8. Mai 2018 Tag der Befreiung "Die Zukunft hat eine lange Vergangenheit"

 
Anlässlich des Jahrestag der Befreiung vom Faschismus lädt das Bündnis gegen Rechts am 8. Mai zu einer Gedenkveranstaltung mit Dr. Jens-Christian Wagner, Geschäftsführer der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten ein. Anschließend wird das Bündnis gegen Rechtsextremismus aus Goslar und die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus über die geplanten Proteste gegen den bundesweiten Naziaufmarsch „Tag der deutschen Zukunft“ am 2. Juni in Goslar informieren:

Mehr Durchblick beim Einkauf von Fleisch. Staatliches Label muss Labeldschungel beenden

www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de

 
- Verbraucherzentralen prüfen Kennzeichnung bei Haltungskompass von Lidl
 
- Zusätzliche Siegel erschweren Verbrauchern Orientierung
 
- Staatliches Tierwohllabel mit hohen Standards überfällig

Tierschutz steht hoch im Kurs. Immer mehr Verbraucher wünschen sich eine artgerechte Nutztierhaltung. Der Handel reagiert darauf mit neuen Marken und Labeln. Lidl hat kürzlich seinen vierstufigen „Haltungskompass“ eingeführt. Die Verbraucherzentralen wollten wissen, welche Kennzeichnungen beim Frischfleischangebot von Lidl vorhanden sind. In zehn Bundesländern und insgesamt 13 Filialen haben sie das Sortiment stichprobenartig geprüft.  Vier Siegel mit den Ziffern 1 bis 4 stehen bei den Eigenmarken von Lidl für verschiedene Haltungsstandards bei Frischfleisch – von den gesetzlichen Mindestanforderungen bis zum Öko-Standard. „Eine Kennzeichnung der Tierhaltung ist ein guter Ansatz. Doch jedes zusätzlich eingeführte Siegel macht es Verbrauchern schwerer, den Labeldschungel zu durchschauen“, sagt Janina Willers, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. „Um Kunden Orientierung beim Einkauf zu geben, brauchen wir schnell ein einheitliches, mehrstufiges staatliches Tierwohllabel mit hohen Tierschutzstandards.“

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Manfred Kemper stellt aus: Spiegelungen – Portrait – Solidarität – Haltung

Manfred Kemper hatte Geburtstag, 75 Jahre ist er alt und jung zugleich. Jeder kennt ihn in Braunschweig. Früher mit Fahrrad, heute mit gedrechseltem Gehstock sitzt er oft am Kohlmarkt oder auf dem Burgplatz, oft auch mit einem Friedensplakat unter dem Rauschebart, baumelnd vor dem Bauch.

Und diese Schilder, z. B. „Der beste Soldat ist der, den es nicht gibt“ oder „Frie-den braucht Bewegung“ oder ganz sachlich und präzise: „Nein zum Krieg“ sind Gesprächsangebote an Passanten. Viele bleiben stehen und schon sind sie ins Ge-spräch verstrickt. Japanischen Touristen erklärt er auch gerne die Geschichte des Löwen auf dem Burgplatz.

Er hat in Bielefeld Grafikdesign studiert, war leidenschaftlicher Fotograf und stu-dierte in Braunschweig an der HBK Kunstpädagogik. Seit über 40 Jahren ist keine Demonstration der Gewerkschaften, der Friedensbewegung ohne ein Transpa-rent oder zumindest ohne ein Plakat von Manfred abgelaufen.

Manfred Kempers künstlerisches Werk wird nun im Gewerkschaftshaus ausge-stellt: „Spiegelungen – Portrait – Solidarität – Haltung“ heißt die Präsentation im Treppenhaus des Gewerkschaftshauses. Sie wird am Freitag den 4. Mai 2018 um 18:00 Uhr eröffnet. Es spricht Manfreds langjähriger Freund Michael Ewen.

Die Ausstellung ist an Werktagen von 8:00 bis 20:00 Uhr geöffnet.

Nachruf auf die Ausstellung „Sonst geht’s uns gut. Braunschweiger Biographien 1916“

Am 08. 04. hat die seit November 2017 im Altstadtrathaus gezeigte Ausstellung „Sonst geht’s uns gut. Braunschweiger Biographien 1916“ ihre Pforten geschlossen. - Zeit also, ein Fazit zu ziehen.

