Abrissarbeiten im „Holzmoor“ stoppen

"Pressemitteilung"

Offenbar ist geplant, trotz des Fundes streng geschützter Tierarten im „Holzmoor“ mit Bauarbeiten zu beginnen.

Am 25.10.2017 berichtete die Braunschweiger Zeitung über den Fund streng geschützter Tierarten im „Holzmoor“. Die Verwaltung wurde im Artikel mit der Aussage zitiert: „Es wird nichts geschehen, was die Winterruhe der Knoblauchkröte stört. Es wird keine Erdarbeiten auf dem Gelände geben.“ Im Frühjahr sollen Fangzäune aufgestellt werden, wenn die Kröte auf Wanderung zu ihren Laichgewässern geht (siehe BZ vom 25.10.2017).

Nun aber teilt die Verwaltung in Ds. 17-05663-01 vom 16.11.2017 mit, dass bereits jetzt Gehölze bis zu einem Durchmesser von 15 cm entfernt werden dürfen und auch der Gebäudeabriss möglich sei. Außerdem habe die Untere Naturschutzbehörde nun mitgeteilt, dass unter ihrer Begleitung bereits im Dezember der Schrebergarten, auf dem die schützenswerten Tiere gefunden wurden, eingeebnet werde.

„Bei einer solchen Vorgehensweise braucht man sich im Frühjahr nicht zu wundern, wenn man bei den Kartierungen keine geschützten Tiere mehr findet“, erklärt BIBS-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Büchs. „Von Rücksichtnahme auf naturschutzrechtliche Bestimmungen kann hier keine Rede sein. Mit Baggern wird kreuz und quer auf dem Gelände herumgefahren, um die Gartenlauben dem Erdboden gleich zu machen. Die Winterruhe der Tiere wird dadurch massiv gestört, wenn sie diese Maßnahmen überhaupt überleben.“
 
„Welches überwiegende öffentliche Interesse wird angeführt, dass Arbeiten in dem betroffenen Gebiet schon zugelassen werden sollen, obwohl die Populationen streng geschützter Arten wie z.B. Knoblauchkröte und Kammmolch noch gar nicht mit geeigneten Methoden erfasst bzw. mit der Kartierung (z.B. Zauneidechse) überhaupt noch nicht begonnen wurde? Die vorbereitenden Maßnahmen sind sofort zu untersagen“, fordert Wolfgang Büchs abschließend.

Die BIBS-Fraktion wird das Thema im Planungs- und Umweltausschuss am 06.12.2017 thematisieren.

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