Coole Aktion - Frühstück und Informationen auf der FRÜHSTÜCKSMEILE vor Schacht Konrad

 

Die Jahrestage von Tschernobyl und Fukushima, aber auch die vier Standorte im Weltatomerbe Braunschweiger Land, mahnen zu verantwortlichem Handeln.

Weit mehr als 1000 Teilnehmer nahmen heute an der Frühstücksmeile teil. Trotz April-Wetter kamen zwei Fahrradkorsos, viele Gruppen und Kurzentschlossene zum Bürgerfrühstück auf die Industriestraße Nord vor Schacht Konrad.

 

Mit Musik und Info-Ständen der Bürgerinitiativen und Gewerkschaften ist ein Frühstück zu einem Ereignis geworden. Info- und Versorgungs-Stände verschiedener Initiativen, das Landvolk mit Traktoren und IG-Metaller sorgten mit Kaffee, Kuchen, Grills, Rührei und vielem mehr, für ein vielfältiges und buntes Angebot.

Anti-Atomwaffeln mit der "Anti-Atomsonne"  und "Atomkraft  Nein Danke" sind immer heiß begehrt. (Bitte auf das wichtige "l" bei Waffeln achten)

 

Keine Anti-Atomdemo ohne Trecker. Sie haben so was bodenständiges, symbolträchtiges. Die erste große Anti-Atomdemo mit Treckern war die von Gorleben nach Hannover 1979.

Auf der Bühne kamen Zeitzeugen aus Fukushima und Tschernobyl zu Wort. Sie berichteten sehr eindringlich von den Katastrophen und mahnten mit Blick auf die Folgen, dass der Atomausstieg in Deutschland lange noch nicht geschafft ist.

 

Paul Koch (rechts) aus Schöppenstedt interviewt auf der Bühne den in Braunschweig wohnenden Japaner, der von dem Leben seiner Verwandten in Fukushima berichtete. Und er hat eine ehemalige Einwohnerin aus Tschernobyl auf der Bühne, die aus der Zeit des Unfalls vor 30 Jahren erzählte.

Ebenso berichteten Vertreter der vier Standorte Schacht Konrad, Eckert & Ziegler/Braunschweig, Morsleben und ASSE von den Fehlern, die gemacht wurden und gerade gemacht werden.

 

Schacht Konrad darf nicht in Betrieb gehen, Eckert & Ziegler darf nicht mitten im Wohngebiet Atommüll verarbeiten, der ASSE-Müll muss zurück geholt werden und Morsleben muss verantwortlich behandelt werden … und das AKW Grohnde muss endgültig vom Netz.

Ursula Schönberger, Ulrike Jacob-Prael und Emilie Schmidt führten durch ein Bühnen-Programm mit Singer-Song-Writern und der Band RestRisiko mit stimmungsgeladener Musik … ein cooles Ereignis.

Ursula Schönberger (rechts)  mit Vertretern und Vertreterinnen der Initiativen aus der Region "Weltatomerbe Braunschweiger Land".

Ein gelungener Spagat zwischen dem Gedenken an die Jahrstage der Atom-Katastrophen und der Demonstration gegen die vier Atommüll-Standorte in der Region Weltatomerbe Braunschweiger Land: Schacht Konrad, Eckert & Ziegler, ASSE, Morsleben, sowie für das endgültige Ende der Atomkraft.

Die vielen Initiativen, die sich in der Region gegen die Atomanlagen engagieren mieteten Tische an, um gemeinsam zu frühstücken. Hier der Tisch von den "Schlossparkfreunden" (ja, die gibt es noch, und sogar recht lebendig), und der Besuch einer IPPNW-Vertreterin am Tisch der SPF.


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