„Die Ausstellung möchte an den Alltag dieser Kriegsjahre in Braunschweig erinnern“, so der im Ausstellungsflyer formulierte Anspruch der Organisatoren.- Das Jahr 1916 habe man als chronologischen Ankerpunkt gewählt, „...weil es mittendrin im Krieg war. Die Menschen wussten, was passiert, aber sie wussten nicht was wird“, so Heidemarie Anderlik, die stellvertretende Direktorin des Museums und Kuratorin. - (Man wird vielleicht nicht fehlgehen in der Annahme, dass das Jahr 1916 auch gewählt wurde, weil dies ein Weichen stellendes Jahr gewesen ist; innen- und auch außenpolitisch: Die autoritäre Formierung der deutschen Wirtschaft im Interesse der Kriegswirtschaft („Hilfsdienstgesetz“), flächendeckende Hungerkrisen („Steckrübenwinter“), militärische Stagnation (Schlachten an der Somme und bei Verdun...), die organisatorische Formierung einer radikalen Opposition innerhalb der SPD (Spartakusgruppe) …

Im Mittelpunkt jedoch, so suggerierte es der Titel des Ausstellung und so transportierten es auch die Stellungnahmen der Verantwortlichen, sollte die Rezeption dieser weltumwälzenden Ereignisse durch die „ganz normalen Menschen“ stehen: Soldaten, BraunschweigerInnen aus Bürgertum und ArbeiterInnenschaft, …

Wie wurde dieser Anspruch umgesetzt?

Vollständiger Nachruf als PDF

Fashion Revolution Week

Braunschweig, 23. April 2018 - Braunschweig – Zur weltweiten Woche der Fashion Revolution vom 23. bis 29. April 2018 befragen Konsumenten die Modeindustrie zu Arbeitsbedingungen und Umweltschutz. Zu erkennen ist die Aktion an Menschen, welche ihre Kleidung auf links tragen, damit das Kleidungsetikett zu sehen ist. Presseerklärung auf PDF.

EuGH am 17.04.2018: Verbot der Diskriminierung von Arbeitnehmern wegen der Religion oder Weltanschauung

Dr. Helmut Kramer bei einem Vortrag über Willi Geiger im Dezember 2017 in Karlsruhe. Ausführliche Berichterstattung mit Verlinkungen unter www.kramerwf.de/id=810html   Foto: Uwe Meier

Pressemitteilung vom 17.04.2018 von Dr. Helmut Kramer

Mit seiner Entscheidung vom 17. April 2018 zum Fall Egersberger und dem Verbot der Diskriminierung von Arbeitnehmern wegen der Religion oder Weltanschauung hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) nicht nur allgemein eine vom Bundesverfassungsgericht (BVerfG) geschaffene Altlast beseitigt, sondern auch eine Hypothek, die der Bundesverfassungsrichter und ehemalige Staatsanwalt an einem NS-Sondergericht Willi Geiger hinterlassen hat.

Schnippeldisco Braunschweig Lebensmittel retten - Musik hören - gemeinsam kochen

Schnippeldisco Foto: Slow Food Braunschweiger Land

Am Samstag, 21. April, von 12 bis 16 Uhr wird auf dem Herzogin-Anna-Amalia-Platz hinter dem Schloss geschnippelt, geschrubbt, gekocht und bei Musik vielleicht auch getanzt. Die Gruppe "1. Braunschweiger Ernährungsgipfel", ein Zusammenschluss von Stadtgarten Bebelhof, Foodsharing , Slow Food und Transition Town laden zum Mitmachen und Speisen in die Schnippeldisco ein.

