86.000 erwerbsfähige Braunschweiger können nicht gut lesen

 

Diese Zahl hat der Verbund Leichte Sprache Braunschweig aus den Ergebnissen der Level One Studie 2011 der Universität Hamburg hochgerechnet. Die Studie hat herausgefunden, dass rund 40 % der Erwerbsfähigen in Deutschland – das sind 21 Millionen Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren – nicht richtig lesen können. Um diesen Personen dennoch einen selbständigen Zugang zu schriftlichen Informationen zu ermöglichen, gibt es die Leichte und Einfache Sprache. Der Koalitionsvertrag 2018 sieht vor, mit Förderprogrammen in den Kommunen Anreize zum Einsatz Leichter Sprache zu setzen. Aber was ist eigentlich Leichte Sprache? Und wie kann sie bei Leseschwäche helfen? Das lesen Sie ab heute in loser Folge in der „Neuen Leichtpost Braunschweig“, einem Newsletter des Verbunds Leichte Sprache Braunschweig – exklusiv im Braunschweig-Spiegel. Heute unter „Weiterlesen“: Neue Leichtpost Nr. 1.

Stadttauben: Taubenschützer weisen Global Player "Rentokil" in die Schranken

Pressemitteilung


Am 16. Februar 2018 fand am Hamburger Landgericht der Prozess Hamburger Stadttauben gegen Rentokil statt. Unterstützt wurde der Verein von über 30 fachkundigen und interessierten Zuschauer*innen aus Hamburg, Berlin, Braunschweig und Frankfurt. Darunter die Initiatorin der Stadttiere Braunschweig Beate Gries, die auch tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen im Rat der Stadt ist.

Das Unternehmen Rentokil ist eines der größten Unternehmen der Welt im Bereich Bereichen Schädlingsbekämpfung und macht zum Teil mit Falschinformationen immer wieder Front gegen Stadttauben. Gegen Kritiker*innen geht das oft Unternehmen rigoros vor. In diesem Fall wollte Rentokil durch Abmahnung erreichen, dass der Verein Hamburger Stadttauben, dessen zweite Vorsitzende unser GRÜNES-Kreisvorstandmitglied Inge Prestle ist, folgende Behauptungen unterlässt:

· Rentokil nutze die Unwissenheit potentieller Kunden aus und schüre bei ihnen massive Angst vor Tauben.

· Die Angaben von Rentokil zum Thema „Tauben: Krankheiten und Schäden“ seien sämtlichst Fehlangaben.

Die Tierschützer konnten in einem Vergleich ihre Position inhaltlich vollständig gegen Rentokil durchsetzen. Die Forderung wurde vollumfänglich von Rentokil fallengelassen.

Vertreten wurden die Hamburger Stadttauben von Dr. Eisenhart von Loeper, einem der renommiertesten Tierrechtsanwälte des Landes, und einem juristisch sehr versierten Vereinsmitglied. Die Vorsitzende Richterin in dem Verfahren war Simone Käfer.

Worum ging es:

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Vollständiger Leserbrief zu „Landtagspräsidentin wirbt für Frauen - Feiertag“ vom 15. Februar 2018 in der BZ

Zur Diskussion darüber, ob der Internationale Frauentag ein arbeitsfreier Tag sein kann, habe ich der Braunschweiger Zeitung einen Leserbrief geschrieben. Teile davon sind heute veröffentlicht worden. Lesen Sie hier den vollständige Leserbrief und die hier folgende Erläuterung.

Der Internationale Frauentag ist ein hochpolitischer Tag. Seine Wurzeln entspringen den Freiheitsbestrebungen der sich gerade formierenden Arbeiterklasse, reichen also weit ins vorletzte Jahrhundert zurück. Die politische Basis sind die Kämpfe der Arbeiterinnen für ein Vereins- und Versammlungsgesetz, das ihnen erlaubt, sich in ihre eigenen Angelegenheiten einzumischen, es umfasst die erbitterten Wahlrechtskämpfe, der Tag steht für Frieden und Freiheit der arbeitenden Bevölkerung. Das Streben nach einem befreiten Leben kulminierte in dem Beschluss, der 1910 auf der II. sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen gefasst wurde.

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Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz mit Dr. Hoffmann und Tobias Henkel unter massiver Kritik

Zum dritten Mal liegt ein Prüfbericht des Landesrechnungshofes (LRH) über illegale Ausgaben der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz vor.  Unrechtmäßig sollen  Fördergelder in Millionenhöhe vergeben worden sein. Der Landesrechnungshof spricht von einer "Interessenkollision". Der LRH wirft in einem Fall dem Direktor der Stiftung, Tobias Henkel und Ex-OB Dr. Hoffmann vor, eine zu große Nähe zu Empfängern vor. Als Vorstandsmitglied der Empfänger-Stiftung habe Henkel sogar zum Schein im Nachhinein Fördermittel umgewidmet, um die Ausgaben zu rechtfertigen.

