Gänsedaunen Tierquälerei für kuschelige Winterjacken?

 SWR2 Impuls von Elena Weidt:

Daunenjacken sind im Trend. Darunter leiden Tiere. Gänsen werden die Federn oft lebendig vom Leib gerissen. Was kann man als Verbraucher tun, um den Tieren zu helfen?

Für den Verbraucher stellt es eine besondere Herausforderung dar, beim Kauf einer neuen Daunenjacke herauszufinden, woher diese stammen. Die Hersteller machen in den seltensten Fällen Angaben zur Herkunft des wärmenden Futters.

10.000 Tonnen Daunen werden importiert

Nur etwa 150 Tonnen Daunen werden jährlich in Deutschland produziert. Viel mehr wird importiert – rund 10.000 Tonnen pro Jahr. Nach Angaben des Verbandes der Deutschen Daunen- und Federnindustrie kommen rund 70 Prozent davon auf Ostasien, wie etwa auch China. Die restlichen 30 Prozent stammen aus Osteuropa. In den Exportländern gehört „Lebendrupfen“ oft zum Standard. Zur Herstellung einer Daunenjacke benötigt man etwa die Daunenmenge von zwanzig Tieren.

Gänse werden mehrmals pro Jahr gerupft

Die Federn von Gänsen wachsen immer wieder nach. Die Tiere können deshalb mehrmals im Jahr „geerntet“ werden, was den Züchtern einen finanziellen Vorteil bringt. Im Internet findet sich auf Seiten bekannter Tierschutzorganisationen eine Vielzahl von Videos über die Zustände auf Gänsefarmen. Zu sehen ist, wie Arbeiter den schreienden Tieren das Gefieder herausreißen oder wie Maschinen genutzt werden, die eigentlich zum Entfedern bereits toter Vögel gedacht sind. Oft wird dabei die Haut der Tiere verletzt und nur notdürftig – ohne Betäubung – vernäht. Bis zu vier mal im Jahr werden die Tiere so gerupft. Einige Vögel werden später noch für Stopfleber zwangsgemästet, bevor sie geschlachtet werden.

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Veranstaltungen im Braunschweigischen Botanischen Garten

Die ersten Frühjahrsblüher sind schon da. Bei dem warmen Winter ist die Vegetation etwas früher.

 

  "Natur erobert"

    Fotografien von Michael Kraft, Leiter des Braunschweiger Botanischen Gartens;

      Ausstellungseröffnung am 01.02.2018 um 19 Uhr im Torhaus des Braunschweiger Botanischen Gartens

 

Einladung

 

Natur erleben im Nationalpark Harz

 "Altlasten mit unsichtbaren Gefahren und ansehnliche Flora"

    Vortrag des Geologen Dr. Friedhart Knolle, Nationalpark Harz
 

    Einladung zur Veranstaltung am 20.02.2018 um 19 Uhr im Hörsaal des Instituts für Pflanzenbiologie,  

    Humboldtstraße 1, 38106 Braunschweig 

Einladung

Vortragsreihe: Natur(zerstörende) Verhältnisse – Kapitalismus, Klimawandel, ...

 Zum Jahresbeginn 2018 möchten wir euch alle zu unserer Vortragsreihe in Braunschweig mit drei spannenden Veranstaltungen einladen:

Am 18.01.2018 um 19 Uhr, Nexus (Frankfurter Str. 253b)
Klimaschutz im Kapitalismus – ein (un)mögliches Unterfangen?!

„Die kapitalistische Produktion entwickelt […] die Technik und die Kombination des gesellschaftlichen Produktionsprozesses, indem sie zugleich die Springquellen allen Reichtums untergräbt. Die Erde und den Arbeiter.“ Karl Marx
Verschwundene Inseln, verstärkt auftretende Wirbelstürme, Starkregen, Dürren, über 50 Millionen Menschen, die sich vor den Auswirkungen desKlimawandels auf der Flucht befinden – die Auswirkungen des Klimawandels sind für Menschen, Tier und Umwelt katastrophal. Daher besteht die dringende Notwendigkeit etwas dagegen zu tun. 2015 haben sich fast alle Regierungen der Welt in Paris darauf geeinigt, dass sich das Klima bis 2050 nicht mehr als 2 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter erhitzen darf. Alle Regierungsvertreter*innen haben sich dazu verpflichtet konkrete Klimaschutzpläne zu entwickeln mit deren Hilfe sie
dieses Ziel erreichen werden. Seitdem ist nicht viel passiert. Im Gegenteil – Kohleminen werden weiterhin ausgebaut, Autobahnen und Flughäfen vergrößert und Tierfabriken erweitert. In dem Vortrag wollen wir der These nachgehen und gemeinsam diskutieren, dass wirksameKlimaschutzpläne im Widerspruch zur kapitalistischen Produktion stehen und dass die Überwindung des Kapitalismus eine Voraussetzung zum Erhalt des Lebens auf der Erde ist.

