Marktcheck der Verbraucherzentralen Laktosefrei, glutenfrei – eine Werbestrategie?

 

Hannover, 26.09.2013 – Ein Marktcheck der Verbraucherzentralen hat gezeigt: Wer laktosefreie oder glutenfreie Lebensmittel kauft, ohne dass es gesundheitlich notwendig ist, zahlt erheblich mehr. Einen besonderen Vorteil hat er aber nicht. Für Personen, die unter einer Laktoseunverträglichkeit oder Zöliakie leiden,erleichtern eine auffallende Kennzeichnung und eine zunehmende Produkt-
vielfalt die Lebensmittelauswahl. Für gesunde Verbraucher haben laktose-oder glutenfreie Produkte aber keinerlei Vorteile. Dennoch erwecken Herstel-ler und Händler oft den Eindruck, dass diese Produkte allgemein Gesundheitund Wohlbefinden steigern können: Dazu wird die Bezeichnung laktose- oder glutenfrei oft mit der Bewerbung angeblich natürlicher Zutaten, Clean Labelling wie „ohne künstliche Aromen" oder „ohne Konservierungsstoffe" kombiniert. Allgemeine Angaben wie „Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, Ihnen bestmögliche Produkte für eine bewusste Ernährung anzubieten..." legen ebenfalls nahe, dass es sich hierbei um besonders gesunde Lebensmittel handelt. So sollen auch Personen zum Kauf dieser Produkte angeregt werden, die dafür gar keinen Bedarf haben. „Dahinter stecken oft nur die Absatzinteressen der Lebensmittelindustrie", sagt Brigitte Ahrens,
Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. „Lebensmittel wie Schnitt- und Hartkäse zum Beispiel sind natürlicherweise immer laktosefrei. Die Werbung „laktosefrei" rechtfertigt hier nicht den nahezu doppelt so hohen Preis". Glutenfreie Produkte kosteten im Marktcheck bis zu viermal mehr als herkömmliche Lebensmittel. Für den Kauf dieser Lebensmittel sollte deshalb ein echter, ärztlich festgestellter Bedarf vorliegen. „Politiker sind gefordert, die nährwertbezogene Angabe „laktosefrei" rechtlich zu definieren („glutenfrei" ist bereits geregelt) und Bedingungen für deren Verwendung festzulegen", fordert Brigitte Ahrens. Eine klare eindeutige Kennzeichnung ist für Betroffene wichtig. Anbieter sollten diese aber nicht benutzen, um alltäglichen Lebensmitteln ein insgesamt positives Image zu verleihen, wenn sie nur für bestimmte Personengruppen einen besonderen Vorteil bieten. Über das Fazit des Marktchecks und die Werbestrategie informiert das aktu- elle Faltblatt* Laktosefrei, Glutenfrei – Auch eine Werbestrategie! DasFaltblatt kann in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Niedersachen abgeholt werden. Im Internet steht es zum Download unter www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/laktosefrei-glutenfrei-werbestrategie

Ausflug ins Auswandererhaus am 1.10.2013

Das Thema Migration ist in aller Munde und doch denkt man in Deutschland vorrangig erst an die Einwanderung als an die Auswanderung. Die großen Auswanderungswellen in die USA aufgrund von Hungersnöten und wirtschaftlichen Krisen sind im alltäglichen Leben kaum präsent.

Aus diesem Grund organisiert Ratsfrau Tanja Pantazis ehrenamtlich mit der finanziellen Unterstützung der Bürgerstiftung Braunschweig und der Ostfalia Hochschulstiftung am 1.10.2013 eine Fahrt für Braunschweiger Schüler und Studenten und weiteren Interessierten eine Fahrt ins Auswanderermuseum nach Bremerhaven. Der Besuch soll dazu dienen, einen persönlichen Zugang zum Thema Auswanderung zu bekommen und möglicherweise findet der ein oder andere im Zentralregister sogar Familienangehörige, die ausgewandert sind. In Bremerhaven wurde bereits 1850 ein Auswandererhaus eingerichtet, damit die Emigration mit Schiffen, die mehr Tiefgang hatten, erfolgen konnte.

