Baumschutz: „CDU-Kampagne schürt Irritationen“

Pressemitteilung 09.03.2018 –

BIBS-Ratsfraktion und GRÜNE Ratsfraktion

Klarstellung zum Interfraktionellen Antrag „Förderung und Schutz von Grünbeständen im Stadtgebiet“

 Die CDU macht derzeit Front gegen die Einführung einer neuen Baumschutzsatzung. „Das geht komplett an der Realität vorbei“, zeigt sich der Grüne Fraktionsvorsitzende Dr. Rainer Mühlnickel (Vorsitzender des Grünflächenausschusses) verärgert und verweist dabei auf den vorliegenden Antragstext. Dieser beinhalte lediglich Prüfaufträge für mehrere mögliche Maßnahmen. „Nach der Sommerpause werden wir in den Gremien über die Ergebnisse der Verwaltung beraten und entscheiden. Ich bin davon überzeugt, dass wir eine gute Lösung für Braunschweig finden werden. Schließlich haben wir im Vorfeld auch Fachverbände wie z. B. den Landesverband der Gartenfreunde in Braunschweig mit einbezogen.“

 Mit dem zur Prüfung vorgeschlagenen Maßnahmenpaket könnte es in Zukunft besser gelingen, Grünbestände auch in nichtöffentlichen Bereichen zu stärken. Die 5 antragstellenden Ratsfraktionen setzen dabei auf die Beratung privater Eigentümer/innen sowie auf eine städtische Förderung der Pflege, des Erhalts und auch der Neupflanzung von Bäumen und Sträuchern auf privaten Grundstücken. „Diese Maßnahmen würden dazu beitragen, den wertvollen Bestand an älteren Bäumen und anderen Gehölzen in unserer Stadt besser zu schützen“ ergänzt der BIBS-Fraktionsvorsitzende Dr. Wolfgang Büchs. „Wichtig ist uns auch eine Meldepflicht, um endlich verlässliche Zahlen zu bekommen, wie viele Bäume tatsächlich auf privaten Grundstücken gefällt werden.“

Komplett ausgenommen sind in diesem Zusammenhang übrigens land- und forstwirtschaftliche Nutzflächen.

Zum Hintergrund:

Die Hege und Pflege öffentlicher und privater Grünbereiche ist aus Gründen des Klimaschutzes und der Luftreinhaltung gerade in verdichteten Räumen wie der Stadt Braunschweig besonders wichtig. Hoch engagiert geführte Debatten um den Erhalt von Bäumen in öffentlichen Bereichen wie dem Hagenmarkt oder der Jasperallee zeigen, dass die Bürger/innen sehr sensibel auf einen möglichen Grünverlust reagieren. Auf öffentlichen Flächen können Politik und Verwaltung dafür sorgen, dass möglichst wenig Bäume und Sträucher bei Neubau- oder Sanierungsmaßnahmen verloren gehen. Auf privaten Flächen ist das zurzeit nur eingeschränkt im Rahmen des Bundesnaturschutzgesetzes möglich. Hier setzt der Antrag von BIBS, Grünen, Linken, P² und SPD an. 

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