Schoko-Industrie soll Kinderarbeit ächten

Kleiner Junge in einer Kakaoplantage in der Elfenbeinküste, die etwa 50 % des Rohkakaos exportiert.

Mittwoch, den 12. Juni 2013 um 08:27 Uhr: Zum Internationalen Tag gegen Kinderarbeit am 12. Juni prangert das INKOTA-Netzwerk vor dem Brandenburger Tor in Berlin die globalen Ungerechtigkeiten bei der Herstellung von Schokolade an. Die Organisation startet damit die europäische Kampagne "Make Chocolate Fair!", die sich mit einer Petition an die Schokoladenindustrie wendet. Vollständiger Text

Stadt Braunschweig: Privatisierung der Stadtwerke verdoppelt langfristig die städtische Schuldenlast

Dass durch Privatisierungen kurzfristig der Verschuldungsstand gesenkt werden kann, ist unbestritten. Als gelungen kann eine Privatisierung jedoch nur gelten, wenn sie nachhaltig Vorteile bringt.

Die unter Federführung von KPMG erfolgte Privatisierung von Dreivierteln der Braunschweiger Stadtwerke im Jahr 2002 galt bislang als Musterbeispiel einer gelungenen Privatisierung. So gelungen, dass bundesweit über das „Haushaltswunder von Braunschweig“ berichtet wurde. Als Beweis galt der Stadtverwaltung ein im Jahr 2010 veröffentlichtes ebenfalls von KPMG erstelltes Gutachten. Darin errechnete KPMG, dass die Privatisierung der Stadtwerke der Stadt einen Barwertvorteil von 242 Mio € gebracht hätte.

Kritiker behaupten jedoch seit langem, dass KPMG zu diesem positiven Ergebnis nur kommen konnte, weil sie auf eine geschickte Weise den Löwenanteil der Einnahmen aus dem Stadtwerkeverkauf doppelt auf der Habenseite der Privatisierung verbuchen.

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Unterschriftenaktion: Entschädigung für die Opfer der Unglücke in Bangladeschs Textilfabriken!

Neue Eilaktion von Clean Clothes Campaign (CCC) oder "Kampagne für saubere Kleidung" - Bitte Petition unterschreiben

24. Mai 2013 – heute vor genau einem Monat stürzten Decken und Wände des Rana Plaza-Gebäudes in Sabhar, Bangladesch, zusammen. Die Trümmer begruben über 3.000 Menschen unter sich, 1.127 davon starben. Darüber hinaus brannte heute vor sechs Monaten auch die Fabrik Tazreen ab, was 112 ArbeiterInnen das Leben kostete.

Unsere Forderungen

Die Kampagne für Saubere Kleidung fordert alle Unternehmen auf, die in den Fabriken Tazreen und Rana Plaza produzieren ließen:

Verpflichten Sie sich, den verletzten ArbeiterInnen und den Familien der Toten unmittelbare Unterstützung anzubieten und umfassende Entschädigungen zu zahlen, so wie sie von den Gewerkschaften errechnet wurden!

Arbeiten Sie sowohl mit den bangladeschischen Gewerkschaften und Opferorganisationen als auch IndustriALL, dem weltweiten Verband der Gewerkschaften in der Bekleidungsindustrie, zusammen um die Abwicklung transparent und gemeinschaftlich zu gestalten.

So stoppen wir die Mega-Ställe

In den vergangenen drei Jahren wurden in Deutschland so viele Mega-Ställe beantragt oder gebaut wie nie zuvor – für 2,5 Millionen Schweine und fast 40 Millionen Hühner. Vor allem Investoren aus den Niederlanden industrialisieren unsere Landwirtschaft, denn bei ihnen zu Hause wurden Tier- und Umweltstandards verschärft. Bei uns hingegen dürfen Masttiere auf engstem Raum zusammengepfercht, mit Gen-Soja gefüttert und mit Antibiotika vollgestopft werden.

