Klimaschutz und der Zeitfaktor

 

Bodenrisse durch Trockenheit wie sie im Sommer 2018 auf fast allen Äckern zu sehen waren. Foto: Dipl. Biol. Harald Grunsky  / pixelio.de

Am 6.2.2019 hat das Bundeskabinett den Klimaschutzbericht 2018 gebilligt. Jetzt ist es amtlich: Das seit langem bestehende Regierungsziel, die Klimagase 2020 gegenüber 1990 um 40% zu reduzieren, wird um 8 Prozentpunkte (oder 20%) verfehlt. Es ist eine Blamage, die von verantwortungsloser Untätigkeit der Regierung in den letzten neun Jahren zeugt. Seit 2009 liegt die Menge der Klimagasemissionen praktisch auf einem Niveau. Wie wurde die Zeit seitdem verbracht? Immerhin entstand der Klimaschutzplan 2050, aber gehandelt wurde nicht. 

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Suffizienz-Netzwerk für den Großraum Braunschweig

Einladung | Suffizienz-Netzwerk für den Großraum Braunschweig | Klimaschutz



Struktur-Workshop zur Netzwerk-Gründung

am Montag, 25.02.2019, 18:00 Uhr - ca. 20:30 Uhr
im Haus der Kulturen Braunschweig
am Nordbahnhof 1, 38106 Braunschweig
 

Was ist das Suffizienz-Netzwerk? Ziel des Prinzips der Suffizienz ist die Begrenzung des menschlichen Ressourcenverbrauches auf ein nachhaltiges Maß. Die grundlegende Frage dabei ist: Was brauchen wir wirklich? Das „Suffizienz-Netzwerk für den Großraum Braunschweig“ will Akteure, die sich für ein klimafreundliches und suffizientes Leben einsetzen, unterstützen und vernetzen. Der Aufbau des Netzwerkes ist Teil der Umsetzung des Masterplans 100 % Klimaschutz für den Großraum Braunschweig.
 
Warum laden wir Sie ein? Suffizienz-Akteure können aus den verschiedensten Bereichen kommen: Mobilität, Konsum, Bildung, Kommunen und viele mehr. Ihnen senden wir diese Einladung, weil wir glauben, dass Sie Schnittpunkte zur Suffizienz und zu einem klimafreundlichen Leben haben und das Netzwerk bereichern würden. Weiter in der Einladung

 

Prachtallee oder die Bäume der Erkenntnis

So könnte der Ahorn aussehen, wenn er nicht so eng stehen würde wie in der Jasperallee Foto: Uwe Meier

Nun weiß es fast ganz Deutschland. Nach "extra 3" und nun der Hannoverschen Allgemeinen, sind die zum Tode verurteilten Bäume in der Jasperallee zu einem Politikum ersten Ranges geworden. Mit Neid oder Mitleid schauen andere Kommunen auf Braunschweig. Neid, weil sie echtes Bürgerengagement vermuten. Mitleid, wegen der lebendigen Bäume und/oder dem OB Herrn Ulrich Markurth. Gefühle waren schon immer der politische Ratgeber, um beim Wahlvolk anzukommen. Diese mussten natürlich fachlich und sachlich irgendwie untermauert sein, damit etwas durchsetzbar wird.

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Unabhängige Bürgerinitiativen fordern Lex Asse 2.0

Rechtliche Sonderregelung für Atommüll aus Asse II nötig

Der Asse II-Koordinationskreis plädiert dafür, den Widerspruch zwischen dem Erfüllen von Atommüll-Endlagerbedingungen und dem Minimierungsgebot des Strahlenschutzgesetzes durch eine neue Gesetzgebung aufzulösen. 

Der Bundestag hat bekanntlich 2013 beschlossen, dass der Atommüll aus der Schachtanlage Asse II zurückgeholt werden soll, weil er unten nicht langfristig sicher gelagert werden kann. Aus dem Auftrag zur Rückholung ergeben sich aber bisher ungelöste Folgefragen. 