Forscher entwickeln umweltfreundliches Antibiotikum

Von Anna Paarmann

Ein paar Tage, nachdem die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) die Förderung über 460.000 Euro zugesagt hatte, schlichen sich bei Prof. Dr. Klaus Küm merer Zweifel ein. Eine gute Idee? Ist es verrückt, sich mit einer so kleinen Arbeitsgruppe daran zu wagen? Nahezu alle großen Pharmafirmen haben bereits Jahrzehnte in die Forschungen investiert, doch nur die Wissenschaftler der Leuphana haben es geschafft, ein Antibiotikum zu entwickeln, das nach seiner medizinischen Verwendung nicht mehr aktiv ist. Kümmerer und seine Kollegen haben damit weltweit ein Zeichen gesetzt.

Der 58-Jährige leitet das Institut für Nachhaltige Chemie und Umweltchemie, schon lange sucht er nach einer Methode, Pharmaprodukte so zu verändern, dass sie nicht über Jahre die Umwelt belasten. „Jährlich werden im Humanbereich 500 bis 600 Tonnen Antibiotika eingesetzt“, klärt er auf. Im Zentrum der Forschungen steht der Wirkstoff Ciprofloxacin, ein vielfältig einsetzbares Antibiotikum, das bei Harnwegsinfektionen, Darmerkrankungen und Infektionen der Atemwege verschrieben wird. In der deutschen Human- und Tiermedizin liegt der jährliche Verbrauch bei 33 Tonnen. „Viele meinen, dass die Kliniken die größten Verbraucher sind. Tatsächlich fallen 80 bis 90 Prozent außerhalb an.“ Und der Verbrauch sei in den vergangenen Jahren nochmal kräftig angestiegen.

Ausgeschiedene Antibiotika kehren über den Wasserkreislauf zurück zum Menschen
Das Problem: Ciprofloxacin zerfällt nach dem Ausscheiden aus dem Körper in der Umwelt nicht und wird auch nicht biologisch abgebaut, vielmehr sammelt sich der aktive Wirkstoff in Gewässern oder auch im Klärschlamm. Wird dieser als Dünger verarbeitet, gelangt das Antibiotikum in die Böden, wo es von Nahrungspflanzen wieder aufgenommen werden kann. Und die Bakterien können Resistenzen auf andere übertragen, die besser angepasst sind. „Wir nehmen sie dann über das Trinkwasser wieder auf“, sagt Kümmerer, der auch über eine erweiterte Abwasserreinigung nachgedacht hat. „Das ist keine Möglichkeit, weil jedes der Verfahren nur einige Stoffe entfernt, bei manchen entstehen sogar noch giftige Folgeprodukte. Zudem verfügen weltweit nur 20 Prozent der Länder über konventionelle Kläranlagen.“

Ganz unten ist überall der Wurm drin

 


Bis zu drei Meter tief und 20 Meter lang sind die Gänge, die ein Regenwurm ins Erdreich gräbt.

Zugegeben, er ist kein Pfau, kein Flamingo, keine klassische Schönheit. Er führt ein Schattendasein, sein Reich ist die Tiefe. Genau deshalb ist es höchste Zeit, den Regenwurm einmal zu würdigen und ihn ins Rampenlicht zu zerren. Mittwoch, 15. Februar, ist dafür ein guter Zeitpunkt: der Tag des Regenwurms. Der NABU Niedersachsen fordert pünktlich zum Termin mehr Rücksichtnahme für den "nützlichen Bodenmacher", der natürlich auch bei uns sehr verbreitet ist. In einem Quadratmeter Boden leben laut Faustregel etwa 100 Exemplare. Allein in Deutschland gibt es 39 verschiedene Arten - weltweit gar über 3.000.

