Ein Jahr Schloff

Braunschweigs Machthaber feiern sich selbst, wir feiern mit! Da für uns die Schloss-Arkaden untrennbar mit Braunschweigs Stadtverwaltung verbunden sind, geben wir unserem Jahresrückblick ein paar Bonus-Monate.

Ein Jahr und ein bisschen Schloss-Arkaden - Wir resümieren:

  • 26., August 2006: Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann enthüllt den Portikus – oder auch nicht. Die Veranstaltung hat großen Symbolwert: Endlich werden die Pannen auch einmal sichtbar.

  • Die Schloss-Arkaden stehen für Neudefinitionen: Weder ein Schloss noch irgendwelche Arkaden sind zu finden, dennoch setzte sich der Begriff für das Gebäude durch.

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Bildungspolitik

  • CDU: Das gymnasiale System darf nicht angegriffen werden.
  • FDP: Der Elternwille muss gewährleistet bleiben.
  • Braunschweiger Verwaltung: Hauptschulen müssten geschlossen werden, weil Schülermangel herrsche.

Braunschweig kann sich glücklich schätzen. Die Stadt bekommt eine vierte Integrierte Gesamtschule. Die Entscheidung in Parteien und Verwaltung hätten andere Begründungen als die oben genannten verdient gehabt, zum Beispiel diese: Braunschweig will führend in international wichtigen Forschungsfeldern bleiben, dafür brauchen wir Reformanstrengungen im gesamten Bildungssystem, u.a. neue Gesamtschulen mit ihrem international orientierten pädagogischen Gesamtkonzept.

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Die Elite

Landtagsabgeordnete, Heidemarie Mundlos, und Ratsherr und Landtagsabgeordneter, Hennig Brandes, sind oder waren die eifrigsten Gesamtschulgegner in Braunschweig. Frau Mundlos hielt pädagogische Konzepte aus dem 19. Jahrhundert für zukunftsweisend und chancengerecht, Herrn Brandes war eine andere Bildung zu teuer für die Stadt.

Nun wurde sowohl von Seiten der Verwaltung als auch von CDU und FDP angekündigt, eine neue, eine 4. IGS in Braunschweig einrichten zu wollen, sobald die angekündigte Schulgesetzänderung vom Landtag entsprechend verabschiedet ist. Das ist eine kluge Entscheidung, eine Entscheidung für die Zukunft unserer Stadt! Wir sind gespannt, wie unsere beiden Vertreter im Rat der Stadt und zuvor im Landtag abstimmen werden.

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CDU und FDP wollen jetzt auch eine 4. IGS

Die Ratsfraktionen von CDU und FDP wollen nun auch eine vierte Integrierte Gesamtschule (IGS) in Braunschweig. Sie kündigten für die nächste Ratssitzung am 15. April einen Antrag an. Danach solle die Stadtverwaltung Vorschläge für Aufbau und Standort erarbeiten. Die Stadtverwaltung hatte schon vor wenigen Tagen angekündigt, für eine 4. IGS aktiv werden zu wollen. Wir berichteten in unserem 49. INFOBrief darüber.

Wir von der Aktion 4. IGS in Braunschweig freuen und für die vielen Eltern und Kinder unserer Stadt, dass wir voraussichtlich eine 4. IGS bekommen werden. Zu unserem Bedauern leider erst zum Schuljahr 2009/2010. Darum werden viele Eltern und Kinder auch für dieses Jahr mit einem ablehnenden Bescheid zu rechnen haben. Stadtverwaltung und CDU/FDP tragen hierfür die Verantwortung, denn andere fortschrittliche Landreise in Niedersachsen waren hier vorausschauender und haben ihre Hausaufgaben, sprich Planungen, schon im letzten Sommer begonnen, als MP Wulff ankündigete, das Errichtungsverbot für Gesamtschulen aufheben zu wollen.

Die Aktion 4. IGS hat über ein Jahr lang für eine vierte Gesamtschule mit großem Einsatz gekämpft. Doch noch haben wir keine. Noch sind alles Ankündigungen und noch wissen wir nicht, wie das novellierte Schulgesetz aussehen wird. Trotzdem müssen wir planen, viel Arbeit steht bevor, denn es gilt, die angekündigte neue IGS auf der Grundlage der international erfolgreichen Gesamtschulpädagogik mit Leben zu füllen. Wir von der Aktion sind mit Freude bereit, an den inhaltlichen Planungen mitzuwirken. Darum riefen wir schon vor einigen Tagen über eine Pressemitteilung dazu auf, dass alle gesellschaftlichen Kräfte in Braunschweig und Region eingeladen sind, ein Gründungskollegium für die neue Integrierte Gesamtschule ins Leben zu rufen. Wir wollen uns beteiligen, zum Wohl unserer Stadt!

