Biodiversität: Der Welt droht das erste massenhafte Artensterben seit dem Untergang der Dinosaurier

Hier stand einmal tropischer Regenwald im nördlichen Amazonasbecken. Heute sind es äußerst artenarme Rinderweiden, die sektoral zur Grasnarbenerneuerung vor Neuansaat mit Roundup (Glyphosat) abgespritzt werden. Bodenerosion wird dabei in Kauf genommen. Foto: Uwe Meier

Den Begriff Biodiversität und dessen Hintergrund zu verstehen scheint schwierig zu sein. Vielleicht ist es eine Frage der Bildung oder des Interesses. Wissen es doch zumindest die Interessierten, dass die Biodiversität über die Zukunft der Menschheit mit entscheidet. Ja, nicht nur der Klimawandel entscheidet über unsere Zukunft, sondern auch die Biodiversität. In der Wissenschaft steht das außerhalb jeder Diskussion. Die ist sich weitgehend in dieser Aussage einig. Die Braunschweiger Schokoladen von "Cacao de Paz" und "Urwaldgarten" (Braunschweiger Schokolöwe) werden aus Roh-Kakao hergestellt, dessen Anbau den Klimawandel und die Biodiversität aktiv berücksichtigt, aber nicht nach EU-Bio-Richtlinie zertifiziert ist, denn die Standards sind zu schwach. Das ist bisher weltweit einmalig!

Zerstörte, hoch biodiverse Gartenlandschaft in Braunschweig vor Baubeginn Am Holzmoor. Nicht nur die Vegetation ist zerstört, auch die hoch bioaktiven Böden werden abgetragen.

Unverständnis erntet man in der Regel, wenn in einem angehenden Baugebiet eine streng geschüzte Knoblauchkröte oder den Eremiten findet. Die Frage der Unwissenden oder Lobbyisten lautet dann: "Soll dieses bauliche Millionenvorhaben nun etwa an einer Knoblauchkröte scheitern?" Im Grunde ja, denn die Kröte oder der Eremit zeigen an welche seltenen Biotope zu schützen sind, um nicht nur diese seltenen Tiere als Indikatoren zu schützen, die ein Bestandteil der Biodiversität sind. Nicht das Tier oder die Pflanze stehten im Mittelpunkt sondern deren Biotop, und damit auch die Biodiversität. Vernetztes Denken fällt halt schwer, aber man kann es üben und Entscheider sollten es haben.

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Wassermangel und seine überraschenden Auswirkungen - Ein Bericht aus Kapstadt

Der Wasserrest eines einstmals beeindruckendes Flusses. Da fliesst nichts mehr. Foto: Uwe Meier

Wasser ist endlich. Es ist eine Ressource, um die zunehmend gerungen wird. Länder auf der ganzen Welt leiden unter Wasserknappheit – auch in Europa. Etwa ein Drittel des Gebiets und etwa 11 Prozent der europäischen Bevölkerung leiden unter Wassermangel. Dieser Mangel wird in Europa, insbesondere in Südeuropa, zunehmen. Schon heute ist der Gemüsegarten Europas um das spanische Almeria nur noch mit Wasserleitungen zu leisten, die Hunderte Kilometer lang sind. In Kastilien und Katalonien fehlt dann das Wasser aus dem Ebro. Wassermangel in Spanien.

Klimawandel und steigende Temperaturen werden das Problem in den kommenden Jahren noch verstärken, prophezeien seit Jahren Wissenschaftler. Nun tritt es verstärkt ein. Dramatisch spannend ist es in der Region Kapstadt, in der seit 3 Jahren kein Regen mehr fiel und wo derzeit stark rationiert wird. Diese Rationierung hat sozio-ökonomische Folgen, und es empfiehlt sich diese genau zu beobachten. Denn es verändert sich viel mehr als nur der Umgang mit Wasser; nicht nur zum Negativen, auch zum Positiven. GERMANWATCH schreibt in der neuen Ausgabe von WEITBLICK darüber.

Weitblick 1/18

FIAN: Klimawandel und Menschenrechte

Wolfgang Obergassel und Dr. Jeanette Schade vom FIAN-Arbeitskreis Klima haben die 40-seitige Broschüre „Klimawandel und Menschenrechte“ verfasst. Dargestellt werden die Gefährdung zentraler Menschen-rechte durch die Erderwärmung, die wichtigsten UN-Klima-abkommen sowie die menschenrechtlichen Anforderungen an die deutsche und die internationale Klima-politik aus Sicht von FIAN. Das Heft bildet die Grundlage für unsere anstehenden Seminare und Aktionen. Die Broschüre kann hier kostenfrei bestellt oder runtergeladen werden.

