"Imperiale Lebensweise"...

Feld mit blühendem Raps  Foto: Uwe Meier

"..., so bezeichnen die Politikwissenschaftler Ulrich Brand und Markus Wissen die verschwenderischen Alltags- und Konsummuster in den kapitalistischen Zentren." Wenn alle Menschen  der Welt so konsumieren würden bräuchte es 3,1 Planeten, um den Bedarf zu decken.

Schon oft wurde im Braunschweig-Spiegel zur Problematik der heutigen Landwirtschaft Stellung genommen. Das wird er auch weiter tun, denn die Probleme, die sie verusacht werden nicht weniger sondern mehr. Das ist auch eine Anklage gegen die konventionell wirschaftenden Bauern, die Verbandvertreter wählen, die eine Politik nicht in ihrem Sinne betreibt. Sie macht nämlich Politik für Großagrarier und die Industrie, die die Landwirtschaft versorgt. Zusammengefasst werden ein Großteil der Probleme gut lesbar in dem Artikel von Kathrin Hartmann: "Abschotten und vergessen" im Freitag.

Sanierungsmaßnahmen Zeppelinstraße und Zimmerstraße - Bäume erhalten

Bürgerinitiative Baumschutz Braunschweig
c/o Umweltzentrum Braunschweig e. V.
Hagenbrücke 1/2, 38100 Braunschweig
mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
web: bi-baumschutz-braunschweig.jimdo.com

Braunschweig, 22. Januar 2018

Offener Brief
                                                                                                     

 

Sanierung Zeppelinstraße
Sanierung Zimmerstraße

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren,

die BürgerInitiative Baumschutz Braunschweig appelliert an die Stadtverwaltung und die Politikerinnen und Politiker der Stadt Braunschweig, sich für den Erhalt der Bäume in der Zeppelinstraße und in der Zimmerstraße einzusetzen.

Die Stadt selbst spricht von notwendigem Stadtgrün, veranstaltet den Tag des Baumes, den Langen Tag der Stadt-Natur und ist Mitglied im Klima-Bündnis der europäischen Städte. Auch deshalb erwarten wir von der Stadt ein entsprechend konsequentes und umsichtiges Handeln zum Erhalt unserer wertvollen Stadtbäume. Stets sollten alternative baumerhaltende Methoden gesucht und bevorzugt werden, denn neu gepflanzte Bäume brauchen vierzig bis hundert Jahre, ehe sie soviel Sauerstoff produzieren können, wie uns die großen Stadtbäume jetzt geben.

Bei notwendigen Straßenarbeiten sollte der Schutz der vorhandenen Bäume immer oberste Priorität haben. Für das Braunschweiger Stadtbild ist es wichtig, Altes, Gewohntes, Traditionelles und Vertrautes bestehen zu lassen. Gerade der Charakter der Zeppelinstraße mit ihren dichten Baumkronen ist, - so wie sie jetzt ist, -
kennzeichnend und prägend für das spezielle Viertel im östlichen Ringgebiet. Die beruhigende und positive Wirkung der Bäume ist bei unserer stressigen Lebensweise ein Gesundheitsfaktor, der nicht unterschätzt werden sollte: Lärmschutz, Kühlung und Schatten im Sommer, Regenwasser- und Luftfeuchtigkeitsregulierung, Lebensraum für Singvögel, Fledermäuse und andere Tiere, Blätterrauschen, CO2-Umwandlung in Sauerstoff (= Klimaschutz!), Schadstoffabbau u. v. A. m.

Zur Zeppelinstraße erhalten Sie anbei unser Schreiben an die Bezirksratsmitglieder.

