Bürgerinitiative SüdWest Braunschweig: Wie geht die Stadt mit ihrem Klima um?

Die BI SüdWest BS hat im Nachgang zu den vorerst gescheiterten Plänen eines interkommunalen Industrie- und Gewerbegebietes den Umgang der Stadt BS mit dem Stadtklima untersucht und ist dabei auf Vorgänge gestoßen, die scharf zu kritisieren sind (siehe Anhänge). Transparenz und bürgerfreundliches, überhaupt klimafreundliches Handeln scheinen dabei wohl eher Fremdworte zu sein, wie sich eindrucksvoll belegen lässt.

Presseerklärung: Wie geht die Stadt mit ihrem Klima um?

Stadtklima Braunschweig- Wie geht die Stadt mit ihrem Klima um?

„Stoppt die Rodung, die Ausbeutung, den Klimawandel!“ - Aktivist*innen besetzen Zufahrt von Cargill bei Salzgitter

Etwa 20 Umwelt- und Tierrechtsaktivist*innen blockieren aktuell die Zufahrt bei einem der 12 deutschen Standorte des Agrarunternehmens Cargill bei Salzgitter. Die Aktion steht im Kontext einer Studie der Umweltorganisationen ROBIN WOOD und Mighty Earth, die gestern veröffentlicht wurde. Angeprangert werden Tropenwaldrodungen für den Futtermittelanbau in Lateinamerika, woran der Konzern maßgeblich beteiligt ist und unter anderem der Belieferung des deutschen Hühnerfleischkonzern Rothkötter dient. Bereits gestern hatten die Umweltorganisationen eine Kletteraktion bei dem Rothkötterstandort im Emsland gemacht.

„Wir sind hier, weil wir die Bedrohungen für Mensch, Tier und Umwelt, die der Klimawandel hervorbringt, ernst nehmen und es für notwendig halten angesichts der Dringlichkeit aktiv zu sein. Wir wollen direkt zu den Unternehmen gehen, die eine Verantwortung für die Zerstörung tragen,“ begründet eine Aktivistin der Kampagne gegen Tierfabriken ihre Teilnahme. Mittels mehrerer mit Luft gefüllten Würfeln sowie einem Metallgestell, auf das eine Aktivistin geklettert ist, und weiteren Personen, die mit Transparenten im Weg stehen und sitzen, blockieren die Aktivist*innen die Hauptzufahrt.
Cargill gehört zu den vier Großkonzernen die gemeinsam 70% des globalen Agrarhandels auf sich vereinen. Die Hauptaktivität von Cargill liegt in der Futtermittelproduktion, was im Zentrum der heutigen Aktion steht, denn für den Anbau werden tagtäglich Waldflächen insbesondere in Südamerika gerodet und damit wichtige CO2-Speicher zerstört, wie durch die Studie erneut belegt wird. Diese Rodungen finden weiterhin statt, obwohl der Konzern wie auch ein weiterer Konzern namens Bunge in diesem Jahr zu Strafzahlungen wegen illegaler Rodungen in Brasilien aufgefordert wurden.

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Städte vom Klimawandel besonders betroffen

 

Was braut sich da in Zukunft über unseren Städten zusammen? Die Klimatologin Dr. Monika Steinrücke hat die Auswirkungen des Klimawandels auf Großstädte erforscht. Foto: honorarfrei / pixabay.com

Der Klimawandel wird nicht nur Probleme für küstennah lebende Bevölkerungen mit sich bringen, sondern sich auch massiv und ganz konkret in städtischen Ballungsräumen auswirken. Zu diesen oft übersehenen Gefahren informiert die Klimatologin Dr. Monika Steinrücke am Mittwoch, den 14. November um 19 Uhr, hält im Staatlichen Naturhistorischen Museum.

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ADFC Braunschweig: Fahrradklimatest geht zu Ende

Der diesjährige Fahrradklimatest geht am 30.11.2018 zu Ende.

Per on-line Fragebogen können Teilnehmerinnen und Teilnehmer in diesem Jahr wieder beurteilen, ob in ihrem Wohnort beispielsweise Radwege im Winter geräumt werden oder ob sie sich sicher fühlen, wenn sie mit dem Fahrrad unterwegs sind. Pressemitteilung

Die "Atommüll Zeitung" Ausgabe #01

Atommüllzeitung

Es war das Jahr 1974. Im Hotel Kaiserhof, in Brunsbüttel, fand die erste Informationsveranstaltung zum Atomkraftwerk Brunsbüttel statt. Die geballte Infomacht des damaligen Kraftwerkbetreibers und Bauherrn HEW und Siemens waren angetreten, um die friedliche Bevölkerung zu (des)-informieren.