ZDF - Doku | planet e.- Der Irrsinn mit der Gülle

Kuhfladen sind nicht das Problem. Die gibt es nur noch bei Bioproduktion. Das Problem ist die Mischung von Urin und Kot von Rindern und Schweinen, die Gülle genannt wird. Foto: Uwe Meier

140 Milliarden Liter Gülle jährlich: ein Ergebnis unserer Massentierhaltung. Einfach auf die Felder kippen – das verbietet die neue Düngeverordnung. Deutschland ist im Güllenotstand.

Viele Güllesilos waren Anfang des Jahres voll bis zum Rand, den Tierhaltern stand der Mist buchstäblich bis zum Hals. Der Grund dafür: Die starren Regeln der neuen Gülleverordnung, die seit Anfang des Jahres gelten. Kaum in Kraft getreten, werden die Schwächen des Regelwerks offensichtlich. "Der Irrsinn mit der Gülle"

Heute beginnt das 8. Weltwasserforum. Motto: "Sharing Water"

Dorfbrunnen in Benin

Warnungen vor einer "Wasserkrise" mögen uns Nordeuropäern seltsam erscheinen. Tatsächlich sind solche Sorgen durchaus begründet. Denn sauberes Trinkwasser wird zur knappen Ressource. Doch es geht nicht nur um sauberes Trinkwasser. Auch Pflanzen brauchen Wasser. Die massive Wasserkrise in Südspanien betrifft uns insofern direkt, denn wir bekommen uns täglich Obst und Gemüse aus den bewässerten Plantagen Südspaniens. Das Wasser importieren wir gespeichert darin. Das nennt man „virtuelles Wasser“. Es landet immer dort, wo es genug gibt, nämlich bei uns.

Mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche ist von Wasser bedeckt. Aber nur 3,5 Prozent der irdischen Wassermenge ist Süßwasser – und nur ein Bruchteil davon liegt als Trinkwasser vor. Es ist hilfreich, sich diese Dimensionen hin und wieder vor Augen zu führen. Dann wird auch verständlich, warum die Naturschutzorganisationen international verbindliche Abmachungen zur Bewältigung der Wasserkrise fordert. Denn die Wasserkrise ist eine der aktuell größten Herausforderungen der Menschheit" und verweist dabei auf die Dürren in Brasilien, Kalifornien, Spanien und Südafrika.

Lesen Sie zur einwöchigen Konferenz des 8. Weltwasserforum, beginnend heute, am Sonntag den 25.03.2018 in Brasilia den Vorabbericht in der TAZ: „Hier fehlt etwas

- OFFENER BRIEF - zu Schacht Konrad 2027

11.03.2018

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrter Herr Stadtbaurat,

aktuell meldet die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), dass Schacht Konrad frühestens im Jahr 2027 in Betrieb gehen wird. Dies hat wesentliche Auswirkungen auch auf die Entsorgungspläne der Firma Eckert & Ziegler. Die radioaktiven Abfälle der Firma werden in Braunschweig Thune in sog. Konrad-Container verpackt. Solange eine Einlagerung nicht sichergestellt ist, müssen die Container demzufolge auf dem risikoreichen Betriebsgelände in Braunschweig verbleiben.

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Asse II: Erhöhte Lösungszutritte auf der 750 m-Sohle mit Atommüll-Kammern - erhebliche Tritiumkontamination

Der gegenwärtige Betreiber der Schachtanlage Asse II (BGE) hat bekannt  gegeben, dass auf der 750 m-Sohle in der Nähe der Einlagerungskammer 9 in  den letzten Tagen erhöhte Mengen an Zutritts-Lauge aufgefangen wurden. http://www.bge.de/de/meldungen/2018/3/loesungszutritt-750/

Diese Lauge ist erheblich mit Tritium (radioaktiver Wasserstoff, ein Betastrahler mit einer Halbwertszeit von 12,3 Jahren) belastet. Die Herkunft des Tritiums erklärt die BGE nicht, schließt aber einen direkten Kontakt der Lauge mit dem auf 750m lagernden Atommüll kategorisch aus.

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Antrag zum Schutz von Grünbeständen: Baumerhalt fördern statt Fällen sanktionieren

PRESSEMITTEILUNG (15/2018)

Erscheinungsdatum: 9. März 2018

Antrag zum Schutz von Grünbeständen: Baumerhalt fördern statt Fällen sanktionieren

Mit Blick auf verschiedene Reaktionen nach der Veröffentlichung des interfraktionellen Antrages zur „Förderung und zum Schutz von Grünbeständen in der Stadt Braunschweig“ (18-07040) möchte die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Braunschweig zu einigen Punkten Stellung beziehen, die in der Öffentlichkeit nach Falschmeldungen der CDU-Ratsfraktion derzeit verzerrt wahrgenommen werden.