Jetzt bietet die Bundestagwahl die Chance, mit einer neuen Regierung eine Agrarwende einzuleiten: Wenn Mega-Ställe und Schlachthöfe nicht mehr mit Agrarsubventionen gefördert, wirkungsvolle Tierschutzbestimmungen erlassen und Tierhaltung an den Betrieb eigener Futterflächen gebunden werden, würden sich Tierfabriken kaum mehr rentieren. Und wenn wir Bürgerinnen und Bürger nun im Wahlkampf zeigen, dass diese Frage für uns entscheidend ist, müssen die Parteien reagieren.

Am 31. August umzingeln wir dann mit vielen tausend Menschen einen Ort, der wie kein anderer für die Agrarindustrie steht: Europas größten Schlachthof im niedersächsischen Wietze nahe Celle. Angeführt wird unser Protest von einem fünf Meter hohen, beweglichen Huhn. Die Großpuppe wird der Demonstration pickend und scharrend am Schlachthofzaun vorangehen.

Klicken Sie hier und spenden Sie online für das Demo-Huhn!

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NEW YORKER und der Wegweiser durch den Label-Dschungel

Zahlreiche Siegel und Standards sind mit dem zunehmenden Trend des ethischen Konsums ins Leben gerufen worden - aber was verbirgt sich hinter den bunten Logos und wohlklingenden Standards? Eine Broschüre gibt einen Überblick darüber, wofür die gängigen Siegel, Standards und Initiativen eigentlich stehen. So erhalten Sie beim nächsten Einkauf einen besseren Einblick in die wirkliche Bedeutung der zahlreichen Anhängsel am Kleidungsstück. Gleichzeitig lernen Sie relevante Kategorien und Kriterien kennen und können dadurch andere (und zukünftige ) Labels ebenso kritisch einschätzen und hinterfragen.

Bisher haben 31 Unternehmen zugesagt, das Abkommen für Gebäudesicherheit und Brandschutz zu unterzeichnen. Mehr als 1.000 Fabriken in Bangladesch sind damit Teil des Verbesserungsprogramms. Die Umsetzung soll sofort beginnen. Der Braunschweig-Spiegel wird beobachten was daraus wird, zumal dieses Abkommen nur der Anfang sein kann und sein muss ("Siehe Ohnmächtige Näherinnen machen Werbung für Existenzlöhne"), denn wenig überraschend zeigt sich nun, dass die besagten bilateralen Verträge über die Einhaltung der Menschenrechte zwischen den internationalen Bekleidungsunternehmen und den Textilfabriken nichts wert sondern eher Teil des Problems sind.

Positiv sind zunächst die Zusagen ein transparentes, rechtlich bindendes Abkommen zu unterzeichnen. Die Frist für die Zusagen ist am 16.5.2013 um 24:00 Uhr abgelaufen. Für Nachzügler wird ein Türchen offen gehalten. Ob das Braunschweiger Bekleidungshaus New Yorker dieses Türchen nutzen wird? Noch gibt es nicht mal eine Zusage von NY zur Unterschrift. Andere Unternehmen, nämlich die oben besagten 31, waren in der Lage schneller zu entscheiden. NYer prüft noch, wie das Unternehmen verlautbart. Wir werden sehen wie lange!

NEW YORKER ist sich angeblich seiner Verantwortung bewusst

Das Braunschweiger Bekleidungsunternehmen New Yorker wurde vom Braunschweig-Spiegel zu den sozialen Standards befragt, die das Unternehmen von den produzierenden Firmen im Ausland, insbesondere in Bangladesch, verlangt. Anlass waren die über 1100 toten Arbeiterinnen in einer Fabrik in Dhaka und wiederholte Brände mit vielen Toten in den Bekleidungsfabriken. Ferner war Anlass ein Abkommen mit internationalen Bekleidungskonzernen, das den Arbeitsschutz und die betriebliche Sicherheit gewährleisten soll. Verpflichtet haben sich bisher prominente Modelabels wie H&M, C&A, Zara-Inditex, Benetton, Hess Natur und Primark. PHV (Tommy Hilfiger, Calvin Klein)  und Tschibo hatten bereits einem ähnlichen Papier zugestimmt.

