Plastikbesteck verbieten ist Symbol-Umweltpolitik

Fundstücke auf 2 m Strandabschnitt in Tortuguero: Einmalrasierer, Plastikbesteck (dreiteilig), Einwegfeuerzeug. Dazwischen Schildkröteneier der "Grüne Meeresschildkröte" (Suppenschildkröte) Foto Uwe Meier

Plastikteller oder Strohhalme werden besonders oft an Stränden angespült. Deswegen plant die EU-Kommission nun, diese Wegwerf-Gegenstände zu verbieten. Über einen Vorstoß, der in aller Albernheit vielleicht ja doch die richtige Diskussion anstößt.

An Plastiktüten erstickte Hunde, Seevögel und Wale mit unfassbaren Mengen Kunststoff im Magen, Schildkröten mit Panzern, die durch Plastikschnüre grotesk fehlgebildet sind – es gibt kaum ein Umweltproblem, das mit so eindringlichen Bildern sichtbar gemacht wird wie die Allgegenwart von Plastikmüll. Er verbreitet sich in Wäldern, in Parks, im Meer und selbst in abgelegenen Naturgebieten – also dort, wo nur selten ein Mensch seinen Fuß hinsetzt. Und das ist nur die eine, die sichtbare Seite des Problems: Plastik bleibt Plastik, auch wenn er zerfallen und zerrieben ist – Millimeter kleine Fetzen und mikroskopisch kleine Kügelchen belasten letztlich den Boden, ein Teil kommt in die Nahrungskette zurück. Die Folgen sind im Wesentlichen noch unbekannt. Lesen sie dazu OXI: "Plastikbesteck verbieten? Der letzte oder der erste Strohhalm."

 

Lärm und Verkehr im Flughafenumfeld: Noch immer keine Verbesserungen


Stillstand am Flughafen: Ob eine mögliche Verbesserung der Verkehrsanbindungen oder Lärmreduzierungen – bisher verliefen alle Forderungen nach Verbesserungen für die Anlieger des Flughafens im Sande.  

So auch zuletzt beim Schutz vor Fluglärm: Im Finanzausschuss am 30.11.2017 wurde ein gemeinsamer Antrag von SPD, Grünen und BIBS-Fraktion beschlossen, der dafür sorgen sollte, dass Piloten am Flughafen ihre lauten Hilfstriebwerke (so genannte „APUs“) unmittelbar nach Einnehmen ihrer Parkposition ausschalten müssen und frühestens 5 Minuten vor Verlassen ihrer Parkposition wieder einschalten dürfen (siehe 17-05959).  

In einem Gespräch mit der Braunschweiger Zeitung vom 31.05.2018 erklärt nun Geschäftsführer Thies Hinckeldeyn, dass am Rollfeld stehende Schilder alle Piloten darauf hinweisen, dass die APU maximal zehn Minuten vor dem Start und nach der Landung laufen sollen. Verstöße dagegen würden im Gespräch mit den Piloten thematisiert. 

„Unser gemeinsamer Antrag wurde damit in keiner Weise umgesetzt,“ erklärt BIBS-Ratsherr Peter Rosenbaum. „Die von uns immer wieder in Gesprächen betonte einfache, kostengünstige Lösung, nämlich die Vorschrift verbindlich in die internationalen Luftverkehrshandbücher wie z.B. ‚AIP‘, ‚Jeppesen‘ oder ‚LIDO‘ aufzunehmen wurde offenbar schlichtweg ignoriert. Die Hinweisschilder stehen da schon lange. Kein Pilot muss sich daran halten.“  

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BISS Radtour zu den Orten mit Relevanz nach einem radioaktiven Störfall bei Eckert & Ziegler

- Pressemitteilung -

BISS Radtour zu den Orten mit Relevanz nach einem radioaktiven Störfall bei Eckert & Ziegler oder GE Healthcare Buchler

Die BISS fuhr heute mit einigen Aktiven und in Begleitung von anderen Bürgerinitiativen zu ausgezeichneten Punkten im Braunschweiger Land, die sich aus dem BISS-Stresstest ergeben haben und lieferte dort an die politisch Verantwortlichen einen offen Brief aus.

