Gedenkfeier im ehemaligen KZ Schandelah-Wohld

Gedenkfeier am Gedenkstein des ehemaligen KZ Schandelah-Wohlt

Auch in diesem Jahr wird der Menschen gedacht, die im ehemalige KZ Schandelah-Wohld ermordet, an Unterernährung gestorben oder durch Arbeit vernichtet worden sind. Dazu werden wieder Gäste aus Belgien erwartet. Der Direktor der Gedenkstätte KZ Neuengamme bei Hamburg, eins seiner 86 Außenlager war das KZ Schandelah, wird eine Rede halten.

Die Gedenkfeier findet am 30.April 2019 um 10:30 statt.

In der Gemeindeverwaltung ist auch noch die Ausstellung der Sickter Schülerinnen und Schüler zu sehen. Sie haben erarbeitet, wie dort 800 Häftlinge unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten mussten und etwa 200 davon ermordet wurden.

Die Einladung

 

CDU schlägt Neubau des Sportheims in Leiferde vor

CDU will damit jahrelanges Provisorium beenden.

  • Kostengünstiges Vorbild soll der Bau in der Gartenstadt sein
  • Einsparungen an anderer Stelle können Finanzierung sichern

Mit einem Antrag zum nächsten Sportausschuss wird die Verwaltung aufgefordert, ein Konzept für einen Neubau des Vereinsheims für den VfL Leiferde vorzulegen. Der Verein hatte sich unlängst an die Rats-fraktionen gewandt und über seine derzeitige unglückliche Situation berichtet. Heute sind Duschen und Umkleidekabinen nicht etwa auf dem Sportplatz, sondern im Keller der örtlichen Grundschule gegen-über untergebracht. Als Vereinsheim dient das alte Bahnhofsgebäude in Leiferde, welches ebenfalls weit entfernt liegt. Zur vollständigen Pressemitteilung

 

Kollektivschuld

Dieses Gedicht, vielfach veröffentlicht, steht hier für zunehmende Kriegsgefahren. Es steht aber auch für den Beitrag zuvor im Braunschweig-Spiegel - zu den Ausführungen des Philosophen Prof. Michael Weingarten. Doch das Gedicht steht auch für sich, denn es ist immer aktuell. (red)

 

Wolfgang Bittner

 

Kollektivschuld

 

Wir haben es nicht gewusst,
Keiner hat es gewusst,
Keiner hat es wissen wollen,
Keiner wollte es wissen.
Selbst wer es hätte wissen können,
Hat es nicht wissen wollen,
Selbst wer es wissen konnte,
Wollte es nicht wissen.

Weiter

 

Auch in Braunschweig wurde enteignet

Karikatur in der BZ: Hammer und Sichel ist das bekannteste und verbreitetste Symbol des Kommunismus. Wikipedia

Wenn schon Satire: Warum nicht gleich dieses Plakat Wikipedia

Auch in Braunschweig wurde enteignet: Für die Erweiterung der Startbahn für den „Forschungsflughafen“ wurde Bürger Henning Jenzen enteignet. Er verlor ein landwirtschaftlich genutztes Grundstück. Da der sog. „Forschungsflughafen“ dem "Wohle der Allgemeinheit" dient, obwohl die besagte Startbahn nur für die Zwecke von VW gebaut wurde, verlor Jenzen nach dreijährigem Rechtsstreit, sein durch das Grundgesetz geschütztes Eigentum.

Die Braunschweiger Zeitung dekoriert in ihrer heutigen Ausgabe (9.4.19) als Karikatur die ins Auge gefasste Enteignung für lebensnotwendige Zwecke mit Hammer und Sichel. Wenn für die eigennützigen Zwecke von VW (schneller nach China) enteignet wird, dann gilt der Kommunismus-Vorwurf natürlich nicht.

Enteignungen in Braunschweig, ein Beitrag im Braunschweig-Spiegel von der BIBS

Norman Paech: zur Lage in Israel und Palästina

Prof. emer. Norman Paech hielt im Friedenszentrums Braunschweig vor etwa 60 Personen einen Vortrag im Rahmen der Vortragsserie "Wege zu einer Kultur des Friedens". In seinem Vortrag, ging er u. a. darauf ein, dass die Mehrheit der israelischen Regierung seit Staatsgründung vorhatte, ganz Palästina einzunehmen und in einen „jüdischen“, und damit einen rassistischen Staat zu verwandeln. Viele Zitate von einflussreichen Juden in Israel belegten diese Auffassung. Zum Beispiel sagte Ben Gurion, seit 1948 Ministerpräsident: „Ziel ist die völlige Übernahme des Landes“, dies sei die Staatsräson Israels.

Weiterlesen: Norman Paech: zur Lage in Israel und Palästina

Schützenverein Querum fordert umgehende Klärung: Hallensituation Nordosten

Aus der Pressemitteilung

Die Verwaltung und der Stadtsportbund müssen sich um die Belange der Sportler kümmern.

Hierzu Jürgen Wendt, Präsident des Schützenverein Querum: „Auch wenn die Halle in Volkmarode wieder in Betrieb geht, ist laut Verwaltung damit zu rechnen, dass sie bei entsprechenden Witterungsbedingungen wieder gesperrt wird. Dies bedeutet für die Bogenschützen des Schützenverein Querum die Gefahr von weiteren Trainingsausfällen, besonders zu Beginn der Hallensaison im kommenden Oktober. Unser Verein schießt nun einmal in der Bundesliga und wir haben nicht vor, aufgrund der untragbaren Hallensituation in Braunschweig die Bundesliga abzumelden. Außerdem gibt es diverse Bogenschützen, die intensives Training in einer Sporthalle benötigen, um sich weiterhin über die Kreismeister-schaft zur Landesmeisterschaft bis hin zur Deutschen Meisterschaft zu qualifi-zieren. Diese Schützen schießen leistungsmäßig auf sehr hohem Niveau.

