Trump`s Sicherheitsberater John Bolton will noch 2018 Krieg

„The only solution is to change the regime and that`s what we will celebrate before 2019 in Teheran“ (Die einzige Lösung ist der Regimewechsel, und den müssen wir noch vor 2019 in Teheran vollziehen) red.

Wird also der Iran noch dieses Jahr vom Westen angegriffen? 

Fast der gesamte Nahe und Mittlere Osten stehen in Flammen. Weltweit fliehen über 50 Millionen Menschen aus völlig zerstörten Infrastrukturen. In Regionen mit 50 Grad, ohne Strom und Trinkwasser können sie nicht überleben. In Libyen, Irak, Syrien, Jemen, Somalia, Afghanistan ist der Frieden nach den Bombardements durch Regierungen der westlichen Wertegemeinschaft in weiterer Ferne als vor 20 Jahren. Der Iran mit 80 Millionen Einwohnern ist der letzte große intakte Staat in der Region. Wird der Iran angegriffen, wird die Zahl der bisher 70 Millionen Flüchtlinge wohl um mehr als 20 Millionen steigen. 

Libyen war einmal das höchst entwickelte Land Afrikas mit freier Gesundheitsvorsorge und Bildung für alle Bürger. Dann flogen die NATO-Bomber für „Freiheit“ und „Demokratie“. Der Irak war einmal engster Verbündeter der USA im Krieg gegen den Iran, nach dem Regime-Change bleibt ein verwüstetes Land mit hunderttausenden toten und verkrüppelten Menschen.  

Regime-Change und Einmischung mit Unterstützung deutscher  Abgeordneter

Am 1. Juli-Wochenende 2018 fand in Paris ein großer Kongress unter dem Motto #freeIran2018 #IranRegimeChange statt. Der Kongress wurde von den „Volksmodschahedin“ organisiert. Diese Gruppe kämpfte im Irak-Iran Krieg an der Seite von USA und Irak gegen den Iran und hat deshalb im Iran nur wenige Unterstützer. Trotzdem wird diese Gruppe vom westlichen Lager wie eine Exilregierung unterstützt und hofiert. Als Redner auf dem Kongress waren neben bekannten amerikanischen Kongress -Abgeordneten auch zwei deutsche Bundestagsabgeordnete vertreten: Eduard Lintner CSU und Martin Patzelt CDU. 

Auf www.iranfreedom.org können sich alle deren Aufforderungen zum Sturz der iranischen Regierung ansehen. Öffentliche Aufforderungen zum Umsturz waren schon in der Ukraine kein Tabu für westliche Politiker. Die Bilder gleichen einem am 1. Juli  in Amerika durchgeführten Kongress, auf dem der amerikanische Sicherheitsberater John Bolton den Sturz der iranischen Regierung noch vor 2019 unter jubelndem Beifall der Exil-Iraner angekündigt hatte. 

Aktuell wird der Iran aufgrund der US-Sanktionen vom bargeldlosen Zahlungsverkehr abgeschnitten. 300 Millionen Euro Guthaben einer iranischen Bank in Deutschland wird die Bundesregierung vermutlich einfrieren mit der Behauptung, am Chaos im Mittleren Osten sei der Iran durch Terrorunterstützung schuld. Die USA verlangen weltweit von allen Staaten, iranisches Öl zu boykottieren und droht allen Ländern bei Zuwiderhandlung mit Sanktionen. Der Ölexport bedeutet für den Iran aber 80% seiner Exporterlöse! Diverse Fluglinien stellen wegen Sanktionsdrohungen der US-Regierung ihre Flüge nach Teheran ein. Wir erleben aktuell die wirtschaftliche Erdrosselung eines souveränen Landes und den Aufruf zum Umsturz mit absehbaren Folgen wie in allen Nachbar-Ländern.  

Für „unsere“ westlichen Werte scheint kein Preis zu hoch und wenn dabei die halbe Welt in Brand gesteckt wird. „Unsere“ Politiker werden dabei wieder einmal lächelnd ihre Hände in Unschuld waschen und sich zusätzlich noch gerne bestechen lassen wie Eduard Lintner, der über 800 000 Euro von interessierten Kreisen aus Aserbaidschan (siehe dazu sein Profil auf wikipedia) annahm. 

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