Bei der Zimmerstraße (östliche Seite) wünschen wir uns, gemeinsam mit vielen Anwohner/innen, dass die Sanierung sich nach den vorgestellten Plänen auf den Teil vom südlichen Bordstein bis zu den nördlichen Grundstücksgrenzen einschließlich der neu geplanten Einmündung zum Hagenring beschränkt, da eine
Notwendigkeit zur Sanierung von Leitungen nach den bisherigen Informationen nicht gegeben ist. So würden die sechs Kirschbäume erhalten bleiben, die Straßenoberfläche, die Einmündung zum Hagenring und der nördliche Gehweg wären erneuert und es gäbe fünf neue Bäume. Es sollte geprüft werden, ob auch sechs Bäume neu gepflanzt werden könnten (= Ersatz 1:1). Wenn dann in hoffentlich ferner der Zukunft die Leitungen unter dem südlichen Gehweg erneuert werden müssten, was den Tod der sechs Kirschbäume bedeuten würde, hätten die jungen kleinen Bäume auf der Nordseite wenigstens schon einige Jahre zum
Wachsen gehabt!

Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit und verbleiben

mit freundlichen Grüßen

Renate Rosenbaum,
Sabine Sambou u.
Edmund Schultz

2. Brief

Holzmoor Nord: Investor und Stadt missachten den Artenschutz

Holzmoor Nord Oktober 2014

Holzmoor Nord Januar 2018

Das Holzmoor Nord soll bekanntlich bebaut werden, die bisherigen Bewohner mussten ihre Häuser und Gärten aufgeben. Die ECB-Beteiligungsgesellschaft, die zu der Borek-Firmengruppe gehört, will auf dem bisher sehr naturnahen Gebiet mehr als 500 Wohnungen bauen. Doch wieviel Rücksicht wird dabei noch auf die Natur genommen?

Richard Borek hat sich im Februar 2014 in einem „Städtebaulichen Vertrag“ gegenüber der Stadt Braunschweig verpflichtet, eine gutachterliche Erfassung der auf dem Grundstück lebenden Tier- und Pflanzenarten erstellen zu lassen. Die Firma LaReG-Planungsgemeinschaft bekam den Auftrag und begann im Frühjahr 2015 mit der Erfassung der vorkommenden Arten. In dieser Zeit ließ die ECB bereits Gehölze roden und Gebäude abreißen. Das wurde auch noch in der Brut- und Setzzeit fortgesetzt und zeigte damit eine rücksichtslose Vorgehensweise, die auch weiterhin stilprägend sein sollte. Die Rodungen wurden erst im Mai 2015 nach einem Dringlichkeitsantrag des Stadtbezirksrats gestoppt. Die Ermittlung des Artenvorkommens war damit aber von Anfang an stark beeinträchtigt, eine korrekte Erfassung des Status Quo war nicht mehr möglich.

Eilt! Bienenschutz in den Koalitionsvertrag!

Bienenkiller endlich verbieten!

Uns sterben die Bienen weg. Schuld daran: Pestizide wie Neonikotinoide. Die EU will sie jetzt zwar verbieten. Aber CSU-Agrarminister Schmidt könnte schon wieder zuschlagen – und wie bei Glyphosat ein Verbot im Alleingang verhindern. Eine zweite Unverschämtheit dieser Art lassen wir nicht zu. Überzeugen Sie die SPD: Das Verbot muss in den Koalitionsvertrag!

»» Appel unterzeichnen

ASSE: Bitte antworten Sie Frau Landrätin und sie von den Kreistagsfraktionen

Warum beantworten die Landrätin und die Kreistagsfraktionen die Fragen der WAAG zu Asse II nicht?

 Am Reformationstag hängte die Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) Fragen zu Asse II an die Tür des Landkreises, legte sie zusätzlich in den Briefkasten und versandte sie auch noch per Mail an die Landrätin und die Kreistagsfraktionen. Damit niemand auf die Idee kam, dass es sich nur um eine Aktion handelt, stand über den Fragen ausdrücklich: „Wir bitten die Landrätin und den Kreistag bzw. die Fraktionen um Beantwortung der folgenden Fragen: … “.