Der Asse II-Koordinationskreis unabhängiger Bürgerinitiativen bittet nun die beteiligten Ministerien, Behörden und den Bundestag, sich dieses gesetzgeberischen Problems anzunehmen. Beim Antrittsbesuch in der Asse von Umweltministerin Schulze am 07.02.2019 konnte ein entsprechendes Schreiben persönlich ihr und Landesumweltminister Lies sowie dem Betreiber der Schachtanlage Asse II und der zuständigen Aufsichtsbehörde übergeben werden.

Vollständge Pressemitteilung

Brief an Umweltministerin Schulze und andere

 Briefübergabe, Foto: Asse II Koordinationskreis

 

Ratssitzung zu Jasperallee und Klimaschutz - Fotos mit 200 leeren Baumscheiben

Mit 120 Fotos von ca. 200 leeren Baumscheiben solle belegt werden, dass es "weit mehr als genug leere Baumscheiben gibt, in die 114 Linden gepflanzt werden könnten, ohne dass dafür lebendige Bäume gefällt werden müssen", so Sabine Sambou von der Bürgerinitiative Baumschutz Braunschweig. Sie sagt: "Schon bei ein paar kurzen Spaziergängen haben wir sehr viele leere Baumscheiben gefunden. Insgesamt dürften es ein paar tausend sein. Außerdem gibt es unzählige weitere Orte, Straßen und Plätze, auf denen Bäume und Büsche fehlen und gepflanzt werden sollten."

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Fridays for future: Wieviel CO2 hat Braunschweig seit 1990 eingespart?

„Fridays for future“ ist auch in Braunschweig angekommen. Seit Wochen demonstrieren auch Braunschweiger Schülerinnen und Schüler immer freitags vor dem Rathaus. Die BIBS-Fraktion nimmt dies zum Anlass, Braunschweigs konkrete Erfolge im kommunalen Klimaschutz zu erfragen.

Der Rat der Stadt Braunschweig hat nämlich bereits 2010 mit der Annahme des Braunschweiger Klimaschutzkonzeptes die Stadt dazu verpflichtet, die CO2-Emissionen bis 2020 um 40% gegenüber dem Jahr 1990 zu senken. Im dafür umfangreich erarbeiteten Maßnahmenkatalog wurden über 100 Maßnahmen vorgesehen, die für das ambitionierte Braunschweiger Ziel nötig sind.

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Insektenfreundlichen Beleuchtung – Eine Option für Braunschweig?

Das Insektensterben wird in der Ökologie als besonders kritisch erachtet, da die Tiere viele wichtige Aufgaben in der Natur haben. Aus diesem Grund sollte jeder alles Erdenkliche versuchen, um ein weiteres Sterben zu stoppen, und auch die Stadt sollte ihren Teil dazu beitragen. Deshalb fragt DIE LINKE im Rat der Stadt nach, inwieweit bereits über die Nutzung einer insektenfreundlichen Beleuchtung nachgedacht wurde.

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Bericht des DLF über die Gefahr von ASSE II

Der Deutschlandfunk brachte gestern einen bemerkenswerten Bericht über das einsturzgefährdete Atommülllager ASSE II. "

Die wachsende Gefahr von Asse II

Heike Wiegel aus Remlingen vom Verein „AufpASSEn“, berichtet über die Gefahren, die vom maroden Atommülllager ausgehen und wie sich die Gefahr aus der Tiefe am schnellsten bannen ließe. Denn Asse II wäre nicht das erste Bergwerk in der Gegend, das nach unbeherrschbaren Wassereinbrüchen absäuft.

Offener Brief an BMU Schulze anlässlich ihres Besuches in Salzgitter am 8.2.

Offener Brief zu Ihrem Besuch in Salzgitter am 8.2.2019 

Sehr geehrte Frau Bundesumweltministerin Schulze,

wir haben positiv vernommen, dass Sie nach nunmehr fast einem Jahr im Ministeramt in unsere Region kommen, um sich vor Ort mit dem geplanten Atommülllager „Schacht Konrad" zu befassen.