Das Aufsicht führende Wissenschaftsministerium prüft nun, ob der für die Stiftung entstandene Schaden von Ex-OB Hoffmann und vom heutigen Direktor Henkel zurückgeholt werden kann.

Den vollständigen NDR-Filmbericht zu dem Fall Hoffmann/Henkel und veruntreute Gelder sehen Sie hier: "Kritik an Braunschweiger Kulturstiftung". Interessant sind auch die Kommentare zu dem NDR-Filmbericht, der am 15.2.2018 in "Hallo Niedersachsen" lief.

Siehe auch: "SBK-Präsident Dr. Hoffmann verliert "Saubermann-Image"

Stadt feiert ihren Ehrenbürger: Empfang zum Geburtstag von Gerhard Glogowski

Ehrenbürger Gerhard Glogowski feierte seinen 75. Geburtstag mit vielen Freunden und politischen Weggefährten in der Dornse des Altstadtrathauses. Foto: Marcus von Bucholz

Nein, durch die Erinnerung an Skandale wollte man sich die gemütliche Feier in der Dornse des Altstadtrathauses nicht verderben lassen. Der einzige der vier Redner, der das böse Unwort in den Mund nahm, war der geehrte Jubilar höchstselbst: Ex-Ministerpräsident, Ex-Oberbürgermeister und Braunschweigs Ehrenbürger Gerhard Glogowski sagte zur Feier seines 75. Geburtstags: „Wenn man das Richtige tun will aber zur falschen Zeit, dann nennt man das einen Skandal.“ Ein Satz, der ganz am Ende seiner eigenen Jubelveranstaltung wie weisswaschendes Weihwasser auf die 150 geladenen Gäste herabtröpfelte. Denn ganz so moralisch und temporär eingegrenzt ist das mit den Skandalen nur aus fragwürdig euphemistischer Sicht.

Sowohl Oberbürgermeister Ulrich Markurth (links) als auch Ministerpräsident Stephan Weil hoben in Ihren Reden die Verdienste des Jubilars für die Stadt Braunschweig und Niedersachsen hervor. Foto: Marcus von Bucholz

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Strukturelle Benachteiligung der IGSen beenden

Pressemitteilung

DIE LINKE. beantragt, dass auch Gesamtschulen auswärtige Schüler aufnehmen können

Zur nächsten Ratssitzung am 13. März 2018 hat die Linksfraktion im Rat der Stadt Braunschweig beantragt, dass die strukturelle Benachteiligung der IGSen hinsichtlich der Aufnahme auswärtiger Schülerinnen und Schüler aufgehoben wird. Ab dem Schuljahr 2019/2020 sollen auch die fünf Braunschweiger IGSen auswärtige Schülerinnen und Schüler aufnehmen können. Antrag im Rat

Preisverleihung: Schulbuch des Jahres 2018

Am 20. Februar 2018 verleiht das Georg-Eckert-Institut – Leibniz Institut für internationale Schulbuchforschung gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und erstmals mit dem Didacta Verband als neuen Partner den Preis Schulbuch des Jahres. Neun Lehrwerke wurden von der Experten-Jury aus Wissenschaft, Schulpraxis und Verlagen nominiert. Die Sieger werden bei der Preisverleihung am 20. Februar um 14.00 Uhr auf der didacta in Hannover, Halle 12, Stand D14 gewürdigt. Im Anschluss, ab 16.00 Uhr, findet die Podiumsdiskussion Ein Tablet macht noch keine (moderne) Schule statt

In diesem Jahr werden Schulbücher für die Sekundarstufe I in den Kategorien Sprachen, Geschichte und MINT ausgezeichnet. Schulbuchverlage, Lehrende und Lernende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben über 50 Lehrwerke eingereicht.

Weitere Informationen hier: https://www.gei.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung-details/news/detail/News/schulbuchtrend-nah-dran-an-der-lebenswelt-der-schueler.html

„Nach’ m Schoduvel" - wie weiter?"

Am 16. Februar im KULT-Theater

„Nach’ m Schoduvel- ein Heimatabend der spöttischen Art“ zum Nach-Karneval

 Zu einem „Heimatabend der spöttischen Art“ lädt an diesem Freitag, den 16. Februar das KULT-Theater im Schimmelhof (Hamburger Str. 273, Eingang C2) ein.

Unter dem Titel „Nach‘m Schoduvel - wie weiter ?“ trägt dort ab 20 Uhr Hans-W. Fechtel (Gitarre, Gesang, Rezitation) ungehaltene Büttenreden und unerhörte Lieder zum Karneval und zu anderen Braunschweiger Traditionsveranstaltungen vor. Da fängt so manches blau-gelbe Auge an zu leuchten, … vor Freude und vor Lachen ! Der Veranstalter verspricht einen Spaß nicht nur für ausgeschlafene Klinterklater, sondern auch für spottresistente Rheinländer und Karneval-Neurotiker.