Gemeinsam mit den Braunschweiger Bürgern wollen die Akteure öffentlich ein Zeichen setzen gegen die große Verschwendung und Vernichtung von Lebensmitteln und mit vielen Tipps und Informationen auf einen nachhaltigen Konsum aufmerksam machen. Mit geretteten Lebensmitteln, die Foodsharing ständig aus seinem Netzwerk von rund 30 Geschäften und Betrieben in Braunschweig zusammenträgt, wird am Samstag eine köstliche Gemüsesuppe gekocht, die anschließend kostenlos ausgegeben wird. Stars des Tages sind zweibeinige Möhren, knubbelige Pastinaken und Obst mit Druckstellen und Flecken. Jeder, der Spaß an dieser Aktion hat, ist herzlich eingeladen mitzuschnippeln. Und das Ganze natürlich mit Musik! Flyer

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Chico endlich tot

Die Veterinärbehörde Hannovers hat den Hund Chico, der seine beiden Besitzer totgebissen hat, getötet. Eine Untersuchung unter Vollnarkose hat gezeigt, dass der Hund Verletzungen am Maul hatte und außerdem waren seine oberen Reißzähne gelockert. Weil er kein Partner mehr für Menschen sein konnte, wurde er noch während der Narkose getötet. Mehr als 289.000 Menschen hatten in einer Online-Petition gefordert , dass der Hund am Leben bleibt.

Kommentar: Ja, es ist bedauernswert, wenn ein Hund getötet wird oder getötet werden muss. Die Stadt Hannover hat es sich nicht leicht gemacht mit dieser Entscheidung, obwohl das Tier Herrchen und Frauchen totgebissen hat. Der Hund war sozial untragbar, weil hoch gefährlich und hätte niemanden mehr zugemutet werden dürfen. Er hätte ein Leben in Gefangenschaft leben müssen oder einer aufwändigen Sozialtherapie bedurft. Da haben wir wirklich andere Probleme als Hunde auf die Couch zu legen, damit sie sozial kompatibel werden.

Das Problem ist etwas anderes: 289.000 Menschen hatten in einer Online-Petition gefordert, den Hund am Leben zu lassen. Was soll denn das? Die Tierliebe endet bei diesen Menschen anscheinend bei all den Tieren, die sterben müssen, um diesen gefährlichen Hund zu ernähren. Wieviel Schweine und Rinder müssen denn für die Ernährung dieses Hundes sterben? Haben wir da nicht andere Probleme für die eine Unterschriftenaktion sinnvoll sein kann? Zum Beispiel die Tausenden von Menschen, die im Mittelmeer ertrinken.

 

„Flüchtlingswege 1945–2015“ – Braunschweiger Flüchtlinge erzählen

Pressemitteilung

In dieser Woche (16. Woche) erscheint in Braunschweig das Buch „Flüchtlingswege 1945-2015“. Es ist Ergebnis eines gemeinsamen Projekts der Biografiewerkstatt „Worte & Leben“ mit der „DRK-KaufBar“, unterstützt durch die Stiftung „Integrationskultur“. Am 21. April 2018 wird in der DRK-KaufBar um 18 Uhr eine Buchvernissage stattfinden.

Im Buch „Flüchtlingswege 1945–2015“ erzählen acht Männer und Frauen – die heute in der Region Braunschweig wohnen – ihre Geschichte: Sie berichten von den teils dramatischen Ereignissen ihrer Flucht, von dem, was vorher geschehen war und davon, wie es später hier weiterging. Sie stammen aus verschiedenen Generationen und Kulturen, ihre Flucht fand zu unterschiedlichen Zeiten statt. Die 97-Jährige, die 1947 als Folge des 2. Weltkriegs aus Polen vertrieben wurde, kommt genauso zu Wort wie der 21-Jährige, der 2015 vor der islamistischen Terrormiliz al-Shabaab aus Somalia floh. Leseprobe

 Worte & Leben

Dr. Mareile Seeber-Tegethoff

Scharenbusch 63

38104 Braunschweig

0531 22 54 154

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www.worte-und-leben.de

Jugendopposition im Zweiten Weltkrieg

Prof. Dr. Edmund Brandt, Institut für Rechtwissenschaft der TU, stellt in einem Vortrag am Donnerstag, den 19.4.2018, um 19.00 Uhr, in der Gedenkstätte KZ-Außenlager Schillstraße
eine unveröffentlichte Doktorarbeit aus der NS-Zeit vor, die er in der Institutsbibliothek vorfand. Sie behandelt die „Banden- und Cliquenbildung Hamburger Jugendlicher während des Krieges“.
Brandt diskutiert, wie die damalige Rechtswissenschaft den Verfall der Massenloyalität bei Jugendlichen wahrnahm und rechtlich verfolgen wollte.

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