PM: Grüne begrüßen Umbenennung des Berliner Platzes in Willy-Brandt-Platz

Positiv reagieren die Grünen im Rat der Stadt Braunschweig auf den Vorschlag der Verwaltung, den Berliner Platz (zumindest teilweise) in Willy-Brandt-Platz umzubenennen. "Das ist eine gute Idee, die wir sehr begrüßen," kommentiert die Grüne Ratsfrau Andrea Stahl (Mitglied im Ausschuss für Kultur und Wissenschaft). Pressemeldung der Stadt

Angesichts der öffentlichen Resonanz auf diesen Vorschlag plädieren die Grünen allerdings dafür, die entsprechende Verwaltungsvorlage nicht nur - wie derzeit vorgesehen - im Bezirksrat Viewegsgarten-Bebelhof zu behandeln. "Immerhin geht es hier um die Würdigung einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der deutschen Nachkriegsgeschichte. Wir meinen, dass eine solche Ehrung auch vom Kulturausschuss und vom Rat beschlossen werden sollte. Unsere Fraktion würde sich dort jedenfalls gerne näher mit dem Benennungsvorschlag befassen."

Die Pressemitteilung des Oberbürgermeisters vom gestrigen Donnerstag (siehe unten) werde der Person Willy Brandts im Übrigen nicht vollständig gerecht, da Herr Dr. Hoffmann dort Willy Brandt auf seine Rolle als ehemaliger Bürgermeister der heutigen Bundeshauptstadt reduziere. "Den Menschen in Deutschland und auch in Braunschweig ist Willy Brandt aber vor allem als Bundeskanzler und Friedensnobelpreis-Träger bekannt, der sich mit seiner Entspannungs- und Versöhnungspolitik um das Ansehen unseres Landes sehr verdient und auch international einen großen Namen gemacht hat. Erinnert sei in diesem Zusammenhang insbesondere an den symbolträchtigen Kniefall von Warschau." Es sei nicht nachvollziehbar, warum Herr Hoffmann auf die Kanzlerschaft Willy Brandts und dessen außenpolitische Erfolge (Stichwort Ostverträge/Ostpolitik) mit keinem Wort eingehe.

 

 


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