Ein junger Mann mit zotteligen langen Haaren, etwas ungepflegt und anscheinend nicht sehr sachkundig, stand auf und sagte Folgendes: Ihre technischen Ausführungen hier kann ich nicht verstehen. Von dem was Sie hier erzählen, über die unproblematische Entsorgung des Atommülls, indem sie den Müll in Glaskokillen einschmelzen wollen, um ihn dann gesichert unter Tage zu lagern oder im Meer zu versenken, glaube ich kein Wort.  Ich weiß nur eins: Sie lügen oder haben auch keine Ahnung und wollen viel Geld verdienen. Heute wissen wir: Der junge Mann hatte in allen Punkten recht! (um)

DemonstrantInnen von Schacht Konrad vor dem Atomkraftwerk Brokdorf 2010 Foto: Uwe Meier

 

 

 

Für den Erhalt der Bäume auf der Jasperallee

Samstag, 3.11.2018 11°° Uhr: Prozession von der Jasperallee zum Rathaus

Am Dienstag entscheidet der Rat über die Zukunft der Bäume.

Am Samstag, den 3.11.2018 um 11 Uhr ruft die BI Baumschutz gemeinsam mit der BIBS, Die Linke Braunschweig und der Piratenpartei Braunschweig zu einer Demonstration unter dem Motto „Jasperallee – Bäume erhalten – mehr Bäume für die ganze Stadt!“ auf.

Startpunkt ist um 11 Uhr auf dem Mittelstreifen der Jasperallee hinter dem Theater. Ende ist um ca. 12 Uhr auf dem Rathausvorplatz.

Der aktuelle Stand der Meinungsumfrage der BI Baumschutz: 5.137 Unterschriften für den Erhalt der Bäume mit Lückenbepflanzung, 13 für die Nullvariante (weiterhin nichts tun) und 10 Stimmen für Fällen und Neupflanzen. Die Online-Petition für den Erhalt der Bäume mit Lückenbepflanzung haben bisher 10.261 Menschen gezeichnet (siehe weact.campact.de/p/jasperallee). Diese Unterschriften wird die Bürgerinitiative am Montag an Herrn Oberbürgermeister Markurth und Herrn Erster Stadtrat Geiger übergeben.

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Die neue Umweltzeitung ist da! Wenn Laien forschen.

Wenn Laien forschen,

dann wundern sich die Fachleute. Denn was ist dann ein Wissenschaftler oder eine Wissenschaftlerin? Nur jemand, der erst mehrere akademische Grade erwerben muss und dann auf einer staatlichen Stelle seiner Profession nachgeht mit oftmals immer enger werdendem Expertenhorizont? Oder jeder und jede, die sich ernsthaft auf einem wissenschaftlich relevanten Gebiet mit angemessener Methodik intensiver beschäftigen, belastbare neue Erkenntnisse erarbeiten und publizieren? Sind WissenschaftlerIn schließlich diejenigen, die Wissen schaffen; nicht nur für sich sondern auch für andere.

Ist nicht auch ein Wissenschaftler ein Bürger und kann nicht eine Bürgerin, die intensiv Vögel beobachtet beispielsweise, auch eine Wissenschaftlerin sein? Natürlich, auch wenn das manch im Schubladendenken erstarrten Menschen missfallen mag. Und darum dreht sich unser Titelthema: Bürgerwissenschaften, gerne auch als „Citizen Science“ bezeichnet. Dabei unterscheiden wir nicht so strikt wie der Wissenschaftstheoretiker Peter Finke zwischen „starker“ und „schwacher“ Bürgerwissenschaft. Finke lässt in seinem neuen Buch „Lob der Laien“ nur erstere als „echte“ Bürgerwissenschaft gelten, doch kann aus der „schwachen“ sehr wohl und relativ leicht auch „starke“ Bürgerwissenschaft werden. Unsere Autoren gehen auf das umfangreiche und oft komplexe Beziehungsgeflecht zwischen „Laien“ und „Fachleuten“, „Amateuren“ und „Profis“ ein. Und wen die Vielzahl der vorgestellten lokalen Gruppen überrascht: Es ist nur eine – nicht unbedingt repräsentative – Auswahl.

Im Dezember treffen sich wieder hochrangige Umweltpolitiker und Wissenschaftlerinnen aus aller Welt zum nächsten Klimagipfel, diesmal – vielleicht passend? – in Polen. Denn Polen setzt, wie auch die USA, auf fossile Energien und damit auf ein weiteres Aufheizen unseres Klimasystems. Wir gehen auch auf die traurige Lage der Klimaschutzpolitik in Deutschland ein, beleuchten ein wenig beachtetes, aber sehr sicheres Nachweisverfahren für das Phänomen der Erderwärmung und fragen nach, ob die „Dürre“ 2018 tatsächlich solch harte Auswirkungen für Landwirte hatte, wie die Lobbyisten gerne behaupten. Vielleicht sollte die Regierung sich keine Klimaschutzziele mehr setzen, wenn sie diese dann auf sanften Druck von Konzernen und Interessenverbänden doch wieder aufgibt …

