27. Januar 2018, Holocaustgedenktag - Jüdische Straßennamen in Wolfenbüttel

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem beigefügten Text möchten wir unseren bereits im August 2017 verschickten Vorschlag zur Benennung der Straßen in dem neuen Teilbaugebiet am Södeweg in Wolfenbüttel ergänzen und erneuern. Dieser Vorschlag enthält eine Einleitung von  Dr. Kristlieb Adloff und Reaktionen von Persönlichkeiten aus mehreren Kontinenten.

Mit diesem Vorschlag verbinden wir die Hoffnung, dass es - anders als vorher - doch  noch zu einem Gespräch darüber kommen kann, so wie es in einer Lessingstadt doch ganz normal sein sollte.

Freundliche Grüße,

Stolperstein-Initiative Wolfenbüttel

Dr. Kristlieb Adloff und Jürgen Kumlehn

 

"Im Wald der namenlosen Toten"

"Auf der Lichtung im Wald, dort, wo sich drei ­schmale Schotterwege kreuzen, ist es still. Die Sonne blitzt durch die Baumkronen, die Vögel zwitschern, die Blätter rauschen. Es ist ein prächtiger, wolkenloser Tag. Yael Kurzbauer wirft ihre langen Haare zurück, legt die Geige an den Hals und streicht mit dem Bogen über die Saiten. Ein Windstoß fährt in ihr Kleid aus schwarzem Tüll, zerrt an den Blättern im Notenständer und wirbelt Staub auf den schmalen Wegen auf, die wie Rinnsale immer tiefer hin­einführen in den Wald, in ein grünes Meer aus Bäumen. Sie spielt ein Stück des jüdischen Komponisten Ernest Bloch, das er nach dem Tod seiner Mutter geschrieben hat. Es heißt „Nigun“, hebräisch für „Melodie“." Entnommen aus der TAZ

Fahrradprogramm 2018 - Termine melden

Auch im Jahr 2018 gibt es wieder das FAHRRAD-PROGRAMM, die (fast komplette) Übersicht über alle Radtouren und fahrradbezogenen Veranstaltungen in Braunschweig und Umgebung. Bis zum 4. Februar können Vereine/Veranstalter ihre Termine noch an das braunschweiger forum e.V. melden (mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Die Veröffentlichung erfolgt kostenlos.

Bereits jetzt sind Informationen zu zahlreichen Veranstaltungen im Internet einsehbar. Auf der Website www.fahrradprogramm.de sind auch die Adressen und Ansprechpartner der Vereine verzeichnet.

Die Printausgabe des FAHRRAD-PROGRAMMS erscheint  Ende März 2018 in einer Auflage von 5.000 Exemplaren.

Holocaust-Gedenktag - Ausstellungseröffnung am 27.1.2019

Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Holocaust eröffnet die Gedenkstätte KZ-Außenlager Schillstraße am kommenden Samstag, den 27.1.2018 um 14.00 Uhr eine Ausstellung. Unter dem Titel „Roter Winkel. Politische Häftlinge im Konzentrationslager Bergen-Belsen“ erinnert die Präsentation daran, dass mehr als die Hälfte der Gefangenen des Lagers nördlich von Celle politische Häftlinge waren, die den roten Winkel als Kennzeichnung trugen. Sie informiert über die Existenzbedingungen der Männer und Frauen, stellt Biografien vor und fragt nach der Geschichte der Überlebenden in der Nachkriegszeit.

Die politischen Häftlinge waren aus unterschiedlichen Gründen in das Konzentrationslager gekommen: Sie galten als Gegner der Nationalsozialisten, hatten an konkreten Widerstandsmaßnahmen teilgenommen oder sich in den besetzten europäischen Ländern gegen das Besatzungsregime zur Wehr gesetzt. Unter ihnen waren auch prominente Gefangene. So fand allein acht Reichstagsabgeordnete der Weimarer Republik in Bergen-Belsen den Tod. Auch der frühere Braunschweigische Ministerpräsident Dr. Heinrich Jasper starb in den letzten Kriegstagen in Bergen-Belsen.

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Der Konvent der Ev. Akademie Abt Jerusalem hat sich neu konstituiert.