Beginn: 20 Uhr; Vorbestellungen unter Tel. 0176/ 23 99 38 25

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Lyrik & Musik

 

Braunschweiger NS-„Euthanasie“-Opfer auf bundesweiter Webseite zur NS-„Euthanasie“ präsent

 

Das auf dem Braunschweiger Stadtfriedhof Helmstedter Straße geplante Mahnmal für Braunschweiger NS-„Euthanasie“-Opfer wurde in die virtuelle Sammlung Historischer Orte des Gedenkorts T4 in Berlin aufgenommen. Hier wird das geplante Mahnmal in der virtuellen Sammlung vorgestellt.

Der Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde an der Berliner Tiergartenstraße 4 wurde am 2. September 2014 der Öffentlichkeit übergeben. Er wird seit 2011 von dem virtuellen Gedenk- und Informationsort www.gedenkort-t4.eu begleitet und gefördert. Die Webseite wurde kürzlich völlig neu gestaltet und am 24. Januar 2018 der Öffentlichkeit in der Topographie des Terrors in Berlin vorgestellt.

Die virtuelle Sammlung historischer Orte dokumentiert 137 Orte des Gedenkens - Orte, die mit der Geschichte der Verbrechen verbunden sind. Hier lebten die Opfer der NS-„Euthanasie“, hier wurden sie gequält und ermordet, hier wird an sie erinnert.

 

 

Ulrich Schade (Erster Vorsitzender der Gedenkstätte Friedenskapelle) und Udo Dittmann (Fritz Bauer Freundeskreis) vor der Glasstele mit den 27 Namen der Braunschweiger NS-„Euthanasie“-Opfer, die auf dem Urnenfeld aufgestellt werden soll. Foto: Bettina Mikhail

Aus dem ehemaligen Freistaat Braunschweig wurden von 1940 bis 1941 Hunderte von Menschen in Tötungsanstalten abtransportiert und Opfer der „Euthanasie“-Aktion der Nationalsozialisten. Von vielen Ermordeten sind Verbleib und Grablage unklar oder unbekannt. Manche Urnen wurden nicht nach Braunschweig geschickt, andere wurden vermutlich in Familiengräbern bestattet. Jedoch wurden 27 namentlich bekannte NS-„Euthanasie“-Opfer zwischen 1940 und 1942 auf einem Urnenfeld auf dem Braunschweiger Stadtfriedhof anonym beigesetzt. Die Namen der Ermordeten wurden den Friedhofsunterlagen entnommen und sind in der Gedenkstätte Friedenskapelle in der „Totenklage“ verzeichnet.

Die Stadt Braunschweig, Dezernat für Kultur und Wissenschaft fördert das von einer Arbeitsgruppe um Regina Blume (Gedenkstätte Friedenskapelle g.e.V.) entwickelte Mahnmal für Braunschweiger NS-„Euthanasie“-Opfer. Das bereits 2001 von der Stadt beschlossene Gedenkstättenkonzept sah eine solche Erinnerungsstätte vor. Das Mahnmal soll im Laufe des Jahres 2018 in einer Feierstunde eingeweiht werden.

 

Gregor Gysi bei Graff: „Man muss aufhören können, zu siegen“

Es wurde keine Lesung, sondern eine lockere Plauderei über Politik und sein Leben: Gregor Gysi (links) im Gespräch mit Journalist Hans-Dieter Schütt bei „Graff“. Foto: Marcus von Bucholz

Hunde bellen und beißen. Esel bocken und treten nach ihren Widersachern. Katzen schleichen sich an, fixieren ihr Opfer, spielen mit ihm und schlagen dann unvermittelt zu. Und wenn’s mal schief geht – dann haben sie bekanntlich sieben Leben.

Da passt es gut, dass „Linken“-Politiker Gregor Gysi in seiner Autobiographie auf seine ersten sechs Leben zurückschaut. Der „zweimal 35-Jährige“ (Eigeneinschätzung) wartet noch auf das letzte, das Siebte – nach Kindheit, Jugend in der DDR, Anwaltsberuf, letztem SED-Vorsitzenden, argwöhnisch angefeindetem PDS-Vorsitzenden mit (widerlegten) Stasi-Kontakten und gefeiertem „Linken“-Star, der aus dem Bundestag nicht mehr wegzudenken ist. Weil seine Reden Spaß machen. Weil sein vergifteter Humor mehr ausdrückt, als andere direkt sagen. Weil er im TV-Schaufenster Bundestag so spitzfindig argumentieren kann, dass selbst die immerkritischen eigenen Genossen nur noch überwältigt Beifall klatschen. Beispiele gefällig?

„Ein Leben ist zu wenig“ überschrieb Gregor Gysi seine Autobiographie, die er vor seinem Braunschweiger Publikum vorstellte. Foto: Marcus von Bucholz

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