Es geht um viel mehr als Glyphosat

 

Die Zeit drängt: In weniger als drei Monaten läuft die Zulassung für den umstrittenen Pflanzenmittel-Wirkstoff Glyphosat aus. Ob er weiterhin auf unseren Äckern eingesetzt werden darf oder nicht, darüber muss schon in den kommenden Wochen entschieden werden.

EU-Behörden halten Glyphosat nicht für krebserregend. Die Europäische Kommission will den Wirkstoff, den vor allem Monsanto in seinem Unkrautvernichter „Round-Up“ einsetzt, deshalb für weitere zehn Jahre zulassen. Doch der Protest der Zivilgesellschaft hat bereits einiges bewirkt, denn es gibt weiterhin Streit, zuletzt im Europaparlament - und das ist kein Wunder! Denn es bestehen weiter Zweifel an der Unabhängigkeit der Behörden. Maßgeblich für die Risikobewertung war das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) - und gerade erst wurde bekannt, dass das BfR ganze Textpassagen fast wörtlich aus Studien von Monsanto übernommen hat. Ausgerechnet von dem Konzern also, der mit Glyphosat Profit macht! Das "überraschende" Fazit: Entwarnung. Dagegen sagen die Krebsforscher der Weltgesundheitsorganisation weiterhin, dass Glyphosat "wahrscheinlich krebserregend" beim Menschen ist!

Bäume auf dem Hagenmarkt

Offener Brief

 Bürgerinitiative Baumschutz Braunschweig
c/o Umweltzentrum Braunschweig e. V.
Hagenbrücke 1/2, 38100 Braunschweig
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An
Herrn Loose
Fachbereich Stadtgrün und Sport
Auguststr. 9-11
38100 Braunschweig
                                                                                                                                      13. Oktober 2017


Sehr geehrter Herr Loose,

durch den Sturm Xavier sind auf dem Hagenmarkt mehrere Robinien umgefallen. Der Presse und Aussagen von städtischen Grünarbeitern vor Ort konnten wir entnehmen, dass es möglicherweise Pläne gibt, die fehlenden Bäume nicht zu ersetzen und darüber hinaus auch alle verbleibenden Robinien auf dem
Hagenmarkt zu fällen.

Im Baumkataster sind ca. 50 Robinien verzeichnet, alle lediglich mit „schwacher Schädigung“, also in einem für Stadtbäume relativ guten Gesundheitszustand.
Bitte sorgen Sie dafür, dass die fehlenden Bäume nachgepflanzt werden und die verbleibenden Robinien geschützt und gepflegt werden.

Große Straßenbäume liefern einen wichtigen Beitrag bei der Filterung von Feinstaub, Produktion von Sauerstoff und der Verbesserung des Stadtklimas. Sie strukturieren den Raum, sind Lebensraum für viele Tiere und tragen zum Wohlbefinden bei. Gerade große, ältere Bäume haben einen sehr hohen Wert.

Wir wissen, dass viele Braunschweigerinnen und Braunschweiger Wert auf eine grüne, lebenswerte Stadt legen.


Mit freundlichen Grüßen

Sabine Sambou
für die
Bürgerinitiative Baumschutz Braunschweig

Standort für das „Zwischen“lager für den Müll aus Asse II

"Pressemitteilung"


Die Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) weist darauf hin, dass der Kreistag im Oktober 2015 beschlossen hat, dass unverzüglichen nach einem Standort für ein Zwischenlager für den Müll aus Asse II gesucht werden soll und zwar "insbesondere Asse nah". Der neue Betreiber der Schachtanlage, die  Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), kündigte im nun August an, dass Anfang nächsten Jahres eine Entscheidung vorgelegt wird. Auf die Frage der Bürgermeisterin der Samtgemeinde Elm/Asse, Frau Bollmeier, ob es drei Bauwerke (Konditionierunganlage, Pufferlager und Zwischenlager) geben wird, sagte ein Vertreter des Betreibers, dass das Pufferlager möglicherweise kein separates Bauwerk mehr sein wird, sondern das Pufferlager im Zwischenlager integriert wird. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass das Pufferlager und die Konditionierungsanlage vor Ort sein müssten. Das konnte jede/r deuten, meint die WAAG.

