Rezension: Die Heimat, der Krieg und der Goldene Westen

Wolfgang Bittner schreibt über den Untergang des deutschen Ostens. Das Buch des Jahres, in dem wir zwischen dem Jahrestag des ordinären Angriffskrieges gegen die Bundesrepublik Jugoslawien, dem Jubiläum für das Grundgesetz und das Erinnern an Versailles mit der bewußt herbeigeführten „Hölle für Europa und die Welt“, dem  Beginn des in Versailles angelegten Zweiten Weltkrieges und dem Fall der Mauer 1989 geradezu in der Geschichte des letzten Jahr-hunderts eingepfercht sind. Das Ende des Teilung Europas schuf die große Chance, durch die europäische Einigung eines zu vermeiden:  zur Geisel der Geschichte dieses Jahrhunderts zu werden. Das gelang bis zum 4./5. September 2015, als die deutsche Bundeskanzlerin die deutschen Grenzen schutzlos stellte und die polnische Nation zwingen wollte, die Folgen ihrer Entscheidung zu tragen. Seither geht ein Riß durch Europa. Zur Rezension

Wolfgang Bittner beschreibt eindringlich den Weg, den Menschen aus dem deutschen Osten in diesem Jahrhundert gehen mußten.

Wolfgang Bittner wird nächste Woche am 26. März um 19 Uhr in der Ev. Akademie Abt Jerusalem zu Gast sein und die ersten Exemplare seiner Buches mitbringen. (red)

 

Norman Paech zur Lage in Israel und Palästina

Donnerstag 21.3.2019 um 19.00 Uhr

Vortrag und Diskussion

Referent: Prof. em. Dr. Norman Paech

Ort: VHS Braunschweig, Speicher der Alten Waage, Alte Waage 15, Braunschweig
Veranstalter: Friedenszentrum BS e.V., Friedensbündnis Braunschweig
Bildquelle: Von xtranews.de - Flickr: IMG_2885.jpg, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15904762
Bildquelle Norman Paech: Von xtranews.de - Flickr: IMG_2885.jpg, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15904762

Woher kommt der Niedergang der gedruckten Medien?

Die Auflagen der Regionalzeitungen von DuMont sind in den letzten zehn Jahren um 43,5 % zurückgegangen, von 1.072.220 auf 605.633, und das mit zunehmender Geschwindigkeit.

„Während sich viele fragen, wie lange die Funke Mediengruppe noch die Kraft hat, die Lasten des vor gar nicht langer Zeit ausgebauten Printgeschäfts zu tragen, hat man bei DuMont kürzlich eingesehen, ein totes Pferd zu reiten. Man plant Verkäufe, wobei man sich Fragen darf, ob der Begriff „Verkauf“ richtig gewählt wurde, oder ob man nicht dem Erwerber noch ein paar Mark mit auf den Weg geben sollte. Wie heißt so eine Transaktion eigentlich? Bezahltes Verschenken? Viel Fleisch ist nicht mehr am Knochen verblieben.“ (Internetzeitung CashKurs)

Woran liegt das? Eine Studie der Uni Mainz gibt da interessante Hinweise.

Auf die Frage „Wie ist es, wenn es um wirklich wichtige Dinge geht, wie sehr kann man da den Medien vertrauen“ antworteten 2018 genau 22% „man kann eher nicht/überhaupt nicht vertrauen“, 34% antworteten „teils teils“ und 44% „man kann eher/voll und ganz vertrauen“. Betrachtet man zusätzlich die Entwicklung von 2008 bis 2018, so fällt auf, dass diejenigen, die den etablierten Medien nicht vertrauen, von 9 auf 22% gestiegen sind, und diejenigen, die ihnen vertrauen, von 29% auf 44% gestiegen sind.

Die Interpreten dieser Zahlen trösten sich teilweise damit, dass gerade die politisch in der Mitte stehenden das größere Vertrauen haben. Aber es sind die ehemals treuen Zeitungsleser, die den Zeitungen zu hunderttausenden weglaufen und diese gehören bestimmt nicht zu denen mit dem großen Vertrauen. Und letzteres ist eine extrem solide Datenbasis.

