Abriss des Rathaus-Neubaus, die Zweite?

Schon einmal, vor etwas mehr als zwei Jahren, sollte die Zertrümmerung des Rathausanbaus eingeleitet werden. Die Braunschweiger Zeitung meldete: "Rathaus-Neubau soll im nächsten Jahr abgerissen werden." (BZ, 26. Oktober 2005). Die CDU-Ratsherren Sehrt und Manlik versprachen, der Abriss sei in einem Monat erledigt und sei auch keineswegs dramatisch teuer. Es ging um die Herstellung der "Sichtachse Schloss / Rathaus". Von Klimaschutz war damals nicht die Rede.

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Bei der morgendlichen Zeitungslektüre

Glogo auf allen Seiten, auf dem Titelblatt, dem Stadt-Teil und jenem merkwürdigen Teil, der sich „Braunschweiger Land“ nennt, als lebe man noch immer zu Zeiten der Welfen. Es gibt nur ein Ereignis, als sei sonst nicht Wichtiges zu vermelden. überall wird seine Menschlichkeit betont: „Ein Mensch für Menschen.“
Da ahnt man, dass ihm nicht Menschlich-Allzumenschliches fremd ist. Ein unbedarfter Leser, vielleicht ein junger Mensch, der Glogos große Zeiten nicht mehr erlebt hat, wird sich freilich über den jähen Abbruch einer solchen Karriere wundern: Am 14. Oktober 1999 endete plötzlich seine Ministerpräsidentschaft, die erst 13 Monate früher begonnen hatte. Warum? wird er sich fragen. Gab es plötzlich Neuwahlen? Die Lösung des Rätsels wird er in der „Braunschweiger Zeitung“ nicht finden. Statt dessen lauter schöne Worte – wie über einen Toten, über den man ja auch nichts Böses sagen soll. Da soll etwas beerdigt werden, unter den Boden kommen, da besteht ein großes Interesse, ein Stück verdrängte Vergangenheit nicht an Licht kommen zu lassen.

Aber Untote (und Untotes) sind besonders gefährlich, das weiß jeder Kinogänger ...

Bürger - Ehrenbürger

Angesichts der morgigen Ernennung Gerhard Glogowskis zum Ehrenbürger der Stadt referierte Marion Korth in der Neuen Braunschweiger Zeitung von heute eine Einlassung Gerd Biegels zu Braunschweiger Ehrenbürgern. Wir vernehmen da eine doch etwas seltsame Theorie über die Entstehung der Institution in Braunschweig:

In der "knallharten Rivalität" der Messestädte Leipzig und Braunschweig habe man (zuerst 1838 Abraham Grah aus Solingen) wie Leipzig Kaufleute und Fabrikanten zu Ehrenbürgern gemacht, wenn sie ihre Waren mindestens 100 mal auf Braunschweiger Messen angeboten hätten. Später, nachdem Braunschweig gegenüber Leipzig als Messestadt klar den Kürzeren gezogen habe, seien es dann oft auch Politiker gewesen, die zu Ehrenbürgern der Stadt gemacht wurden.

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Da staunt selbst Uri Geller: telepathische Beziehung zwischen Dr. Hoffmann und BZ

Unglaubliche Vorgänge in Braunschweig, bei denen selbst Uri Geller Hören und Sehen vergehen dürfte. Da schickt "unsere Zeitung" zwei Energieexperten mit der Wärmebildkamera auf Tour; die schlendern durch die Stadt und landen zufällig - auf dem Bohlweg. Was könnte man mal aufnehmen? Ah, vielleicht den Rathausanbau, wo wir doch gerade auf dem Bohlweg stehen? Gute Idee!

Und schon das Ergebnis: "Das bedeutet nichts Gutes. Da geht wertvolle Heizenergie verloren".

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Selenz' Kommentar: "Ehrenbürger Glogowski"

Am 11. Februar 2008 soll in der altehrwürdigen Dornse Gerhard Glogowski die Ehrenbürgerwürde der Stadt Braunschweiger empfangen. Vorgeschlagen wurde er von Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann persoenlich.