Junckers Vize - unser Plastik-Verbündeter

Dr. Gerald Neubauer war in Brüssel, um zur EU-Plastik-Konferenz 600000 Unterschriften von Campact zu übergeben im Kampf gegen den Plastik-Müll.

Es ist kalt und ungemütlich in Brüssel. Seit mehr als einer Stunde warte ich bereits mit 20 Aktivist/innen auf Frans Timmermans. Der erste Vizepräsident der EU-Kommission soll an diesem Dienstagmorgen eine EU-Plastik-Konferenz eröffnen. Ich halte 600.000 Unterschriften für ihn in den Händen, drei Kilogramm Papier. Ob unsere Unterschriften auch für ihn Gewicht haben? Mit schnellen Schritten kommt Timmermans mit seinen Mitarbeitern um die Ecke – und seine Reaktion verschlägt mir fast die Sprache.

Er warnt nämlich vor der Vermüllung unserer Meere: „Ich bin euer Verbündeter, und ich werde mein Bestes geben, damit die EU eine ehrgeizige Plastik-Strategie vorlegen wird.“ Der zweithöchste Politiker der EU-Kommission unterstützt unseren Appell gegen die Plastik-Flut – das ist ein echter Durchbruch! 

Oder sind es doch nur leere Worte? Nicht bei Timmermans: Bei seiner Eröffnungsrede auf der Plastik-Konferenz spricht er unsere Petition gleich zu Beginn an – zum Erstaunen der Plastik-Lobby. Wenig später postet Timmermans ein Video von der Übergabe der Unterschriften auf Facebook und Twitter. Der EU-Vize-Präsident will imKampf gegen den Plastikmüll Ernst machen – unsere europaweite Kampagne ist für ihn eine große Hilfe.

Aufgeflogen - Das Kohle Spiel

 

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Das Kohle-Spiel

Jamaika heißt auch: Kampf um den Kohleausstieg. Die Grünen könnten am schwarz-gelben Block scheitern. Doch wir haben die Chance, das Spiel zu drehen: Während sich die Koalition aufstellt, ist Weltklimagipfel in Bonn. Dort wollen wir eine spektakuläre Aktion starten – und so den Ausstieg aus dem Klimakiller Kohle in den Jamaika-Vertrag bringen!

aktueller Spielstand in Sachen Klima-Killer Kohle: 3 zu 1. Die Grünen haben einen schnellen Ausstieg versprochen – doch CDU, CSU und FDP wollen ihn nicht. Eine schwierige Lage für die Grünen auf dem Weg nach Jamaika. Zudem drängen Energiekonzerne und Kohle-Gewerkschaften darauf, dass alles bleibt, wie es ist – sie wollen ihre Kraftwerke retten. Es droht ein lahmer Kompromiss, der nichts bewegt. Obwohl die Hälfte der Kraftwerkskapazität locker abschaltbar wäre, könnten nur ein paar alte Kleinkraftwerke vom Netz gehen. Doch das reicht nicht.

Wir haben eine einmalige Chance, die Kräfteverhältnisse zu ändern: Während Jamaika verhandelt, läuft in Bonn der Weltklimagipfel. Dort droht Gastgeberin Angela Merkel eine Blamage: Deutschland wird seine Klimaziele für 2020 krachend verfehlen. Die Kanzlerin hofft, dass das keiner merkt: Im Wahlkampf konnte sie sich beim Klimaschutz durchmogeln. Doch wenn in Bonn Tausende auf die Straße gehen und unter den Augen der Weltöffentlichkeit das Ende der dreckigen Kohle fordern, fliegt Merkel auf. Wenn sie ihren Ruf als „Klimakanzlerin“ retten will, muss sie sich in den Koalitionsverhandlungen stark bewegen – und Kohlekraftwerke stilllegen. Nur so ist das Klimaziel noch zu schaffen.