Auf unser Schreiben an den Oberbürgermeister erfolgte keinerlei Reaktion, noch nicht einmal eine Eingangsbestätigung wurde an uns gesandt. Nun tritt genau die Situation ein, vor der wir bei unseren Bemühungen um den Bau einer neuen Mehrfeldhalle für die IGS Querum gewarnt haben.

Der Schützenverein Querum fordert den Oberbürgermeister auf, sich endlich für die Schulen und Vereine in Querum einzusetzen und sich um die Hallensituation zu kümmern - und zwar zeitnah.“

Sündenfall im Internet

 

 

 

 

Acht Wochen vor der Europawahl hat das EU-Parlament in Straßburg einen Sündenfall begangen. Es hat – mit einer fraktionsübergrei-fenden Mehrheit – die umstrittene Urheberrechtsreform für das Internet durchgewunken und sich damit über alle Regeln guter Gesetzgebung hinweggesetzt.

Gute Gesetze werden auf transparente Art und Weise gemacht, sie beruhen auf ausgewogenen Kompromissen und lösen reale Probleme. Nichts von alldem lässt sich von der Novelle aus Straßburg sagen. 

Sie kam nicht transparent zustande, sondern ist das Ergebnis einer Lobby-Schlacht. Die finale Fassung entstand im so genannten Trilog – einem undurchsichtigen Gekungel in Brüsseler Hinterzimmern. Sogar die Europäische Bewegung kritisiert dieses undemokratische Verfahren.

Die Reform beruht auch nicht auf einem Kompromiss, im Gegenteil: Mit einer ganz knappen Mehrheit wurden alle Anträge abgeblockt, das Gesetz aufzu-schnüren und zumindest bei den Uploadfiltern noch einmal nachzubessern. Änderungen waren unerwünscht. Weiter

 

Caroline Emcke: „Gegen den Hass“

Da werden in Utrecht in der Straßenbahn drei Menschen erschossen und drei weitere lebens-gefährlich verletzt. 50 Menschen werden von einem mutmaßlich rechtsextremen Australier in Christchurch getötet, 50 weitere verletzt. In Braunschweig haben in 2018 die rechtsextremen Straftaten zugenommen. Da ist so viel Hilflosig-keit, Ohnmacht, Orientierungslosigkeit und Verbitterung unter den Menschen, deren Ursache insbesondere im Erodieren unseres sozialen Gefüges liegt. Immer mehr Menschen gelten als arm. Die Mittelschicht schrumpft. Es entsteht Hass.

„Gegen den Hass“ ist der Titel eine der letzten umfangreicheren Publikationen von Caroline Emcke, die ich in diesem Zusammenhang nochmals zu Hand genommen und gelesen habe. Wo tritt er auf, der Hass und wie wird er wahrgenommen, fragt die Autorin. Sie legt dar, wie er von nationalistischen (Neue Rechte etc.) und fanatisch religiösen (IS) Gemeinschaften verstärkt und zielgerichtet ideologisch missbraucht wird.

Um in Deutschland dem Hass zu begegnen, fordert Caroline Emcke, die plurale demokratische Gesellschaft zu stärken und eine wirksame Politik gegen „Rechts“ umzusetzen. Des Weiteren weist sie darauf hin, dass soziale und ökonomische Missverhältnisse beseitigt werden müssen, und dass Strukturen, Ursachen und Bedingungen von Hass herausgearbeitet und verständlich kommuniziert werden müssen. Und sie appelliert, den zivilgesellschaftlichen Widerstand gegen den Hass zu verstärken.

Rezension

 

Rezension: Die Heimat, der Krieg und der Goldene Westen

Wolfgang Bittner schreibt über den Untergang des deutschen Ostens. Das Buch des Jahres, in dem wir zwischen dem Jahrestag des ordinären Angriffskrieges gegen die Bundesrepublik Jugoslawien, dem Jubiläum für das Grundgesetz und das Erinnern an Versailles mit der bewußt herbeigeführten „Hölle für Europa und die Welt“, dem  Beginn des in Versailles angelegten Zweiten Weltkrieges und dem Fall der Mauer 1989 geradezu in der Geschichte des letzten Jahr-hunderts eingepfercht sind. Das Ende des Teilung Europas schuf die große Chance, durch die europäische Einigung eines zu vermeiden:  zur Geisel der Geschichte dieses Jahrhunderts zu werden. Das gelang bis zum 4./5. September 2015, als die deutsche Bundeskanzlerin die deutschen Grenzen schutzlos stellte und die polnische Nation zwingen wollte, die Folgen ihrer Entscheidung zu tragen. Seither geht ein Riß durch Europa. Zur Rezension

Wolfgang Bittner beschreibt eindringlich den Weg, den Menschen aus dem deutschen Osten in diesem Jahrhundert gehen mußten.

Wolfgang Bittner wird nächste Woche am 26. März um 19 Uhr in der Ev. Akademie Abt Jerusalem zu Gast sein und die ersten Exemplare seiner Buches mitbringen. (red)

 

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