Merz: 3 Packungen Miracouli am Tag für die Rente zurücklegen

Vier bis fünf Euro pro Tag sollen auch Geringverdiener am Aktienmarkt für ihre Rente anlegen, befand CDU-Vorsitzendenkandidat Friedrich Merz im Gespräch mit Moderatorin Tina Hassel im „Bericht aus Berlin“. Foto: ARD aktuell

Was mit „Heuschrecken“-Vorstand und CDU-Kanzleranwärter Friedrich Merz auf Deutschland zukommt, hat der Kandidat am Sonntag im „Bericht aus Berlin“ (ARD) eindrucksvoll selbst offenbart. Da machte sich der Einkommens-Millionär für die private Rentenvorsorge stark. Jüngere und weniger Betuchte, so Merz, sollten neben der Rente mit „kleinen Beträgen“ wie „4 bis 5 Euro pro Tag“ für ihre private Alterssicherung vorsorgen – das sind mithin 120 bis 150,- € / Monat, die sie von ihrem Nettoverdienst zusätzlich abzweigen sollen!!!

In welcher Welt leben asoziale Schmarotzer eigentlich, die solche Ideen in die Mikrofone öffentlich-rechtlicher Sender blähen dürfen? 150,- € / Monat sind für die gern zitierte, alleinstehende Krankenschwester mit Kind, den „Amazon“-Packer oder die Kassiererin im Supermarkt Geld, dass sie angesichts der horrenden Mieten in Ballungszentren für's nackte Überleben brauchen. 5,- € sind drei Packungen Miracouli im Sonderangebot. Und dann sollen die Betroffenen, so die zynische und verlogene Idee des CDU-Chefkandidaten, das sauer verdiente Geld auch noch am unsicheren „Kapitalmarkt in Aktien“ anlegen - „steuerbefreit“ natürlich. Da dürften alle Flicks und Krupps dieser Welt gejubelt haben, weil sie dann künftig ihre Milliardengewinne als „Altersvorsorge“ deklarieren können und keine Steuern mehr drauf zahlen müssen. Setzen, Sechs, und ganz schnell verfatzen, Herr Merz.

Das Interview mit dem Kandidaten für den CDU-Vorsitz finden Sie hier: https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-478491.html

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