Auf unserer Radtour hinterlegten wir den offenen Brief in den Rathäusern von Wolfenbüttel und Braunschweig, sowie bei einigen Braunschweiger Bezirksbürgermeister*innen (Bezirke 120, 112, 323), die als politisch Verantwortliche an den ausgezeichneten Punkten auf die besondere Situation ihrer Wähler aufmerksam gemacht wurden. Offener Brief

Greenpeace-Aktivisten protestieren gegen ungerecht verteilten Straßenraum

Radfahrer deutlich benachteiligt

Braunschweig, 25. 5. 2018 – Für eine gerechtere Verteilung des Straßenraums demonstrieren Greenpeace-Aktivisten am 26. Mai ab 16 Uhr in Braunschweig mit 5 so genannten Gehzeugen. Mit umgehängten Holzrahmen in den Maßen eines durchschnittlichen Mittelklassewagens laufen die Umweltschützer einen Rundkurs ausgehend vom Hagenmarkt über den Bohlweg und anschließend über die Münzstraße und Casparistraße wieder zurück. Auf einem Banner fordern sie: „Städte für Menschen, nicht für Autos!“

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„Upcycling – aus alt mach neu“

pixabay und zur freien Nutzung

26.05.2018 (Samstag) 10 – 17 Uhr: Workshop „Upcycling – aus alt mach neu“

Jeden Tag produziert unsere Gesellschaft Abfälle, die eigentlich zur Weiter- und Wiederverwendung geeignet sind, jedoch trotzdem im Müll landen. Beim Upcycling werden diese scheinbar „nutzlosen“ Abfälle in neu- und höherwertige Produkte umgewandelt. An diesem Tag wollen wir uns, gemeinsam mit Euch, damit beschäftigen, welche Möglichkeiten es gibt scheinbar wertlosem „Müll“ einen neuen Sinn zu geben. Neben den theoretischen Grundlagen zum Upcycling (Beschaffung von Materialien usw.) sollen vor allem im praktischen Teil des Workshops nützliche Dinge für unseren Garten erschaffen werden. Ob Möbel aus alten Paletten oder Blumentöpfe aus Altreifen, der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

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Gewerbe- und Industriegebiet Braunschweig / Salzgitter: Grüne fragen nach

Pressemitteilung 18.05.2018 –

Gewerbe- und Industriegebiet Braunschweig / Salzgitter: Grüne fragen nach

Mit einem Fragenkatalog an den Braunschweiger Oberbürgermeister will die Grüne Ratsfraktion die Debatte um das Gewerbe- und Industriegebiet Braunschweig / Salzgitter vorantreiben. Das entsprechende Anschreiben ist am heutigen Freitag an Ulrich Markurth übersandt worden (siehe unten). Nach Auffassung der Grünen fehlt es der vor 14 Tagen präsentierten Machbarkeitsstudie in vielen Punkten an der notwendigen Tiefe, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können. Die Ratsfraktion bittet den OBM deshalb darum, ihre Fragen umfassend zu beantworten.

Dazu der Grüne Ratsherr und Fraktionsvorsitzende Dr. Rainer Mühlnickel:

„Aus Sicht unserer Ratsfraktion ist der Bedarf für ein zusätzliches Gewerbe- und Industriegebiet dieser Größenordnung weder belegt noch gegeben. Keine/r kann bisher sagen, wie sich angesichts der rasanten Digitalisierung gerade im Bereich der Industrie die Produktion und die Anzahl der Arbeitsplätze entwickeln werden. Immerhin ist die Umsetzung des Gewerbe- und Industriegebietes auf mehrere Jahrzehnte angelegt. Die ökologischen Nachteile - insbesondere die enorme Flächenversiegelung und die zunehmende Verkehrsbelastung - liegen sichtbar auf der Hand und werden gravierende Auswirkungen auf die Lebensqualität haben. Bei einer Entscheidung solchen Ausmaßes ist eine gründliche Abwägung aller Vor- und Nachteile dringend erforderlich. Diese Gründlichkeit ist unseres Erachtens mit der Machbarkeitsstudie nicht gegeben.“ Zum selben Thema

 

Alternative Machbarkeitsstudie der BI zum interkommunalen Gewerbe- und Industriegebiet

Alternative Machbarkeitsstudie

Kurzzusammenfassung
Diese alternative Machbarkeitsstudie hat das Ziel, den Behauptungen zum geplanten interkommunalen Gewerbe- und Industriegebiet der Städte Braunschweig und Salzgitter mit Fakten zu begegnen.

Nach intensiver Recherche zur Machbarkeit ist das Ergebnis:
- Es besteht keine Machbarkeit für die Umsetzung des geplanten Gewerbe- undIndustriegebiets an dem geplanten Standort.