Es waren insgesamt 39 Fragen. Auf keine der Fragen hat eine der o.g. Befragten geantwortet oder Kontakt mit der WAAG aufgenommen. Die WAAG hat jetzt an die Beantwortung ihrer Fragen erinnert und erwartet, dass sich die Kommunalpolitiker mit den Fragen auseinandersetzen und Stellung beziehen. Wenn sie sie nicht beantworten können, wäre es dringend geboten, sich zu informieren und zu überlegen, ob sie den Beschlussvorlagen der Landrätin blind folgen sollten. Das Ignorieren von Bürgerfragen führt bei der WAAG sicher nicht zur Politikverdrossenheit, aber auf jeden Fall zur weiteren Politikerverdrossenheit.

Klima: VersagerIn an die Macht

Nicht in Immerath, im rheinischen Braunkohlerevier, spielt sich derzeit das Drama ab. Die Kirche im Abriss ist zu verschmerzen. Das wirkliche Drama spielt nicht in Immerath, es spielt in Berlin. Dort sondieren die Unterhändler von CDU/CSU und SPD für eine neue Koalition. Ausgerechnet als erstes mögliches Ergebnis dringt durch, das Klimaschutzziel für 2020 sei zu streichen. Binnen zwei Jahren den CO2-Ausstoß um 40 Prozent unter den Stand von 1990 zu drücken, sei nicht mehr machbar. Kämpfert:

"Aufgabe des Klimaziels wäre ein Desaster"

Der Verweis auf die Versager der Vorgängerregierung wäre zutreffend, doch er ist dieses Mal selbstverständlich unbrauchbar: Die handelnden Personen sind schließlich mehr oder weniger identisch. Die Sondierer gehören zu CDU, CSU und SPD, sie stehen für die Parteien, die in den vergangenen vier Jahren viel von einem Sofortprogramm für mehr Klimaschutz sprachen, dann aber durch Untätigkeit glänzten. Das Klima-Drama spielt sich in Berlin ab, weil dort die Klimaversager CDU/CSU und die SPD über 8 Jahre an der Macht waren und nun wieder an die Macht kommen. Versager und Versagerin an die Macht!

Seit 30 Jahren redet die Politik vom Klimaschutz. Lesen Sie den Klima-Lügendetektor

Im Zweifel gegen die Umwelt? Das Beispiel Gefahrstofflager Hillerse

Thorsten Bock vor der Baustelle des inzwischen fertiggestellten Gefahrstofflagers

Ein Gefahrstofflager der Raiffeisen Waren GmbH bei Hillerse (Kreis GF), nahe Wipshausen (Kreis PE) zwischen Biogasanlage und „Naturschutzgebiet Okerauen“, wurde zur Lagerung von sehr giftigen, brandfördernden und explosionsgefährlichen Stoffen oder Gemischen errichtet. (siehe Braunschweig-Spiegel vom 15.5.2016, Braunschweig-Spiegel vom 16.5.2016, Braunschweig-Spiegel vom 22.7.2016)0

Die Lage zwischen einem großen Naturschutzgebiet und einer Biogasanlage, sowie die bauliche Lagerkapazität von 576 t bereiten Anwohnern und Umweltschützern große Bedenken. Nicht nur das Nebeneinander beider Anlagen, sondern auch das monopolähnlich geführte Genehmigungsverfahren des Gewerbeaufsichtsamtes Braunschweig (GAA) ist besorgniserregend. Von einer Mitwirkung im laufenden Genehmigungsverfahren wurden verantwortliche Behörden der anliegenden Landkreise und Gemeinden, wie Bau- und Umweltämter vorsorglich entbunden. Besonders fragliche Auffälligkeiten, welche eine Akteneinsicht hervorbrachte, wurden dem niedersächsischen Umweltministerium mitgeteilt, um ihm durch neutrale Begutachtung zu ermöglichen ggf. Maßnahmen einzuleiten, um eine mögliche Katastrophe zu vermeiden.