Mobile Atomaufsicht AG Schacht Konrad

Mobile Atomaufsicht AG Schacht Konrad

Mit Befremden haben wir die Einladung der BGE zu deren Veranstaltung am 8.2.2019 im Ratssaal der Stadt Salzgitter zur Kenntnis genommen, auf der Sie nach zwei Referaten von Herrn König und Herrn Lautsch im Anschluss "eine Diskussion mit der engagierten Öffentlichkeit" führen wollen. Dauer insgesamt 1 1/2 Stunden. Von Rang und Wichtigkeit wäre es sinnvoll gewesen, wenn Sie in Ihrer Funktion als Bundesministerin und in Ihrer Zuständigkeit für die Endlagerung eingeladen und die Veranstaltung in Form eines Gesprächs mit den engagierten Bürgerinnen und Bürgern gesucht hätten. Weder Form noch Inhalt dieser BGE- Veranstaltung erscheinen uns so im Bemühen um eine ernsthafte Diskussion angemessen.

Wir gehen davon aus, dass Sie weiter an einer Fortführung der konkreten fachlichen Erörterung zwischen den regionalen Akteuren und Ihrem Haus interessiert sind. Deshalb laden wir Sie hiermit ein, in einen direkten Austausch mit uns zu treten. Die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der regionalen Akteure sind Ihrem Haus ja bestens bekannt.

Wir stehen für weitere Gespräche über die Probleme der Nutzung von Schacht KONRAD als Atommülllager - gerne auch öffentlich und unter Beteiligung aller interessierten und engagierten Bürgerinnen und Bürger – zur Verfügung und erwarten Ihre Terminvorschläge.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Wilhelm
1. Bevollmächtigter IG Metall Salzgitter-Peine

Ulrich Löhr
Vorsitzender Landvolk Braunschweiger Land e.V. 
Thomas Ohlendorf
1. Vorsitzender BUND e.V., Kreisgruppe Salzgitter
Petra Wassmann
1. Vorsitzende NABU Salzgitter e.V. 
Karl-Ludwig Wasmus
Vorstand Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V. 

Vollständiger Brief  

Jugend-Proteste Friday for Future - schlechtes Gewissen der Erwachsenen ?

            

Schülerstreik - Kundgebung vor dem Rathaus

 

Protest vor der Rathaus-Treppe … auch  einige Engagierten der Bürgerinitiative Baumschutz Braunschweig zeigten Präsenz

Zufällig fand sich der Schulausschuss zur Sitzung ein und die Jugendlichen nutzten das, um die Politiker-Runde direkt und leibhaftig mit ihren Forderungen zum Klimaschutz zu konfrontieren - auch zum Baumschutz und zur Jasper-Allee. 
Dann im Rats-Sitzungssaal trugen einige der Jugendlichen ihre Forderungen zum Klimaschutz sowie für ihre Zukunft an die Braunschweiger Politik vor.  
Die so direkt angesprochene Politik-Runde fand die Aktionen der Jugendlichen (verbal) einhellig gut - vermied es aber, die eigene Beteiligung am drohenden Baum-Desaster in Braunschweig einzugestehen.
Jugend Proteste und schlechtes Gewissen der Erwachsenen
Wie kommt es, dass die Erwachsenen-Welt  die Freitags-Proteste einschließlich Schulstreik ihrer Kinder zwar richtig gut findet, aber im eigenen Handeln eher lasch bis gleichgültig weitermachen möchte, wie bisher? Die schwedische Schülerin Greta Thunberg, die inzwischen europaweit als Vorreiterin der Umwelt-SchülerInnen-Streiks gilt, hat dazu eine klare Antwort: "Ihr stehlt Euren Kindern die Zukunft - So lange wir keinen öffentlichen Druck ausüben, werden die Politiker das Thema weiter ignorieren."

 

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