Burgplatz Open Air: Mit “Carmen” back to the roots

Begleitet von GMD Srba Dinic am Flügel sang Carolin Löffler die berühmter Arie „Habanera“ für die Gäste der Veranstaltung. Foto: Marcus von Bucholz

Nach „West Side Story“ (2014), „Hair“ (2016) und „Hairspray“ (2017) kehrt das Staatstheater in diesem Jahr beim Burgplatz Open Air zu seinen Wurzeln zurück. Bizet’s unwiderstehliche Sehnsuchtsoper „Carmen“ (vor 15 Jahren zur Eröffnung der Reihe gegeben) soll in einer wohl eher werktreuen Inszenierung unter Regie des Österreichers Philipp M. Krenn „den Weg zu unserem eigentlichen Kerngeschäft“ zurückführen – so Intendantin Dagmar Schlingmann. Als „Garant für ein Galaformat“ stehe dabei Generalmusikdirektor Srba Dinic Pate. Der bezeichnet die ‚Carmen’ als eine seiner Lieblingsopern; findet sie „selbst nach sechs oder sieben Inszenierungen noch lebendig und frisch.“

 

Zahlreiche Journalisten und Kulturinteressierte freuten sich über eine spannende Inszenierung im Sommer auf dem Burgplatz. Foto: Marcus von Bucholz

Setzen kann er dabei auf sein überragendes Ensemble. Mit Carolin Löffler und Jelena Kordic (Carmen) sowie der Volumenstimme Nana Dzidziguri sind die weiblichen Rollen hervorragend besetzt, für den Don Jose und den Escamillo verplichtete das Staatstheater namhafte Talente als Gäste. Operndirektorin Isabel Ostermann: „Zudem setzen wir auf unseren Chor und den Kinderchor, in dem die Stimmen während der 19 Vorstellungen regelmässig wechseln, damit die Schulkinder nicht zu viel Unterricht verpassen.“

 

Stellten das Burgplatz Open Air 2018 vor (v.l.): GMD Srba Dinic, Operndirektorin Isabel Ostermann, Generalintendantin Dagmar Schlingmann und Julien Mounier (BS Energy). Foto: Marcus von Bucholz

Die 1875 unter Buhrufen und Protesten uraufgeführte Oper um die spanische femme fatale, der migrantischen Unterschicht entstammend und so gar nicht liebevoll zu ihren Liebhabern („sie bandelte gern mit Männern an, gab sich ihnen aber nie hin“), ist auch deshalb ein Publikumsschlager, weil sie ein Urthema der Menschheit berührt: das Verhältnis der Geschlechter mit einer sich (über ihre Sexualität) emanzipierenden Frau. Dazu wartet Bizet’s Carmen mit den musikalischen Pop-Klassikern der beginnenden Moderne auf, die in keinem Plattenschrank fehlen dürfen.

Bizet’s Landsmann Julien Mounier (Vorstandsvorsitzender von BS Energy; auch für die nächsten drei Jahre Hauptsponsor des Burgplatz Open Air): „Ich bin begeistert, wie der Komponist die spanische Seele erspürte, obwohl er nie in dem Land war.“ Auch in diesem Jahr sponsert sein Konzern das Projekt „100 Schüler in die Oper“. Die Teilnehmer werden durch Theaterpädagogin Iris Kleinschmidt durch das Staatstheater geführt und nehmen an einem Workshop teil, dazu dürfen sie eine Vorstellung auf dem Burgplatz besuchen. Schulen, die sich daran beiteiligen wollen, berwerben sich ab 31. Mai unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Karten für die „Carmen“ (Premiere am 18. August) gibt es ab sofort unter www.staatstheater.de, Tel. 0531 – 1234567

 

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