„Kleingartenvereine sind ausdrücklich nicht Teil dieses Antrages“, verdeutlicht Annette Johannes, grünflächenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. „Diese beweisen seit jeher, dass sie sich für eine grüne Stadt und den hiesigen Baumbestand einsetzen, schließlich besitzen sie eine eigene Expertise und langjährige Erfahrung in der Grünflächenpflege. Daher sieht die SPD-Fraktion auch keinerlei Veranlassung, hier politisch tätig werden zu müssen – ganz im Gegenteil: Die Baumbestände sind in guten Händen.“ Selbiges gelte auch für die Landwirte und ihre Flächen in der Feldmark. Dass die CDU-Fraktion nun versuche, bei diesen Einrichtungen und in der Öffentlichkeit durch eine nicht wahrheitsgemäße Darstellung des Antrags Ängste zu schüren, sei unredlich, so Johannes.

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„Interkommunale Gewerbe- und Industriegebiet Braunschweig-Salzgitter“ stoppen

Einladung zur Informationsveranstaltung in Timmerlah

Vereinsheim KKSV Timmerlah, Tiefe Wiese 6,

15.03.2018 um 19:00 Uhr

Worum es geht

Auf einer Fläche von 3,2 Mio Quadratmetern, größer als Monaco, soll am Bahnhof Beddingen ein städteübergreifendes Gewerbe- und Industriegebiet mit 24-Stunden-Betrieb entstehen. Nördlich der A39, zwischen dem Stichkanal Salzgitter und dem Übergabebahnhof Beddingen, würde die ländliche Prägung der Landschaft und der umliegenden Ortschaften Stiddien, Geitelde und Timmerlah zerstört und wertvollster Ackerboden unwiederbringlich vernichtet werden. Unverantwortbar wird die Belastung durch Gase, Staub, Dämpfe und den zusätzlichen Lärm durch Bahn- und LKW-Verkehr rund um die Uhr, verheerend die Auswirkungen auf das Stadtklima. Zudem wird der Bahnhof Beddingen zur Atommülldrehscheibe, wenn ab 2022 die Einlagerung in Schacht Konrad beginnen sollte. Grotesk dabei auch: Die Stadt Salzgitter sitzt derzeit auf größeren, bereits voll erschlossenen Industrie- und Gewerbeflächen – und wird sie nicht los.

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Innenverdichtung geht vor Außenversiegelung!

Zweifellos hat die Diskussionsveranstaltung "Umweltpolitik abgemeldet" am 7.9.2017 das Augenmerk auf die kritischen Aspekte des geplanten interkommunalen Versiegelungsgebietes Salzgitter-Braunschweig gelenkt. In der Braunschweiger Zeitung wurden die Vorzüge eines Gewerbegebietes demgegenüber erneut hervorgehoben (Regionalteil der BZ vom 3. März).

Unter Berücksichtigung des erheblich eingeschränkten Naturraums der Stadt und der regional unterpräsentierten Waldfläche ist ein großflächig versiegelter Zustand des eher naturbelassenen Planungsgebietes fachlich nicht zu befürworten. Als Ausgleich für andere Maßnahmen im Stadtbereich wäre vielmehr eine Bewaldung desselben zu erwägen, um die umliegenden kleineren Waldflächen (Timmerlaher Busch, Geitelder Holz, ...) im Anhalt an das Biotopverbund-Konzept Braunschweig sinnvoll zu vernetzen und lebenswert zu gestalten.

Ohne die wirtschaftlich berechtigten Nutzungsansprüche in diesem für das Gewerbe angemeldeten Gebiet zu unterschätzen, ist und bleibt die gleichzeitige Bereitstellung von Landschaftsfunktionen wie der Erholung für die eng besiedelten, benachbarten Wohngebiete ebenso wie die Nutzfunktion (Bildung, Waldprodukte wie Holz) ein für die Bevölkerung ebenfalls bedeutendes Ziel. Die aktuelle Auslastung in der Region bereits vorhandener Gewerbeflächen ist kritisch zu prüfen, um die finanzielle Nachhaltigkeit eines solch ambitionierten Vorhabens abzusichern und damit den Grundsätzen der kommunalen Haushalte beider beteiligter Städte gerecht zu werden. Im Planungsprozess ist folglich mit Sorgfalt abzuwägen, um im Ergebnis eine Lösungen mit langfristig positivem Gesamtnutzen für die Kommunen zu finden.

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