 

Umweltminister Lies nimmt Stresstest mit Offenem Brief von BISS e.V. entgegen

Umweltminister Lies nimmt den gutachterlich bestätigten Stresstest der BISS e.V. zusammen mit Offenem Brief entgegen

Am 26.10. nahm der Niedersächsische Umweltminister Lies den gutachterlich bestätigten Stresstest der Bürgerinitiative Strahlenschutz persönlich entgegen

Dieser Stresstest zeigt: Bereits die Freisetzung eines Tausendstels des genehmigten Inventars kann dramatische Konsequenzen haben. Damit zeigt der BISS-Stresstest, dass die Gefährdung durch die Nuklearfirma in Braunschweig-Thune real und aktuell ist. Das NMU muss nun auf diese "Gefahr im Verzug" mit einer sofortigen Rücknahme der Umgangsgenehmigung für Eckert & Ziegler reagieren.

Pressemitteilung

Übergabe des gutachterlich bestätigten Stresstests der Bürgerinitiative Strahlenschutz e.V.

Übergabe des gutachterlich bestätigten Stresstests an Herrn Warnecke (Stadt Braunschweig)

Übergabe des gutachterlich bestätigten Stresstests der Bürgerinitiative Strahlenschutz e.V. zu den Nuklearfirmen GE Healthcare Buchler und Eckert & Ziegler an die Stadt Braunschweig

Am Tag des offenen Rathauses hat die BISS ihren gutachterlich bestätigten Stresstest an Herrn Warnecke von der Stadt Braunschweig übergeben (siehe Foto).

Mit dem Ergebnis dieses Stresstests ist nun erwiesen, dass durch die enorm hohe Strahlengenehmigung der Nuklearfirmen in Braunschweig eine unzulässige Gefährdung für das gesamte Braunschweiger Land besteht.

Die BISS fordert daher die Stadt Braunschweig nachdrücklich auf:

  • drängen sie darauf, dass das Landesumweltministerium das Ergebnis des Stresstests bei der Überprüfung der Umgangsgenehmigungen der Nuklearfirmen berücksichtigt und die Nuklearfirmen bis zur endgültigen Klärung der Gültigkeit der Genehmigungen stilllegt.

erstellen Sie bis zur endgültigen Klärung der Gültigkeit der Genehmigungen einen Katastrophenschutzplan für die Bevölkerung, um eine Gefährdung ausschließen zu können.

Stellungnahme der Grünen zu den geplanten Baumfällungen der Deutsche Wohnen in der Weststadt:

Pressemitteilung 22.10.2018

Stellungnahme des Grünen Ratsherrn und Fraktionsvorsitzenden Dr. Rainer Mühlnickel zu den geplanten Baumfällungen der Deutsche Wohnen in der Weststadt:

„Die (laut Berichterstattung in der Braunschweiger Zeitung vom 18.10.2018) geplanten Baumfällungen im Elbe- und im Emsviertel finden wir äußerst fragwürdig. Wir appellieren an die Verantwortlichen bei der Deutsche Wohnen, keine vollendeten Tatsachen zu schaffen. Ohne plausible Begründung darf solch eine massive Fällaktion u. E. nicht durchgeführt werden. Bekanntlich hat die Stadtverwaltung bestritten, das Berliner Unternehmen zum Handeln aufgefordert zu haben. Die Deutsche Wohnen kann sich also nicht auf Vorgaben der zuständigen Behörden berufen.

Wir würden es sehr begrüßen, wenn das Vorhaben gestoppt und die Bäume in der Weststadt gerettet werden könnten. Der ganze Vorgang zeigt einmal mehr, wie nachteilig es ist, dass wir in Braunschweig auf Betreiben der CDU keine Baumschutzsatzung mehr haben.

Die CDU tut ja immer so, als ginge es bei solch einer kommunalen Satzung darum, die Besitzer/innen von Einfamilienhäusern zu gängeln. Der aktuelle Fall zeigt, dass mit Hilfe einer Baumschutzsatzung auch private Großunternehmen in die Pflicht genommen werden könnten, die Bäume auf ihren Grundstücken zu erhalten. Gerade wenn der Verdacht besteht, dass diese nur gefällt werden sollen, um Pflegekosten zu sparen. Wenn wir wieder eine Baumschutzsatzung hätten, könnte die Fachverwaltung beratend tätig werden und notfalls eingreifen, um unsinnige Maßnahmen zu verhindern.

Im nächsten Grünflächenausschuss (GA) am 01.11.2018 steht das Thema Baumschutz auf privaten Grundstücken übrigens dank einer Grünen Anfrage auf der Tagesordnung. Durch das akute Beispiel in der Weststadt hat diese Anfrage eine zusätzliche Brisanz erhalten.“