Als ich die Meldung las, glaubte ich zuerst an einen Druckfehler. Dann an einen Fastnachtsscherz. Aber Rosenmontag war in diesem Jahr bereits am 4. Februar.

Liess der OB nicht hoechstpersönlich vor Jahren ganze Aktenordner mit internem Material in Sachen Mundstock/Glogowski politisch engagierten Bürgern zuspielen? Seine Absicht: Die Bürger sollten der Staatsanwaltschaft Beine machen.

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Rumpelstilzchen im Rathaus oder Hoffmanns Tanz um den Rosenbaum

Wir erwarten von Ihnen die Veröffentlichung des Untersuchungsberichtes [der Staatsanwaltschaft über die "Mundstock-Affäre", K.E.] noch vor der offiziellen Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Herrn Glogowski im Februar 2008.

forderte eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann, der kürzlich als Anzeige in der Braunschweiger Zeitung und in der Neuen Braunschweiger Zeitung abgedruckt wurde.

Dass die Rechtslage die Herausgabe des Mundstock-Berichtes der Staatsanwaltschaft nicht zulässt, müsse eigentlich allgemein bekannt sein, unterstrich Hoffmann. Er habe das auch in der letzten Ratssitzung gesagt.

lässt Hoffmann dagegen in einer Presseerklärung vom heutigen Tage verlauten. Diese nach Hoffmann "allgemein bekannte" Rechtslage war dem promovierten Juristen in der BZ vom 6. Mai 2004 offenbar noch unbekannt. Denn dort strebt er, ganz im Einklang (ein Herz und eine Seele) mit einer "Gruppe um den Braunschweiger Peter Rosenbaum" (Artikel v. Ernst Johann Zauner) noch nach den demokratischen Grundwerten von Transparenz und Öffentlichkeit:

Nachdem das [die Tatsache, dass der Verwaltungsausschuss der Einstellung des Strafverfahrens zustimmte, es sich bei dem Bericht der Staatsanwaltschaft daher nicht mehr um ein Dokument aus einem "laufenden Verfahren" handelte, K.E.] alles geklärt sei, plädiert Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann dafür, dass die Unterlagen einschließlich des 172-seitigen Abschlussberichtes der Staatsanwaltschaft veröffentlicht werden - auch zum Schutz der Betroffenen und um Legendenbildungen vorzubeugen.

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"Das wird keine Fassade für ein Einkaufscenter, das wird ein richtiges Schloss" (5. Folge)

3. Schloss als "kulturelle Hochstapelei"? - Ein Bericht der Braunschweiger Zeitung über die ECE-Kritiker vom 10. Mai 2004

Am 10.Mai.2004 -zeitlich also genau zwischen den beiden Architekten-Artikeln- berichtete Ralph-Herbert Meyer in der BZ unter der Überschrift Schloss als "kulturelle Hochstapelei"? über Kritiker des ECE-Projektes.

In diesem Artikel kommt auch Prof. Burkhardt zu Wort - als Architekt ein Mann vom Fach, der aber von der BZ nicht als solcher, sondern nur als Vertreter des Bürgerbegehrens für den Erhalt des Schlossparks vorgestellt wurde.

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Vorbild für Dresden

alt

Die Braunschweiger Zeitung schrieb am 3.11.2005:

Für Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann ist trotz aller Unterschiede die Braunschweiger "Schloss-Rekonstruktion von der Symbolik für die Stadt vergleichbar mit dem Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden".

Der Vergleich hinkt natürlich, da man in der Frauenkirche gottlob keine 150 Geschäfte vorfindet. Einen anderen Vergleich mit Dresden kann man aber sehr wohl anbringen:

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Ehrenbürger

Die Braunschweiger Zeitung versteckt am Samstag, 2. Februar 2008, auf Seite 13 im „Braunschweiger Land“ unter der Überschrift „Nazi als Ehrenbürger“ folgende winzige Meldung:

„Nazi-Justizminister Hanns Kerrl ist immer noch Ehrenbürger der Stadt Wolfsburg: Der Titel wurde dem SA-Mann nie aberkannt.“

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