Wanderungsbewegungen haben seit jeher die Geschichte geprägt und sind im Zeitalter der Globalisierung allgegenwärtig. 

Deutschland in der Phase seiner größten Auswanderung zu betrachten und die neuen Migrationsformen vor diesem historischen Hintergrund zu begreifen, soll das Ziel dieser Fahrt sein.

Für diese Fahrt stehen noch freie Plätze zur Verfügung. Bitte nehmen Sie mit Tanja Pantazis unter der Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Kontakt auf.

PI: Kündigung von Bausparverträgen

 

Beratungsstelle Braunschweig

Droht eine weitere Kündigungswelle zu gut verzinsten Bausparverträgen? Auch die LBS Nord kündigt übersparte Bausparverträge.

Nachdem die Bausparkasse Wüstenrot in den vergangenen Wochen etwa 15.000 Bausparverträge mit noch hoher Guthabensverzinsung wegen Übersparung gekündigt hat, versucht jetzt auch die LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin – Hannover ihre Kunden durch Kündigung loszuwerden.

„Was im Juli dieses Jahres angedroht wurde, wird für tausende Kunden der LBS Nord nun traurige Gewissheit", resümiert Maximilian Gehr, Finanzexperte der Verbraucherzentrale in Braunschweig. Kunden mit übersparten Bausparverträgen erhalten die Kündigung zu ihren meist schon recht alten, noch gut verzinsten Verträgen und werden frustriert vor die Tür gesetzt.

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Jetzt protestieren: Wie die Bundesregierung uns bei EHEC belogen hat!

 

Hallo und guten Tag,

erinnern Sie sich noch an EHEC? An dem gefährlichen Darmkeim erkrankten 2011 in Deutschland fast 4.000 Menschen. Bei 855 kam es zulebensbedrohlichen Komplikationen, viele leiden noch heute unter den Folgen. 53 Personen starben.

Und die Bundesregierung? Erklärte nach Wochen der Verunsicherung, man habe die Krise "erfolgreich bewältigt" und die Ursache identifiziert: Sprossen aus einem kleinen Betrieb in Niedersachsen wurden für die Infektionen verantwortlich gemacht.

Eine über 13 Monate andauernde Recherche von foodwatch beweist jedoch, dass die Bundesregierung uns Bürgerinnen und Bürger belogen hat: FAST 90 PROZENT DER ERKRANKUNGSFÄLLE SIND BIS HEUTE UNGEKLÄRT - UND WURDEN TROTZDEM ZU DEN AKTEN GELEGT. Die EHEC-Krise ist also alles andere als aufgeklärt!

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Berufungsverhandlung des OVG Lüneburg in Sachen Abwasser in Braunschweig am 24.09.

Sehr geehrte Damen und Herren,

in den Jahren 2005-2007 trug die Abwasserprivatisierung in Braunschweig mit dazu bei, der Stadt Braunschweig ein sogenanntes "Haushaltswunder" zu bescheren. Diverse Ungereimtheiten im Rahmen der Betriebsumwandlung führten zu Klagen gegen Gebührenbescheide. Gerichtlich in Frage gestellt werden kann aber nur die Höhe der Gebühr, der Privatisierungvorgang selbst ist nur indirekt tangiert.

Am Dienstag, den 24.09.2013 findet nunmehr die Berufungsverhandlung vor dem Oberverwaltungsgericht statt. Das Oberverwaltungsgericht hat beschlossen, die Verhandlung nicht am Gerichtssitz in Lüneburg stattfinden lassen. Das Oberverwaltungsgericht kommt stattdessen nach Braunschweig und hat die Stadt gebeten, ihm auf dem Wege der Amtshilfe einen Raum zur Verfügung zu stellen.