AbL: Erstes rot-grünes Einlenken bei Wolfsproblematik: gut aber unzureichend

"Pressemitteilung"

Landesnetzwerk Niedersachsen

Der Landesverband Niedersachsen/Bremen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sieht in der jüngsten Ankündigung von Bundesumweltministerin Hendricks (SPD), Ministerpräsident Weil (SPD) und Landesumweltminister Wenzel (Grüne) einen ersten aber unzureichenden Schritt, endlich auf die Realität der gravierenden Wolfsproblematik für Weidetierhalter und Landbewohner einzugehen. Dieses auf „Einzelfälle“ beschränkte Einlenken in der Frage eines Abschusses ganzer Wolfsrudel , deren Tiere die Schutzzäune überspringen, sei für die AbL zwar richtig, löse aber die massiven und zunehmend flächendeckenden Bedrohungen der Weidetierhaltung und auch der ländlichen Bevölkerung nicht. Auch hielten diese Rot-Grün-Vertreter immer noch an der falschen Behauptung fest, dass es angeblich keinen Handlungsbedarf in besonders betroffenen Regionen gebe.  Ideologisch fehlgeleitet sei auch die (Noch-)Verweigerung der Anerkennung, dass die Wolfspopulation – unter Einbeziehung der großen Vorkommen in ganz Osteuropa -  längst ausreichend sei. 

Die niedersächsische AbL hält an ihrer Positionierung fest,  wonach das Verhalten die hier sozialisierten Wölfe zu völlig neuen Verhaltensweisen der Rudel führten und dass deshalb die fehlende Vergrämung und Regulation der Wolfspopulationen  aktuell, unbürokratisch und flächendeckend  umzusetzen seien. Neue bedrohliche Fakten zum Wolfsverhalten gegenüber Menschen, Rinder- und Schaf-Rissen, zur Unwirksamkeit von Zäunen und zur Unsinnigkeit der Verzaunung ganzer Landschaften dürften nicht länger schöngeredet und verdrängt werden. AbL-Vertreter Eckehard Niemann rief dazu auf, die aktuellen Berichte über den Tod einer Touristin in Griechenland durch Wölfe eingehend auszuwerten und ernst zu nehmen.     


                   

Gedenkdemonstration: „60 Jahre Atomunfall Majak – Atomausstieg weltweit jetzt“

Samstag, 30. September 2017, 12.00 Uhr, Opernplatz Hannover

Mit einer Gedenkdemonstration/Kundgebung wollen Atomkritiker des BUND Region Hannover und anderer Organisationen, wie z. B. auch "ausgestrahlt" den Nuklearunfall von Majak bei Jekaterinburg (Russland) am 29. September 1957 in Erinnerung rufen – es ist der erste große Atomunfall der Geschichte und gilt als zweit- bzw. drittschwerster Atomunfall nach Tschernobyl und Fukushima. Unter dessen Folgen leiden bis heute weite Teile Russlands. Prominenter Gastredner ist Vladimir Slivyak von der russischen Umweltorganisation Ecodefense aus Moskau, der aus erster Hand über die Zustände in Majak und Russland berichtet.

Das Friedensbüro Hannover und die DFG-VK Hannover nehmen am kommenden Samstag, dem 30. September ab 12 Uhr auf dem Opernplatz Hannover an einer Kundgebung zum Gedenken an den Unfall in der Atomanlage Majak teil

Informationen

Es werden sprechen

 

Radioaktiver Abfall – was nun?

TU BRAUNSCHWEIG

 

Radioaktiver Abfall – was nun? Befragen Sie ENTRIA!

Ansätze und Ergebnisse aus fünf Jahren Forschung

 Start ist am 30. September um 10:00h im Haus der Wissenschaft in Braunschweig, Pockelsstr. 11.

