Deutschen ist soziale Gerechtigkeit wichtiger als individuelle Freiheit

"Eine weltweite Umfrage zeigt, dass sozialistische Ideale noch immer einen hohen Stellenwert haben. Auch in Deutschland gibt es eine Sehnsucht nach sozialer Gerechtigkeit. Der freien Marktwirtschaft misstrauen viele Bundesbürger. Pressemitteilung
Soziale Gerechtigkeit ist den Deutschen wichtig. So wichtig, dass sie diesem Wert sogar die eigene individuelle Freiheit unterordnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos, die WELT exklusiv vorliegt.

Anlässlich des 200. Geburtstags von Karl Marx am 5. Mai hatte das Institut Menschen aus 28 Ländern gefragt, welchen Wert sozialistische Ideale heute noch hätten. Das Ergebnis: einen nach wie vor hohen. „Die Kritik an den Auswüchsen der neoliberalen Marktwirtschaft ist groß“, sagt Robert Grimm, Direktor für Politik- und Sozialforschung bei Ipsos. „Die Menschen haben einen ausgeprägten Wunsch nach mehr sozialer Gerechtigkeit.“ Weiter in der WELT

DEMO: "Keine Deals mit der Türkei! Solidarität mit der kurdischen Freiheitsbewegung!" hin.

Flyer mit Volltext

Beteiligt euch an der Demonstration am 26.05.2018 um 13 Uhr auf dem Kohlmarkt!

Am 20.01.2018 überfielen die türkische Armee und islamistische Milizen den Kanton Afrin in Syrien. Ziel war und ist es, die dortige Bevölkerung zu vertre-ben, um im Anschluss der Türkei gegenüber „loyale“ Flüchtlinge anzusiedeln und alles, was an die kurdische Bevölkerung erinnert, zu zerstören. Für den türkischen Präsidenten Erdogan und seine AKP (Adalet ve Kalkınma Partisi- Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung) soll hier aber noch nicht Schluss sein: ein neo-osmanisches Großreich vor Augen wurden bereits mehrfach kurdische Gebiete im Irak angegriffen und auch in Richtung Griechenland und Israel wurden bereits Kriegsdrohungen gesendet.

Wird der Demokratieabbau von Facebook und NATO organisiert?

Facebook wird zum Nato-Organ

Der Druck auf Zuckerberg hat gefruchtet. Das Digital Forensic Research Lab des Atlantic Council wird künftig dank einer gerade vereinbarten Kooperation mit Facebook darauf achten, dass keine russischen Quellen über das soziale Netzwerk westliche Öffentlichkeiten mit Falschinformationen und Propaganda politisch beeinflussen können. Nur noch neutrale Informationen über die segensreichen Wirkungen der weltweiten Friedenseinsatze der Natotruppen und über die Gräueltaten der Regime, die aus humanitären Gründen beseitigt werden müssen, sollen uns erreichen.

Katie Harbath, Direktorin für Globale Politik und Regierungen von Facebook, sagte dazu laut einer Pressemitteilung des Atlantic Council: “Diese Partenrschaft wird sicherstellen, dass Facebook eine positive Rolle bei allen Wahlen rund um die Welt spielt.” Weiter

NAZI-Aufmärsche in Bad Nenndorf sind Geschichte

Die sogenannten „Trauermärsche“ von Neonazis sind Geschichte – zumindest hat der Landkreis Schaumburg als Versammlungsbehörde nunmehr die Daueranmeldung für diese braunen Aufmärsche bis 2030 für erloschen erklärt.
 
Damit und mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Bad Nenndorf ist bunt in Person des langjährigen Vorsitzenden Jürgen Uebel geht ein Kapitel im Kampf gegen Neonazis erfolgreich zu Ende, woran auch der DGB nicht unmaßgeblich beteiligt gewesen ist. Hier ein Kommentar vom NDR

 

Willy Wimmer zu Merkel und Putin

Kanzlerin muss über ihren Schatten springen

Williy Wimmer zu Gast im Audimax der TU Braunschweig. Gastgeber: Friedenszentrum, TU Braunschweig, ASTA und Ev Akademie Abt Jerusalem. Foto Uwe Meier

Im Vorfeld des Treffens der Bundeskanzlerin mit dem russischen Präsidenten am Freitag hat RT Deutsch den parlamentarischen Staatssekretär a.D. Willy Wimmer darum gebeten, eine geopolitische Einordnung der jüngsten Geschehnisse zwischen den USA und dem Iran vorzunehmen. You Tube

Von der Redaktion des B-S: Staatssekretär a.D. Willy Wimmer (CDU) wird am 24. Oktober 2018 in Braunschweig, in der Ev. Akademie Abt Jerusalem zu Gast sein. Wahrscheinlich wird er in der Brüdernkirche vortragen.

Die Ev. Akademie Abt Jerusalem wird einen Themenschwerpunkt Frieden und Kriegsprävention in ihren Programmen der nächsten Jahre setzen. Es beginnt am 15.10.2018 mit dem Beauftragten der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) Herrn Renke Brahms (Hinweis: in hanseatischer Bescheidenheit heißen die Bischöfe in Bremen "Schriftführer"). Nach Willy Wimmer am 24.10. folgt am 5.12.2018 Dr. Jochen Luhmann vom Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt und Energie zum Thema: "Aussichten für eine Neubegründung des Konzepts gemeinsamer Sicherheit in Europa".