Zur Berufungsverhandlung des Abwasserprozesses tagt das Oberverwaltungsgericht Lüneburg

am 24.09.2013 um 10:30
Eiermarkt 4-5, 1. OG
Im großen Sitzungssaal des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie

 

PM: Aktion "Sofa frei!" des AStA der TU Braunschweig geht in die zweite Runde

Wohnungsnot in Braunschweig wird immer schlimmer

Das zweite Jahr in Folge organisiert der AStA der TU Braunschweig gemeinsam mit dem Studentenwerk
Ostniedersachsen die Aktion „Sofa frei!". Wie im Vorjahr können Studienbeginner*innen, die zu Beginn der
Vorlesungszeit im Wintersemester noch keine feste Bleibe gefunden haben, in Wohnungen und
Wohngemeinschaften von älteren Kommiliton*innen einen Sofa-Schlafplatz bekommen, bis sie eine dauerhafte Lösung gefunden haben.

Aufgrund des doppelten Abiturjahrganges in Niedersachsen 2011 sowie der weiterhin hohen Studierneigung der Abiturient*innen wird sich die Gesamtzahl der Studierenden in diesem Winter auf circa 17.000 erhöhen, das sind rund 4.500 mehr als vor fünf Jahren.

„Wir haben noch immer fast 1000 Interesierte auf der Warteliste für unsere Wohnheime." erläutert Petra Syring, Sprecherin des Studentenwerk OstNiedersachsen, „Es ist damit zu rechnen, dass wir leider wie bereits im vergangenen Jahr nicht allen einen Wohnheimplatz bieten können."

Deshalb wird die solidarische „Zwischenlösung" des letzten Jahres wieder aufgegriffen, in der Studierende freie Sofa-Plätze oder ganze Wohnzimmer dem AStA melden und dieser suchenden Studienanfänger*innen den Kontakt vermittelt.

„Das Solidarmodell praktizieren wir in der Studierendenschaft seit Jahren erfolgreich in verschiedenen Bereichen. In diesem Fall kann das natürlich nur eine temporäre Lösung sein," so Johannes Starosta vom AStA-Vorstand. „Es gibt Handlungsbedarf auf mehreren Ebenen: Kurzfristig rufen wir insbesondere alle privaten Vermieter*innen auf, ihre verfügbaren Wohnungen auch beim AStA zu melden (per Email oder telefonisch) sowie auf den einschlägigen WG-Portalen einzustellen. Mittelfristig muss aber wieder mehr bezahlbarer Wohnraum in Braunschweig geschaffen werden, z.B. über geförderte Neubauten von Wohnheimen in einem Programm des sozialen Wohnungsbau."

Heike Wehage vom AStA-Vorstand ergänzt: „Vor 15 Jahren waren an der TU Braunschweig ebenfalls mehr als 17.000 Studierende immatrikuliert, außerdem gab es damals noch den großen Standort Sozialwesen der FH Braunschweig/Wolfenbüttel. Eine Knappheit von Wohnraum oder überhöhte Preise gab es damals nicht. Die Studentenwerke in Niedersachsen bekamen rund 20 Millionen Euro Grundfinanzierung vom Land, heute sind es 14 Millionen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf und das Land sollte endlich die vom Bund bereitgestellten Mittel zur Sozialen Wohnraumförderung auch dafür nutzen."

Für Nachfragen und O-Töne steht Johannes Starosta unter +49(0)1785427584 zur Verfügung.

 

PM: Mit oder ohne Kirche - Zwang oder Toleranz?

Nachdem die Evangelische Stiftung Neuerkerode kürzlich das Restaurant des Paläons in Schöningen als Betreiber übernommen hat wird die Unternehmensgruppe ihre Arbeit noch mehr nach Braunschweig verlagern - nun in historische Gebäude in Riddagshausen. Gleichzeitig wird jedoch auch bekannt, dass Neuerkerode speziell auf eine Gruppe Mitarbeiter einen gehörigen Druck ausübt. Die Mitarbeitervertretung informierte in ihrer MAV-Post darüber und schrieb unter anderem: "Auch in Neuerkerode gibt es Kolleginnen und Kollegen, die nicht Mitglied in einer christlichen Kirche sind. Eigentlich scheint es unmöglich zu sein aber bei ihrer Einstellung wurde darauf kein Wert gelegt. Vielleicht wurde es vergessen oder es wurde auch bewusst darauf verzichtet. Die Gründe sind sicher unterschiedlich, nur das Ergebnis ist das Gleiche: Keine Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche." Ob sich unter den angesprochenen auch Mitarbeitende mit jüdischer oder muslimischer Religion befinden, ist bisher nicht bekannt.