Kein Lieblingskind von Mutter Natur

… Blind, taub, stumm ist er. Trotzdem hat er eine große Gabe. Durch sein unablässiges Gegrabe verwandelt er jeden noch so schwierigen Boden in ein wahres Paradies für Pflanzenwurzeln. Eine Legende, die sich besonders hartnäckig hält, stimmt allerdings nicht: Wenn ein Regenwurm in der Mitte getrennt wird, entstehen zwei neue Exemplare. Nein. Nur das Vorderende mit den lebenswichtigen Organen lebt weiter. Vorausgesetzt der Darm ist noch lang genug.

Bauer Willi zum "Welttag des Bodens"

http://www.bauerwilli.com/das-sterben-der-wuermer/

"Wunderbar Unverpackt" feiert einjähriges Jubiläum

"Pressemitteilung"

 

1 Jahr Wunderbar Unverpackt in Braunschweig – das heißt 1 Jahr die Möglichkeit plastikfrei zu leben, 1 Jahr lang etwas im Kampf gegen 11 Mio. Tonnen Plastikmüll in Deutschland bewirkt, 1 Jahr lang Ressourcen eingespart, 1 Jahr lang bewusst Lebensmittel konsumiert und damit verdorbene Lebensmittel reduziert, 1 Jahr lang Meerestiere gerettet, 1 Jahr die Entstehung von Mikroplastik verringert – und damit auch sich selbst geholfen!

Als erster unverpackt-Laden Braunschweigs öffnet Wunderbar Unverpackt am Samstag, den 02.12.2017, von 9:30-18:30h für das einjährige Jubiläum die Türen. Mit Aktionen und Köstlichkeiten möchte sich das gesamte Team bei seinen Kunden bedanken. Die Inhaberin Denise Gunkelmann berichtet „ich kann kaum fassen, dass schon 1 ganzes Jahr seit der Eröffnung letztes Jahr am 3.12.2016 vergangen ist. Es gab viele Herausforderungen, die in diesem ersten Jahr zu meistern waren, aber mit meinem Freund, meiner Familie, meinen Freunden sowie meinem Team an meiner Seite war es doch möglich.“

Mehr als 20.000 Einkäufe wurden mittlerweile bei Wunderbar Unverpackt getätigt. Haferflocken, rote Linsen und Nudeln seien der Renner, so Gunkelmann. Aber auch viele Artikel, die das plastikfreie Leben ermöglich, wie bspw. Shampoo-Steine, Bambus- Zahnbürsten, Bambus-Kaffeebecher oder Edelstahl-Strohhalme, seien sehr gefragt bei den Kunden.

Nachhaltigkeit und Mikroplastik passt nicht zusammen

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Selbst in Pflegeprodukten der umweltfreundlichen Drogerie dm wimmelt es von Plastik: Über den Abfluss gelangen die schwer abbaubaren Kunststoffe in unsere Flüsse und Meere. Mit einer Petition auf WeAct fordert Studentin Isabelle Braun: Mikroplastik raus aus Balea-Produkten!

Schon bald könnte mehr Plastik als Fische in unseren Ozeanen schwimmen – und es ist gut möglich, dass Sie heute unwissentlich dazu beigetragen haben: Duschgel, Gesichtscreme, Peeling, unzählige Kosmetik- und Pflegeprodukte enthalten Mikroplastik – in fester oder flüssiger Form. Über das Abwasser gelangen die schwer abbaubaren Kunststoffe in Flüsse und Meere. Besonders gefährlich: Umweltgifte lagern sich an Mikroplastik an und werden dann von Fischen und Muscheln gefressen – die am Ende auf unseren Tellern landen.

Die 23-jährige Studentin Isabelle Braun ist schockiert, als sie erfährt, dass auch Deutschlands beliebtester Drogeriemarkt dm in mehr als 80 Produkten der Eigenmarke Balea Kunststoffe verwendet: „Ich habe immer gedacht, dass dm ein Unternehmen ist, dem Umweltschutz wichtig ist“, erklärt sie. Wie Isabelle Braun wissen vermutlich auch viele andere Verbraucher/innen nicht, dass sie sich jeden Tag unter der Dusche mit Plastik einschäumen und damit die Umwelt belasten. Mit einer Petition auf WeAct fordert sie deshalb: Mikroplastik raus aus Balea-Produkten!