"Das wird keine Fassade für ein Einkaufscenter, das wird ein richtiges Schloss" (6. Folge)

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5. Gericht: Schloss in Braunschweig darf gebaut werden - Sonstige Artikel der Braunschweiger Zeitung bis zum 10.3.05

Groß aufgemachte Grundsatz-Artikel, die sich der Frage widmeten, was wie gebaut und genutzt werden solle, hat es in der BZ nach Kenntnis des Autors nach dem 15.6.04 nicht mehr gegeben. Nach Meinung der Zeitung war offensichtlich alles Wesentliche zum Thema gesagt. Dem arglosen Leser, der seiner Zeitung vertraute, formte sich in seiner Vorstellung etwas nebulös das Bild von einem weit über die drei Hauptfassaden hinaus rekonstruierten Schloss mit jedenfalls einem dem Ottmer-Schloss im Volumen entsprechenden Baukörper und einer Rückfront, die den ursprünglichen Proportionen folgt.

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"Der Bau einer neuen 4. IGS steht zur Zeit in Braunschweig nicht zur Debatte"

GRüNE fordern: "Braunschweig braucht eine 4. IGS!"
FDP befürwortet 4. IGS
DIE LINKE spricht sich eindeutig für die Integrierte Gesamtschule (IGS) aus - verbindlich für alle bis zur zehnten Klasse.
BIBS: Auf einer Pressekonferenz rief Dr. Uwe Meier (BIBS) die Braunschweiger Bevölkerung auf, mit ihrer Unterschrift auf einer der Sammellisten für die Errichtung einer 4. IGS in Braunschweig einzutreten.

Doch für die CDU steht „der Bau einer neuen 4. IGS zur Zeit in Braunschweig nicht zur Debatte“.

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Erschlichene Ehren? - Peditschek: Zauner verdankt Rosenbaum renommierten Journalistenpreis

Es ging in der letzten Ratssitzung unter Anderem um die geplante Ehrenbürgerschaft von Gerhard Glogowski. Störend habe Ratsherr Rosenbaum gewirkt. Manfred Pesditschek: "Insbesondere der BIBS-Ratsherr Peter Rosenbaum versuchte mehrfach, Gerhard Glogowski in Zusammenhang mit dem Kauf der Firma Mundstock in Misskredit zu bringen." Wir erinnern uns: Ernst Johann Zauner brachte damals die "Mundstock-Affäre" an die Öffentlichkeit und wurde dafür mit allerhöchsten Ehren und 2500,-€ Preisgeld beschenkt: er bekam den Preis des Bundes der Steuerzahler "Die spitze Feder" ... "für seine herausragende Recherche-Leistung in der so genannten Mundstock-Affäre."

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"Peng" hinter der rekonstruierten Schlossfassade

Kaum ist die Katze (BZ-Lokal-Chefredakteur Ralph-Herbert Meyer) im Urlaub, tanzen die Mäuse (BZ-Redakteur/in Dr. Jonscher/Habermann) auf dem Tisch und berichten doch tatsächlich wahrheitsgemäß von einer „Silvesterfeier am neuen Ort hinter der rekonstruierten Schlossfassade“. Hoffentlich hat das OB Dr. Hoffmann nicht mitbekommen, der (einschließlich der grammatikalischen Unzulänglichkeit) zum Investitionsprogramm der Stadt Braunschweig meinte, „dass alle diese Investitionen freilich überstrahlt werden von der 200 Mio. Euro-Investition der Schlossarkaden und dem Wiederaufbau unseren Welfenschlosses.“

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Schloss - Schlösser - am Schlössigsten

Ein einziger Satz in Die Welt: "Die Rückkehr der Schlösser in Braunschweig, Berlin, Hannover und Potsdam gibt den Städten Identität zurück - Peter Zumthors Diözesanmuseum in Köln: ein Bollwerk gegen modische Ausstellungsarchitektur - Prado-Erweiterung in Madrid von Rafael Moneo, auf Augenhöhe mit dem Altbau." lässt Schloss-Troubadour Ralph-Herbert Meyer wie gewohnt heftigst in die Saiten greifen (assistiert von N. Jonscher). Einmal mehr schmettert er eine vierspaltige Hymne auf das Braunschweiger "Schloss" und seinen Erbauer Dr. Gert Hoffmann.

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4. IGS: Braunschweigs OB Dr. Hoffmann ohne Souveränität

- Negativbeispiel für IGS-Schüler -

Es war ein großer Tag, jedoch ohne Überraschungen. OB Dr. Hoffmann hatte nicht die Souveränität die über einige Monate gesammelten Unterschriften von der Aktion 4. IGS entgegenzunehmen. 2500 Unterschriften wurden gesammelt und als Geschenk überreicht. Als Geschenk vieler Bürger an den Rat und den OB. Solche Geschenke werden in Braunschweig arrogant vom OB nicht entgegengenommen.

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Etwa 60 Bürger waren gekommen, um der Übergabe der Unterschriften für eine vierte IGS in Braunschweig an den OB beizuwohnen – doch der OB ließ sich nicht mal entschuldigen, er schickte seinen Büroleiter.


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