Foto: Kiche in Neuerkerode (Jürgen Kumlehhn)

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Mittelalterliche Zustände bei VW - Ein Erfahrungsbericht

Die Braunschweiger Zeitung titelt: Piëch wird Ehrenbürger Braunschweigs. Und in der Folge werden dann seine Wohltaten, u.a. 8000 Arbeitsplätze im VW-Werk Braunschweig, aufgezählt. Die maßgeblichen Parteien - CDU und SPD im Rat der Stadt Braunschweig -  haben bereits ihre Zustimmung signalisiert. Die Linke enthält sich. Die BiBs enthält sich zunächst, signalisiert dann aber auch, zusammen mit den Grünen und den Piraten, ihre Ablehnung. Lesen sie hier einen Erfahrungsbericht.

Stellungnahme der Bürgerinitiative für den Erhalt des Gliesmaroder Bades

Wem hilft der Bericht „Baden und Schwimmen" in Braunschweig?

Stellungnahme der Bürgerinitiative für den Erhalt des Gliesmaroder Bades

Schon 2007 hat der Rat der Stadt das „3-Bäder-Konzept" beschlossen – ohne die Bevölkerung, Vereine und Schulen zu befragen. Die Stimmung war damals deutlich genug:

Am 16.2.2007 sprachen sich bei einer Leserbefragung der Braunschweiger Zeitung 94% der Anrufer gegen die Schließung der Bäder Gliesmarode, Wenden, Waggum und Nordbad aus. 30 000  Bürger hatten sich außerdem für ein Volksbegehren in dieser Sache eingesetzt, das dann aber von der Stadt Braunschweig abgelehnt wurde.

Warum nun diese Untersuchung zu den Schwimmbädern, die die Stadt im Herbst 2012 bei dem ikps in Auftrag gegeben hat? Gibt es noch etwas zu entscheiden? Nein, darum geht es nicht. Es soll anscheinend nur bewiesen werden, dass es in Braunschweig genügend Wasserfläche für alle gibt, jetzt und auch nach Eröffnung der „Wasserwelt", denn die Wasserfläche bleibt annähernd gleich, sie vermindert sich nur geringfügig. Sicherheitshalber werden allerdings auch Planschbecken und die Lehrschwimmbecken einiger Schulen hinzugerechnet, obwohl die gar nicht öffentlich zugänglich sind.

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Aktivisten erhalten halbjähriges Aufenthaltsverbot für Wietze

Versammlungsrecht und Bewegungsfreiheit werden eingeschränkt, Teilnahme an Großdemonstration verwehrt

 

Am 24. August, eine Woche vor der Großdemonstration gegen die Mega-Schlachtfabrik in Wietze  an der sich ca. 7.000 Menschen beteiligten, wurde an mindestens vier Aktivist_innen ein halbjähriges Aufenthaltsverbot für ein großflächiges Gebiet rund um die Schlachtfabrik verschickt. Das Verbot wurde von der Gemeinde Wietze verhängt und betrifft Aktivist_innen aus der Tierbefreiungsbewegung, die sich in der Vergangenheit an öffentlichen Aktionen gegen die Schlachtfabrik beteiligten. Bis Februar 2014 dürfen sie nun das Gebiet nicht mehr betreten. Wenn sie sich nicht daran halten müssen sie eine Geldbuße von 400€ zahlen. Rechtsanwältin Britta Eder beantragte die Aufhebung des Verbots für die Großdemonstration am Samstag, der Antrag wurde von der Gemeinde abgelehnt. „Die Begründung dieser Ablehnung lässt befürchten, dass das eigentliche Ziel der Aufenthaltsverbote das Verbot der Teilnahme an Versammlungen durch die Betroffenen ist. Derartige Eingriffe in die Versammlungsfreiheit auf Grundlage des allgemeinen Polizeirechts sind jedoch unzulässig." kommentiert Rechtsanwältin Britta Eder.

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