Indie-Newsletter: kuratierter Journalismus im Postfach

Welche Nachricht ist richtig und welche falsch? Kann ich das überhaupt beurteilen? Alles hört sich so plausibel an in der Presse oder im Fernsehen, doch dann beschleichen einen Zweifel, denn so schlüssig ist die zuvor festgezurrte Meinung nun doch nicht. Bei großen politischen Themen ist das besonders problematisch. Alles ist klar, die Russen sind z. B. die Bösen (wie immer) wegen Krim, Ost-Urkaine, Oligarchen und Skripal-Fall, und überhaupt. Stimmt das denn? Werden wir nicht durch unsere Leit-Medien getäuscht? Sind der Westen und die NATO und Trump und Merkel und die EU nicht inzwischen die Kriegstreiber? Verschleiern die Medien statt aufzuklären und aufzudecken? Wo ist die ausgeruhte Analyse?

Das Recherchenetzwerk versendet einmal in wöchentlich einen Newsletter, in dem der sogenannte Watchdog-Journalismus gefeiert wird. Die Art von Journalismus, die den Mächtigen auf die Finger schaut. Journalismus als vierte Gewalt!

Der Braunschweig-Spiegel gibt sich ja reichlich Mühe aufklärend zu wirken, indem er andere Medien zitiert oder verlinkt und auch angeblich abwegige Meinungen veröffentlicht. Aber das reicht nicht. Natürlich nicht.

Ein interessanter Weg sind vielleicht die vielen kleinen Newsletter, die inzwischen mit sehr gutem Journalismus auf dem Nachrichtenmarkt sind. Zehn werden hier vorgestellt. Vielleicht sind die vielen kleien Newletter eines Tages DER Nachrichtenmarkt. Um Missverständnissen vorzubeugen, es geht nicht darum, die etablierten Presse der Lügen zu bezichtigen. Das ist in der Regel dummes Zeug. Es geht um die Auswahl der Beiträge, die Schwerpunktsetzung und die Kommentierung. Es geht um Vielfalt bei der Meinungsbildung! Eine breite Informationsplattform kostet Zeit und das Durchdenken auch, denn Nachrichtenkonsum reicht nicht.

 

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