Zunehmende Entfremdung der Bürger von den etablierten Nachrichtenmedien

Diesem Thema widmet die Untersuchung einen eigenen Block, der auch hier nicht nur die gedruckten Medien betrachtet.

Der Ansicht „In meinem persönlichen Umfeld nehme ich die gesellschaftlichen Zustände ganz anders wahr, als sie von den Medien dargestellt werden“ stimmen 42% zu und 32% „teils, teils“ zu.

„Die Medien haben den Kontakt zu Menschen wie mir verloren“: Dem stimmen 27% zu und 33% meinten „teils, teils“.

„Die Themen, die mir wichtig sind, werden von den Medien gar nicht ernst genommen“: Dem stimmen 27% zu, während 37% wiederum meinten „teils, teils“.

„Die Meinungen, die in den Medien vertreten sind, sind ganz anders, als meine eigenen“: Dem stimmen 27% zu und 49% antworteten mit „teils, teils“.

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NRW-Finanzämter drohen der VVN-BdA mit Entzug der Gemeinnützigkeit

Anfang des Jahres, pünktlich zum Gedenktag für die Befreiung des KZ Auschwitz, drohten nordrhein-westfälische Finanzämter in einer konzertierten Aktion und in gleichlautenden Schreiben damit, dem Landesverband NRW der VVN-BdA sowie mehreren selbständigen Kreisvereinigungen  die Gemeinnützigkeit zu entziehen. Und zwar dies rückwirkend. Weiter auf HP des VVN

Veranstaltungshinweis Schillstrasse: "Volksgemeinschaft und Gemeinschaftsfremde"

Stacheldraht, Wachtürme, Baracken stehen für eine abgeschirmte Welt der Konzentrationslager. Insbesondere in der Nachkriegszeit wurde vielfach Wert darauf gelegt, Beziehungen zwischen Lager und seiner Nachbarschaft abzustreiten. Dem Gegenüber lässt sich an den Beispielen der Lager Bergen-Belsen, Esterwegen und Moringen zeigen, wie vielfältige Berührungen zur Bevölkerung in den umgebenden Regionen bestanden und die Existenz der Lager allgemein bekannt war. Die Historikerin Dr. Bianca Roitsch hat diese Beziehungen untersucht und spricht am Samstag, den 9. März 2019 um 14.00 Uhr in der Gedenkstätte KZ-Außenlager Schillstraße über „Leben mit dem Lager.“

Der Vortrag eröffnet eine Reihe von Folgeveranstaltungen in der Gedenkstätte KZ-Außenlager Schillstraße, die sich mit dem Funktionieren der in der NS-Propaganda behaupteten „Volksgemeinschaft“ befassen. Das Programm „Volksgemeinschaft und Gemeinschaftsfremde“ ist in der Gedenkstätte (Tel. 0531 2702565) erhältlich. Flyer

 

Film und Gespräch: Unser Saatgut - Wir ernten was wir säen

Kleine Auswahl der diversen unterschiedlichsten Kürbissorten auf dem Erntedankmarkt in Riddagshausen Foto: Uwe Meier

 

 

Die Stiftung Leben & Umwelt, wird Anfang März mit der Veranstaltung „Unser Saatgut-Wir ernten was wir säen“ in Braunschweig zu Gast sein.

 

Wir möchten euch herzlich zu unser Filmvorführung und anschließendem Gespräch am 7. März einladen. Mit uns diskutieren werden unter anderem Susanne Goroll (Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt), Prof. Dr. Nicole C. Karafyllis (Seminar für Philosophie, TU Braunschweig), Dr. Aida González-Mellado, Dr. Daniela Weible und Dr. Johanna Schott (Thünen-Institut, Braunschweig).