Presseerklärung zur Neukonstituierung des Konvents der Ev. Akademie Abt Jerusalem

 

Hier die Namen zu den Personen auf dem Foto von links nach rechts:

Pf. Dieter Rammler (Akademiedirektor), Prof. Dr. Dieter Jahn, Landesbischof Dr. Christoph Meyns (Vorsitzender), Prof. Dr. Nicole C. Karafyllis, Prof. Dr. Joachim Klein, Dr. Heike Pöppelmann (stell. Vorsitzende), Prof. Dr. med. Jan T. Kielstein, Dr. Uwe Meier, Dr. Karl Ermert, Dr. Anja Hesse, Tobias Henkel, Axel Richter, Katharina Schulz, Oberlandeskirchenrat Thomas Hofer, Martina Doeltz (Protokollführung), Anke Grewe, Prof. Dr. Peil, Detlef Bade, Michael Strauß, Dipl. Verw. W. Thomas Ring.

Zu ergänzen sind: Prof. Dr. Folkhard Isermeyer, Armin Maus, Dr. Heike Steingaß.

Das zynische Gesicht des Kapitalismus

Ernteten Applaus von den IHK-Mitgliedern (v.l.:) IHK-Präsident Helmut Streiff, Umweltminister Olaf Lies, „Industrieklub“-Vorsitzender Volker Heemsoth

Mitte 1917 wütete der erste Maschinenkrieg der Weltgeschichte schon 3 Jahre. Millionen deutscher und europäischer Männer verreckten in den Schützengräben an Marne und Somme elend im Dreck; in der Zivilgesellschaft des Kaiserreichs starben Kinder und Frauen an Seuchen und Unterernährung. Da beschlossen Braunschweiger Geschäftsleute, den „Industrieklub 1918“ zu gründen.

Die knapp über 50 Gründungsmitglieder brachten im vorletzten Kriegsjahr in Kürze 262.000 Reichsmark (heutiger Wert: rund 3,5 Millionen Euro) auf, um ein standesgemässes Vereinshaus in Braunschweig zu erwerben oder zu erbauen. Leider legten die kapitalistischen Wirtschaftsführer des „Industrieklub“ im Herzogtum ihren Kapitalstock in Kriegsanleihen an. 1918 war der Krieg verloren und das Geld der Braunschweiger Spekulanten futsch. Ende mit Vereinsheimsträumen. Eine klassische Fehlinvestition gieriger Nimmersatte, für die man später Andere verantwortlich machen konnte.

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Eine Geschichte, die Mut macht in Zeiten des Hasses

Donnerstag, 8. Februar 2018 um 20:15 Uhr: „Der Muslim und die Jüdin – Die Geschichte einer Rettung in Berlin“ – Ronen Steinke

 Buchhandlung Graff Eintritt: 12 € (ermäßigt: 10 €)

Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat bis heute mehr als 25 000 mutige Männer und Frauen geehrt, die während des Zweiten Weltkriegs Juden retteten. Diese Geschichte ist trotzdem einzigartig. Unter den „Gerechten unter den Völkern“ ist bislang nur ein Araber: Mohammed Helmy. Er lebte in Berlin. Den ganzen Krieg über blieb er in der Stadt. Der Ägypter balancierte ständig auf einem schmalen Grat zwischen Anpassung und Subversion, und er vollbrachte ein wahres Husarenstück, um die Nazis auszutricksen. So rettete er die Jüdin Anna Boros.

Ronen Steinke wirft ein Licht auf eine fast vergessene Welt, das alte arabische Berlin der Weimarer Zeit, das gebildet, fortschrittlich und in weiten Teilen alles andere als judenfeindlich war. Einige Araber in Deutschland stellten sich in den Dienst des NS-Regimes. Aber eine nicht unbedeutende Gruppe – und von ihr handelt diese Geschichte – bildete einen Teil des deutschen Widerstands gegen den NS-Terror.

Mit freundlicher Unterstützung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Braunschweig, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Niedersachsen-Ost und der Jüdischen Gemeinde in Braunschweig.

Rezension Tagesspiegel

"Das Magazin - Free 21"

Der Braunschweig-Spiegel stellt ein Magazin vor, das im 4. Jahrgang erscheint: "Das Magazin - Free 21".

Zusammen arbeiten wir daran, in einem Zeitalter der Verwirrung die Tatsachen herauszufinden und über sie zu berichten. Wir wollen ein qualitativ hochwertiges und unabhängiges Medium schaffen, dass frei von den Zwängen und Einschränkungen großer Medienkonzerne agieren kann.

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Interview mit dem Physiker und Moderator Ranga Yogeshwar über die Parteien

"Die Parteien haben die Ängste vieler Wähler verschlafen", so der Physiker und Moderator Ranga Yogeshwar in einem Interview mit Marc von Lüpke-Schwarz. Im Interview plädiert Ranga Yogeshwar deswegen für eine neue Art der Politik. Ein Gespräch über technischen und gesellschaftlichen Fortschritt, Rassismus und warum der Mensch die Computer kontrollieren sollte – und nicht umgekehrt. Zum Interview

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