Nach dem Beitrag in der TAZ:  "Stoff für Geschichten des Wandels" veröffentlicht der Braunschweig-Spiegel den vollständigen Schriftwechsel zwischen der B-S-Redaktion und dem Unternehmen "New Yorker" zunächst kommentarlos:

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...und nun die Kartoffeln

"Jetzt reicht's mir: Pferd statt Rind - Schimmelpilz im Futter - Betrug bei Eiern" schrieb Thilo Bode in "foodwatch" am 14. April. Natürlich weiß dieser erfahrene Öko-Haudegen, dass es so wie gehabt mit der Ernährungsindustrie weitergehen wird, denn das Problem liegt im System. Aber es war schon etwas sehr heftig. Ein Skandal folgte dem anderen, es war kaum Zeit zum Luftholen, da kam schon der nächste. Vor zwei Wochen waren dann die Bienen dran mit den drei bienengefährlichen Wirkstoffen aus der Stoffgruppe der Neonicotinoide, wobei dieser Streit anders gelagert ist, denn von kriminellen Machenschaften ist nichts bekannt.

Und nun die Kartoffeln (Siehe SZ). Es wird gegen Kartelle und Preisabsprachen ermittelt.

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PM: Nachtflugverbot am Flughafen nötig

Die BIBS hat bereits im Januar dieses Jahres im Stadtbezirk Wabe-Schunter-Beberbach zusammen mit den Grünen und der SPD interfraktionell ein Nachtflugverbot beantragt. Logischerweise unterstützt die BIBS nun auch diesen Antrag der Grünen: „Es ist nicht einzusehen, dass die Menschen im Umfeld des Flughafens aufwachen müssen, weil ein Herr Winterkorn nachts von einem Fußballspiel aus Madrid einfliegt.“, so BIBS-Stadtbezirksrätin Tatjana Jenzen. „Selbst in größeren Städten wie Hamburg, Stuttgart und München gibt es Nachtflugverbote, in Braunschweig aber nicht.

“Ein Flughafen ohne Nachtflugverbot ist verlockend für Logistikflieger und den Hauptnutzer VW. Derzeit gilt für den Flughafen nachts nur eine unzeitgemäße Verkehrsbeschränkung, die besagt, dass pro Nacht nicht mehr als 6 über 75dB(A), d.h. sehr laute Flugbewegungen stattfinden sollen. Darunter, also mit 74 dB gibt es keinerlei Beschränkungen. Die gesundheitsschädliche Wirkung von Fluglärm und insbesondere die von nächtlichen Lärmereignissen, die zur Unterbrechung des Schlafes führen, sind allgemein bekannt. Deshalb ist ein Nachtflugverbot unabdingbar für den Erhalt der Gesundheit und der Lebensqualität.


Wie viel Provision steckt in einer Geldanlage?

Verbraucherzentrale-Niedersachsen in Braunschweig

Verbraucherzentrale: Angebote prüfen, auf Kosten und Gebühren achten

Hannover, 08.04.2013 – Wer größere Beträge anlegen oder langfristig für das Alter vorsorgen möchte, ist angesichts der verschiedenen Vorsorgemöglichkeiten und der Fülle  unterschiedlicher Finanzprodukte schnell überfordert. Viele Verbraucher vertrauen daher leichtgläubig den Anlageempfehlungen ihres Finanzberaters. Hier ist Vorsicht geboten: „Denn statt einer bedarfsgerechten Beratung stehen mitunter allein die Provisionsinteressen des Vermittlers im Vordergrund“, warnt Andreas Gernt, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

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PE: „Touristen sind von herausragender Bedeutung für die Innenstadt“

Innenstadt-Kaufleute, Arbeitsausschuss Tourismus und Stadtmarketing wollen Kaufkraft binden

Viel Optimismus strahlte Volkmar von Carolath, Vorsitzender des Arbeitsausschusses Innenstadt Braunschweig e. V. (AAI), während des ersten Informationsabends des Jahres am vergangenen Mittwoch aus. Und das trotz schwieriger Wirtschaftslage, größerer Internet-Konkurrenz und immer neuen Versuchen, das Braunschweiger Zentrenkonzept aufzuweichen. Das von der Braunschweig Stadtmarketing GmbH gemeinsam mit Arbeitsausschuss Tourismus Braunschweig (ATB) und vielen Veranstaltern und Kultureinrichtungen betriebene Tourismusmarketingbewertetevon Carolath als große Perspektive für den innerstädtischen Einzelhandel.

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