Unterzeichnen Sie die Petition gegen Mikroplastik

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Peruanischer Bauer feiert Etappensieg gegen RWE

 

 
Hamm. Ein peruanischer Bauer klagt gegen den Energiekonzern RWE. Der Konzern sei für den Klimawandel mitverantwortlich. Vor dem Oberlandesgericht Hamm landete der Kläger nun einen ersten Erfolg.

Ein zivilrechtlicher Anspruch sei grundsätzlich möglich, befand das Gericht. Das Landgericht Essen hatte dies in der ersten Instanz noch anders gesehen. Zu prüfen sei nun, ob der Kläger in einem zweiten Schritt beweisen kann, dass speziell die Emissionen der Kohlekraftwerke von RWE für den Klimawandel in den Anden mitverantwortlich sind, sagte der Vorsitzende Richter Rolf Meyer in der mündlichen Verhandlung am Montag zum Auftakt.

Weiter geht es am 30. November. Dann will das Gericht verkünden, ob es in die Beweisaufnahme einsteigt. Die Nachfragen des Gerichts ließen eine Tendenz in diese Richtung erkennen.

Der peruanische Bauer hatte von RWE verlangt, 0,47 Prozent der Kosten für Schutzmaßnahmen für sein Haus und sein Dorf zu übernehmen. Sein Dorf in den südamerikanischen Anden ist durch Fluten eines abtauenden Gletschers gefährdet, für die der Kläger RWE mitverantwortlich macht.


Der „Große Fuchs“ ist Schmetterling des Jahres 2018

"Pressemitteilung"

Oberseite des Großen Fuchses, dem Schmetterling des Jahres 2018; Foto: R. Manderbach / www.deutschlands-natur.de

Foto: R. Manderbach/www.deutschlands-natur.de

Berlin/Düsseldorf: Die Naturschutzstiftung des nordrhein-westfälischen BUND-Landesverbandes und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben den „Großen Fuchs“ (Nymphalis polychloros) zum Schmetterling des Jahres 2018 gekürt. „Mit der Auszeichnung möchten wir auf die schlechte Überlebensprognose der Schmetterlingsart aufmerksam machen“, sagte Jochen Behrmann von der BUND NRW Naturschutzstiftung.
In Deutschland steht der „Große Fuchs“ auf der Vorwarnliste der bedrohten Tiere. Seine langfristige Bestandsentwicklung schätzt das Bundesamt für Naturschutz als „sehr stark rückläufig“ ein. Der Große Fuchs kommt nicht häufig vor, ist aber weit verbreitet. Er lebt in trockenwarmen halboffenen Landschaften und an sonnigen Waldrändern, aber auch in naturnahen Gärten und auf Streuobstwiesen in weiten Teilen Europas und Asiens.
Während die meisten der 180 in Deutschland lebenden Tagschmetterlingsarten die kalte Jahreszeit als Raupen verbringen, überwintert der Große Fuchs als ausgewachsener Falter. Daher braucht er schon im zeitigen Frühjahr Nahrung. Die erste Futterquelle sind blühende Weidenkätzchen. „Leider entfernen Förster Salweiden häufig, da ihr Holz nur wenig Geld einbringt. Das ist ein wesentlicher Grund für den Rückgang der Bestände des Großen Fuchses“, sagte Behrmann. „Um dem Großen Fuchs zu helfen, sollten Weichholzarten wie die Salweide nicht mehr unbedacht abgeholzt werden“, so der Naturschutzexperte. Eine weitere Ursache für den Bestandsrückgang des Falters ist der Verlust seines Lebensraumes durch die Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft und des Flächenverbrauchs für Siedlungsbau und Verkehr.

Die Umweltzeitung ist wieder da

 

Keine Sorge, die neue Ausgabe der Umweltzeitung will Ihnen nicht den Boden unter den Füßen wegziehen. Aber es stimmt durchaus, unser Boden ist in vielerlei Hinsicht in Gefahr. Waldböden werden durch Rodung zu Ackerböden, gleiches gilt für Grünland. Wertvolles Ackerland, wie in Geitelde soll einem Gewerbegebiet geopfert werden und neue Verkehrswege, Ein- und Mehrfamilienhaussiedlungen mit ihren Parkplätzen und Straßenanlagen und vieles andere mehr verbrauchen den Boden. Boden wächst nicht nach, er wird nicht mehr, sondern weniger. Täglich werden nach wie vor rund 70 Hektar Boden in Deutschland überbaut und sonst wie der natürlichen Nutzung entzogen. Das sind etwa 100 Fußballplätze.