Es wird immer wärmer

Passend zu den ersten bekannt gewordenen Klima-Entschlüssen der angehenden GroKo (siehe Beitrag zuvor) werden die neusten Zahlen zur Erwärmung unseres Globus bekannt gegeben. 2017 war das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Telepolis

 

Raus aus der Kohle – nicht aus dem Klimaschutz!

 

 

Unfassbar: Die GroKo hat vor, das Klimaziel 2020 einfach zu beerdigen! Eine desaströse Idee. Kanzlerin Merkel und SPD-Chef Schulz müssen sofort merken, dass der Plan ihrer Unterhändler eine Katastrophe ist. Bitte machen Sie mit – unterzeichnen Sie jetzt unseren Eil-Appell!
Wissen Sie was: Der Schutz des Planeten soll bis nach der GroKo warten. Noch kürzlich hatten Kanzlerin Angela Merkel und SPD-Chef Martin Schulz fest versprochen, das Klimaziel 2020 einzuhalten. Doch das erste, was aus der GroKo-Verhandlung zu hören ist: Das Ziel von minus 40 Prozent CO2-Ausstoß soll nicht mehr gelten – der Klimakiller Kohle bleibt. Die GroKo kneift vor dem gefährlichsten Menschheitsproblem.
Kaum vorstellbar, aber die Verhandlungsgruppe Energie schlägt genau das vor. Sie scheut den Konflikt mit Kohle-Lobby und Konzernen. Dabei steht fest: Nur mit einem konsequenten Kohleausstieg lässt sich das Klimaschutz-Ziel überhaupt noch erreichen.
Was bleibt, ist eine Chance – denn Fakt ist: Merkel und Schulz haben das letzte Wort. Und die haben noch nicht entschieden. Doch schon Donnerstagnacht endet die Sondierung – also kaum noch Zeit, die Parteichefs bei ihrem Wort zu packen. Jetzt kommt es auf Sie an! Zeigen Sie klar und deutlich: Klimaschutz ist nicht verhandelbar. Bitte wenden Sie sich jetzt an Merkel und Schulz – unterzeichnen Sie unseren Eil-Appell:
Zehn Jahren lang waren die Klimaziele Merkels Mantra – etwa, wenn sie sich medienwirksam vor den schmelzenden Gletschern Grönlands ablichten ließ. Damals legte sie das Ziel fest: Bis 2020 soll es 40 Prozent weniger CO2-Emissionen im Vergleich zu 1990 geben.
Seither aber hat sie beim Klimaschutz nur geschlampt. Zehn Jahre schon bewegt sich fast nichts – und die Kohlemeiler rauchen und rauchen. Doch noch ist es nicht zu spät. Renommierte Energieexperten belegen: Wenn wir Kohlekraftwerke abschalten, können wir das Ziel noch erreichen.
Lassen Sie nicht zu, dass die GroKo das Klimaziel aufgibt. Unterzeichnen Sie jetzt und hier unseren Eil-Appell an Merkel und Schulz:

Herzlichen Dank für Ihren Einsatz
Christoph Bautz, Campact-Vorstand

PS: Wenn der Plan durchkommt, das Klimaziel zu kippen, ist Deutschland als Vorbild international am Ende. Auf keinem Klima-Gipfel hätten wir noch was zu melden – ein Triumph für Trump und Co. Und die Lösung des Problems wäre soweit weg wie nie. Lassen wir es nicht so weit kommen. Bitte machen Sie gleich jetzt mit!

Hier klicken und Eil-Appell unterzeichnen

Attac- Themenabend: "Wir haben es satt"

"Pressemitteilung"

 

http://www.attac.de/fileadmin/_migrated/pics/banner_03.jpg

Am Montag, dem 08.01.2018,  19.00 Uhr im Kreativraum der Brunsviga, Karlstraße 35, Attac-Themenabend


Der Agrarindustrie die Stirn bieten. Als Intro zeigen wir die 45 min. Arte-Doku:

"_Glyphosat - tote Tiere, kranke Menschen_"

Mit freundlichen Grüßen Helmut Köcher

für Attac-Braunschweig

Additional information