Wie der Name schon verrät, liegt der Fokus dieser Veranstaltung weniger auf der einseitigen Wissensvermittlung als vielmehr in einem interaktiven Austausch zwischen den Mitarbeitern von ENTRIA und den interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Dazu wird den Diskussionen im Anschluss an die verschiedenen Vorträge ausreichend Zeit eingeräumt. Darüber hinaus erwarten Sie Formate wie ein Posterrundgang sowie ein Speeddating mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Natur-, Ingenieur-, Geistes-, Rechts-, und Sozialwissenschaften.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Webseite: www.radioaktive-abfaelle-was-nun.de

 

Auftakt zum Bundesprojekt „Städte wagen Wildnis“

Das ist nicht gemeint (Querumer Forst vor der Asphaltierung)

Um es vorweg zu sagen: Braunschweig hätte viel zu bieten, aber unsere Stadt ist nicht dabei. Eigentlich schade, zumal andere Städte in Sachen Stadtökologie meistens die Nase vor haben. Noch nicht mal ein schlichter umweltorientierter Balkonkastenwettbewerb, der beispielsweise helfen könnte, die wertvollen Moore und das Klima zu schützen sowie die Biodiversität in der Stadt zu erhöhen, scheint in Braunschweig möglich zu sein. Es soll sogar im Rat Dummköpfe geben, denen vernetztes Denken fremd zu sein scheint, die sich aber über den Vorschlag lustig machen. Aber das glaube ich nicht, denn so viel Dummheit durch Unwissenheit gibt es im Rat nicht.

In Frankfurt am Main, Hannover und Dessau-Roßlau soll jedenfalls auf ausgewählten Flächen die Natur mit entscheiden – „Wildnis“ wird für die Bevölkerung erlebbar gemacht. Was wie ein Gegensatz klingt, muss keiner sein. Das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt geförderte Projekt „Städte wagen Wildnis – Vielfalt erleben“ ist gestartet.

Am 29. und 30. August trafen sich in Frankfurt alle Verbundpartner des Vorhabens zu einem Auftakttreffen. In dem zweitägigen Workshop werden konkrete nächste Schritte vereinbart. Über einen Zeitraum von fünf Jahren stellen die Städte Dessau-Roßlau, Frankfurt und Hannover Flächen bereit, auf denen der Mensch so wenig wie möglich und so viel wie nötig eingreifen soll. Pflanzen, Tiere und Lebensräume, die in Folge des hohen Nutzungsdrucks und der Grünflächenpflege in Städten oft einen schweren Stand haben, dürfen sich hier künftig frei entwickeln. In anderen Projektgebieten wird sich ein Mosaik unterschiedlicher Nutzungs-und Pflegeintensitäten bilden.

Lesen Sie hier die schon etwas ältere Pressemitteilung.

Geschützter Fahrradstreifen auf dem Bohlweg ein voller Erfolg

 Katrin Kaminski, Vorsitzende des ADFC Braunschweig und Heinz-Georg Leuer eröffnen gemeinsam die POP UP BIKE LANE am Bohlweg

Zahlreiche Radfahrerinnen und Radfahrer nahmen an der Aktion POP UP BIKE LANE des ADFC Braunschweig teil. Am Samstag, den 16. September 2017 richtete der ADFC Braunschweig von 10 bis 14 Uhr auf dem Bohlweg einen geschützten Fahrradstreifen ein. Hierfür wurde die rechte Fahrspur des Bohlwegs in südliche Richtung von der Kreuzung Steinweg/Dankwardstraße bis zur Bushaltestelle „Schloss“ in einen Fahrradstreifen umgewandelt, der mit Kegeln und Blumentöpfen vom Kraftverkehr auf der linken Fahrspur abgetrennt war.

Geschützter Fahrradstreifen kommt gut an und läßt Radfahrende gut ankommen.

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