Die Handlungsempfehlung an die Stadträte der Städte Braunschweig und Salzgitter lautet:
-  Keine Weiterverfolgung der Umsetzung des geplanten Gewerbe- und Industriegebiets

Veranstaltung der BGE „Betrifft: Asse – Die radioaktiven Abfälle in der Asse“

Veranstaltung der BGE „Betrifft: Asse – Die radioaktiven Abfälle in der Asse“ am Mittwoch, 9. Mai 2018, in der Infostelle Asse, Am Walde 1 in Remlingen

Die Einladung mit Themen und Referenten entnehmen Sie bitte der Internetseite des (neuen) Betreibers, der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), siehe  http://www.bge.de/de/meldungen/2018/5/ankuendigung-betrifft-asse/

Einer der Referenten ist Dr. Rainer Moormann. Er arbeitete 35 Jahre lang in der Kernforschungsanlage (KFA), aus der ein Großteil des Inventars der Schachtanlage Asse II stammt. Für seine Kritik am dortigen Versuchsreaktor und den damit verbundenen Nachteilen für ihn erhielt er den Whistleblowerpreis 2011. Am 11.1.12 schrieb er u. a. an den damaligen Betreiber, aber auch dem Landes- und Bundesumweltministerium einen Brief mit dem Betreff "Falsche und unvollständige Angaben des Forschungszentrum Jülich in einer schriftlichen Stellungnahme vom Januar 2010 zur Einlagerung von AVR-Abfall in die Asse-2?" Der Brief ist auf der Internetseite der Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) zum Schluss des Beitrages "Einlagerungen aus dem Forschungszentrum Jülich" hinterlegt, siehe http://waagwf.wordpress.com/2018/04/04/einlagerung-aus-dem-forschungszentrum-juelich-spurensuche/

Die WAAG hatte deshalb sowohl das Thema "Inventar", als auch die Einladung von Herrn Moormann vorgeschlagen. Wir begrüßen, dass die BGE dem nachgekommen ist. 

Lärmaktionsplanung: Online-Befragung noch bis 9. Mai

- Pressemitteilung -

Strategien gegen Lärm – Lärmaktionsplanung Braunschweig
 

Braunschweig.  

Im Rahmen der Lärmaktionsplanung der Stadt Braunschweig besteht die Möglichkeit, sich per Online-Befragung zu beteiligen und Vorschläge zur Lärmminderung zu machen. Bis einschließlich zum 9. Mai ist das unter www.strategien-gegen-laerm.de möglich. Dann beginnt die Auswertung der eingereichten Vorschläge.

Derzeit wird der Lärmaktionsplan der Stadt Braunschweig fortgeschrieben, mit diesem Lärmaktionsplan sollen Lärmprobleme und Lärmauswirkungen geregelt werden. Die Fortschreibung des Lärmaktionsplans geht mit einer Beteiligung der Braunschweiger Bevölkerung einher. Ziel der Mitwirkung der Öffentlichkeit ist es, detaillierte Informationen zu ortsspezifischen Lärmbelastungen zu erhalten sowie zu erfahren, welche Maßnahmen für Lärmbrennpunkte gewünscht sind und wie die im ersten Lärmaktionsplan entwickelten Maßnahmen bewertet werden.

Seit dem 9. April kann sich jeder aktiv in die Lärmaktionsplanung für die Stadt Braunschweig einbringen. Über die Online-Befragungsseite können die Maßnahmen des ersten Lärmaktionsplans bewertet, Beiträge zu unterschiedlichen Lärmthemen eingereicht und Lärmbrennpunkte verortet werden. Bisher wurden 60 Beiträge und Kommentare zu verschiedensten Lärmthemen eingereicht. Die Mehrheit der Beiträge bezog sich dabei auf den Straßenverkehr.

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Stellungnahme des Asse II-Koordinationskreises

 

Werkhof des Widerstands Foto: ASSE II-Koordinierungskreis

Stellungnahme des Asse II-Koordinationskreises zum Treffen des Asse II-Begleitprozesses am 27.04.2018 in Wolfenbüttel:

Mitglieder des Asse II-Koordinationskreises haben das Treffen des Asse II-Begleitprozesses am 27.04.2018 in Wolfenbüttel besucht. „In einigen Punkten ist vordringlicher Handlungs- und Gesprächsbedarf deutlich geworden: die Kommunikation des Betreibers bezüglich Schacht 5 muss verbessert werden, das gegenwärtige Konzept der Umgebungsüberwachung ist fragwürdig und das Bewusstsein über verschiedene Formen von Begleitprozessen muss geschärft werden.“

1. Die Kommunikation des Betreibers bezüglich der Realisierbarkeit des Schachtes Asse 5 am gegenwärtig geplanten Standort war bei dem Begleitprozess-Treffen am 27.4. von Uneindeutigkeit geprägt.

Doch dieser neue Schacht Asse 5 und seine Anbindung an das Bergwerk sind von zentraler Bedeutung. Sie sind nicht nur eminent wichtig für die künftige vollständige Rückholung des Atommülls und des Giftmülls, sondern schon jetzt für die Betriebssicherheit der gesamten Schachtanlage Asse II. Hier sollte der Betreiber seine Kommunikation präzisieren.

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