Flyer

 

 

Karten erhalten Sie an der Theaterkasse oder Online unter:

https://staatstheater-braunschweig.de/produktionen/unser-saatgut-wir-ernten-was-wir-saeen/

Jasperallee: Grüne bedauern Baumfällungen

Angesichts der heute / Donnerstag (21.02.2019) durchgeführten Baumfällungen auf der Jasperallee erklärt die Grüne Fraktionsvorsitzende Dr. Elke Flake:

„Wir bedauern es sehr, dass es auf der Jasperallee nun zu dieser Abholzung gekommen ist. Unseres Erachtens gab und gibt es keine zwingenden Gründe dafür, diese jetzt vorzunehmen. Im Gegenteil: Eine sehr intensive und kontroverse Debatte droht damit ihre Fachlichkeit zu verlieren und zur „Ausübung bloßer Macht“ zu verkommen. In einer emotional aufgeheizten Atmosphäre sind solche Machtdemonstrationen immer schädlich für das gesellschaftliche Klima. Und aus einer Fachkontroverse wird dann ganz schnell reine Symbolpolitik. Einige argumentative Schwächen und gravierende kommunikative Fehler gerade zu Beginn der Diskussion haben zu einer verfahrenen Situation geführt. Diese unglückliche Lage hätte durchaus verhindert werden können, auch noch in der letzten Woche. Politik und Verwaltung sollten daraus lernen - Bürgerbeteiligung ist eine Bereicherung und kein Störfaktor!  

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Beim Streit um Bäume geht es auch um Kant und Aristoteles

Heute, um 6 Uhr in der Früh, begann das Töten der Bäume. Die Stadt hat darin Übung. Man denke nur an den Schlosspark und den Querumer Forst. Die SPD heutzutage und OB Markurth treten in die Fussstapfen des OB Hoffmann und Borek. Auch die SPD hätte es gerne aristokratischer in Form einer Lindenallee. Foto Uwe Meier

Man kämpft um Bäume! Sei es in Braunschweig aktuell um die Bäume der Jasperallee, die heute morgen in der Frühe gefällt wurden oder vor 13 Jahren um einen ganzen Innenstadtpark - den Schlosspark - mit den historisch wertvollen Platanen. Braunschweig hat aber noch mehr zu bieten, wenn es um das Töten von Lebewesen geht. Auch ein ökologisch wichtiges Habitat im Querumer Forst musste nach langen Kämpfen und Prozessen dran glauben, um eine Flughafenlandebahn ohne Nutzen zu erweitern. Der Mittelspecht, Juchtenkäfer (Eremit) und viel ökologisch wertvollesTotholz gingen verloren. Der Kampf um Bäume spielt sich hauptsächlich überall dort ab, wo "Fortschritt" als gestalteter Beton Einzug hält. Entweder für Bauvorhaben oder, wie in der Jasperalle, um eine aristokratisch städtebauliche Anmutung in Alleeform zu erzeugen.

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Sackgassen

Gedanken im Februar

Jahrhunderte lang bemühten sich einige der hellsten Köpfe des christlichen Abendlandes, die Existenz Gottes mittels logischer Operationen zu beweisen. Doch kaum schien ihnen das gelungen, wurden ihre kunstvollen Geisteskonstrukte von fundierten Gegenargumenten zerlegt. Die Existenz Gottes blieb bis zum heutigen Tage unbewiesen. Die menschlichen Verstandeskräfte sind einer solchen Aufgabe offenbar nicht gewachsen.

Ein wenig erinnert das an die Bemühungen von uns Heutigen, der Erde auf Dauer mehr abzuringen, als diese bereitstellen kann. Da wurden scheinbar endlose Wälder gerodet, bis eines Tages klar war: Stopp, wir bringen uns um. Was für ein Glück, dass es die Kohle gab. Doch kaum ein Wimpernschlag nach Beginn ihrer Nutzung verdunkelte sich der Himmel und auch das fossile Zeitalter endete in einer Sackgasse.

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"Bis in alle Ewigkeit"

Staatsleistungen an die Kirchen

Am Dienstag dieser Woche kam im Deutschlandfunk ein Bericht über die Alimentierung der Kirche durch den Staat. Es geht darum, dass die beiden Kirchen bzw. deren Mitarbeiter seit 200 Jahren zu erheblichen Anteilen vom Staat finanziert werden, obwohl schon die Weimarer Verfassung und heute unser Grundgesetz die Einstellung der Zahlungen forderten bzw. fordern.

Die Sendung ist in der Mediathek des Dlf über diesen Link zu finden

 

 

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