"fairLand" eine neue linke Bewegung

Es kursiert ein Aufruf für eine neue Bewegung - eine linke Bewegung! "Für ein gerechtes und friedliches Land", so die Überschrift. Lesen Sie hier das #fairLand-Papier, das wahrscheinlich aus den Federn von Oskar Lafontaine und seiner Frau Sahra Wagenknecht stammt. Und lesen Sie auch gleich im "der Freitag" Pro und Contra.

Im Dokument heißt es "#fairland ist keine mixtur verschiedener Parteien und schon gar keine neue Partei". Stattdessen wolle man eine überparteiliche Bewegung sein. Na denn!

Abkehr vom Militarismus: Soziale Verteidigung!

„Schnee von gestern oder Vision für morgen? Neue Wege sozialer Verteidigung“ war der Titel einer Tagung des Bundes für Soziale Verteidigung, die vom 20. bis 22. April in Braunschweig stattgefunden hat. Mitglieder des Braunschweiger Friedenszentrums waren dabei. Zu Beginn der Tagung gab es einen Rückblick auf die vergangenen 30 Jahre, denn der Bund hatte sich vor 30 Jahren gegründet. Aus dieser Zeit gibt es bekannte Beispiele gewaltfreier Umstürze, z.B. in der DDR und Tunesien. Viele Fälle gewaltfreier Konfliktlösungen, die sich in diesen Jahren ereignet haben, werden allerdings in den Medien kaum erwähnt. Auf diese Erfolge gewaltfreier Konfliktaustragung soll künftig stärker hingewiesen werden.

Ein anderes Thema war das Scenario „Sicherheit neu denken“, das innerhalb der Badischen Landeskirche erarbeitet und kurz nach der Tagung der Öffentlichkeit vorgestellt worden ist. Es enthält einen Entwurf der Entmilitarisierung Deutschlands bis zum Jahr 2040. Weitere Informationen unter www.ekiba.de – Frieden und Gerechtigkeit. Dieses Szenario soll in Kirchen, Friedensgruppen und der Politik diskutiert werden. Zivile Konfliktbearbeitung muss stärker in die Sicherheitspolitik eingebunden werden.

America first, China second

Lost in Europe

Auf Donald Trump ist die EU derzeit nicht gut zu sprechen. “Mit solchen Freunden – wer braucht da noch Feinde?” fragte Ratspräsident Tusk am Mittwoch. Die Medien werteten es als Kampfansage – doch man kann es auch anders deuten.

Es könnte nämlich auch ein Ausdruck von Ratlosigkeit sein. Denn die EU ist, was die drohenden Iran-Sanktionen betrifft, nicht abwehrbereit. Sie beginnt erst jetzt, sich zu wappnen.

Gleichzeitig beschwört sie aber die transatlantische Partnerschaft. Vor allem Kanzlerin Merkel will nicht von den USA und Trump lassen. Dabei wendet der sich längst anderen Partnern zu – vor allem China.

Brief aus Gaza

Sehr geehrte Damen und Herren,

Liebe Freundinnen und Liebe Freunde,

Gaza am 15 Mai 2018

Meine letzte Email hatte ich mit den Sätzen: „Ich bin wütend“ und „ich bin verzweifelt“ begonnen. Nach den Ereignissen gestern, bin ich nun sprachlos, fassungslos, machtlos, ohnmächtig. Und um ehrlich zu sein, weiß ich nicht so recht, wie ich in Worte fassen kann, was in mir vorgeht, was ich zum Ausdruck bringen möchte. Denn es ist gestern ein Verbrechen/Blutbad geschehen, es wurde ein Massaker verübt, das zum Himmel schreit. Weiter im Brief

Samstags von 11 bis 12 Uhr, Kohlmarkt: Speaker´s Corner zum Thema Kriegsgefahr

Speaker`s Corner am Kohlmarktbunnen an jedem Samstag um 11 Uhr

Foto: Bernd Krauß

Jede und jeder kann reden, spontan oder vorbereitet, kurz oder etwas länger. Wenn einem etwas gefällt, das gerade gesagt wurde, kann man es ergänzen. Wenn einem etwas missfällt, was man gerade gehört hat, kann man sofort widersprechen. Und wenn sich daraus ein Wechsel von Rede und Gegenrede ergibt, umso besser. Schon seit einigen Wochen funktioniert das auf dem Kohlmarkt samstags ganz gut. Begonnen damit hat Helmut Kaess vom Friedenszentrum, als ihm die Eskalation der letzten Wochen zu bedrohlich wurde (Skripal, Douma, Iran, Korea, Aufrüstung usw. usf). Inzwischen sind weitere Unterstützer dazu gekommen.  

Jede(r) ist willkommen, unabhängig von Partei, Gruppe oder Überzeugung. Die BIBS liefert das Equipment. Wer reden will, muss kein Experte sein. Sorgen machen sich viele, das zeigen Umfragen. Nur: die meisten bleiben damit allein und nicht wenige hoffen schlicht, dass doch nichts passieren wird. Verlassen kann man sich darauf aber nicht. Das zeigen gerade die Auseinandersetzungen um das Iran – Abkommen. Da ist es doch besser, die Sorgen öffentlich zu machen und zu teilen. Das kann andere ermutigen. Und auf Dauer kann es politische Wirkung in der Stadt erzeugen. 

Also: ran ans Mikrofon und los geht´s (zugegeben, ein bisschen Überwindung kostet es anfangs schon, aber das legt sich).

Am besten schon diesen Samstag.  

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