfahrer" hat der Wolfenbütteler Richter i.R. und Rechtshistoriker, Dr. Helmut Kramer, seine neueste Publikation eingebracht. Die 40 Seiten Buchbeitrag über den ehemaligen NS-Sonderrichter und späteren Richter am Bundesverfassungsrericht Willi Geiger, basieren auf einem umfassenden Quellenstudium, wie es typisch ist für die akribische Arbeit von Helmut Kramer.

Zum Aufbau der Buchreihe

 

 Auszug aus der Publikation von Helmut Kramer mit freundlicher Genehmigung des Verlegers Herrn Dr. Proske

Siehe auch "Justizgeschichte Aktuell"

Nachruf auf Constantin Freiherr Heereman

 

Fällt der Name Heereman, dann werden viele Jüngere fragen: „Wer ist denn das? “Die ältere Generation wird sich erinnern, und sehen den großen schlanken Mann mit Bart vor sich, der eigentlich immer ein freundliches Gesicht machte und sich für seine Bauern als Bauernpräsident einsetzte, war er doch selbst staatlich geprüfter Landwirt.

Seine Familie entstammt einem alten niederländischem Adelsgeschlecht und sein kompletter Name lautet: Constantin Freiherr Heereman von Zuydtwyck.

Er starb am 25. Juli im Alter von 85 Jahren.(mz)

 

Ein Kommentar von Jan Heidtmann auf sueddeutsche.de

"Was gut ist für die Bauern, ist längst nicht gut für Deutschland

Immer mehr, immer billiger: Die aktuelle Agrarpolitik ist verheerend für Umwelt und Verbraucher - und die Politik schaut tatenlos zu.

Constantin Freiherr Heereman war ein Bauernpräsident von altem Schrot und Korn. In den fast 30 Jahren, in denen er amtierte, hat er mit drei Bundeskanzlern verhandelt, er war fest in der CDU verwurzelt und ist Hauptmann der Reserve a.D. "Was gut ist für die Bauern, ist gut für Deutschland", lautet der Satz, der seine Ära prägte. Spätestens heute, 20 Jahre danach, ist dieser Satz überholt, Denn was gut ist für die Bauern, ist längst nicht gut für Deutschland.

Die Landwirtschaft zerstört die Umwelt. Die Unmengen an Gülle, die Schweine und Rinder produzieren, machen große Teile des Grundwassers ungenießbar; der Einsatz von Pestiziden führt auf den Äckern dazu, dass Unkräuter resistent werden; je mehr Tiere auf engem Raum zusammengepfercht sind, desto mehr Antibiotika sind notwendig; Insekten und Vögel, ganze Arten, sterben aus, weil sie auf den monotonen Anbauflächen kaum etwas zum Fressen finden. Jeder, der am Wochenende zu einer Landpartie aufbricht, kann das spüren: Auf den Wiesen summt's nicht mehr. (...)"  

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100 Kerzen auf der Oker


72 Jahre nach dem ersten Atombombenabwurf gedenken wir der Opfer

der ersten und hoffentlich letzten nuklearen Massenvernichtungsaktion,

durch die im August 1945 die Städte Hiroshima und Nagasaki verwüstet wurden.

 Veranstalter: Friedenszentrums Braunschweig e.V.

Tag:   am Freitag 4. August 2017 

 Zeit:  ab 20.00 auf der Okerbrücke - Lichterprozession um 21.00 Uhr

 Ort:   Treffpunkt auf der Okerbrücke Jasperallee am Theater

           Lichterprozession zum Hiroshima Ufer an der Oker,

           an der eine Lesung mit Musik stattfindet

Flyer

 

 

 

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